Vom Lehrling zum Gesellen

Mannschaftsvorstellung

Bevor man allerdings zum Gesellen wird, muss man in der Regel eine dreijährige Ausbildung hinter sich bringen. Diesen Weg ist auch Christian Kinowski gegangen, der neue starke Mann an der Linie der Arminia Lirich. Nach drei Jahren als spielender Co-Trainer an der Seite von Thorsten Hamm, der zurück zum VfR 08 Oberhausen gegangen ist, geht er nun in seine erste Saison als Cheftrainer. Jetzt steht er in der Verantwortung, doch die Vorfreude ist groß, vor allem auf den größeren Kader. Mit seinem Verein will Kinowski alsbald auch oben ein Wörtchen mitreden.

Von Thomas Illguth

Mannschaftsvorstellung Arminia Lirich

Mit etwas Pech hätte es die Verbindung Christian Kinowski und Arminia Lirich nicht gegeben. Denn nach den Stationen VfB Speldorf und Spfr. Hamborn 07 und einer einjährigen Pause, aufgrund einer Verletzung, wollte Kinowski eigentlich seine Karriere beenden. Doch die Verbindung zu seinem Heimatverein und die Lust auf Fußballwaren zu groß, als das er die Schuhe ganz an den Nagel hängen wollte.„Mein Bruder hat damals in der ersten Mannschaft gespielt. Und weil ich wieder Lust hatte, habe ich ihn begleitet. Das war vor sieben Jahren. Und jetzt bleibe ich bei meinem Verein so lange, wie ich gebraucht werde“, so Kinowski.

   Nach vier Jahren als Spieler der Arminia ist ihm dann die Rolle des Co-Trainers angeboten worden, da diese Stelle schon länger nicht mehr besetzt war. „Ich habe zugesagt, weil ich der Mannschaft weiter helfen wollte und die Spieler natürlich schon alle kannte. Ich stand und stehe in regelmäßigen Kontakt mit allen. den Spielern. Und auch bei der Nachfolge des abgewanderten Thorsten Hamm war er der erste Ansprechpartner für die Oberhausener. Weil der 39-Jährige, der drei Jahre lang bei RW Oberhausen gespielt hat, vorher nie über den Trainer-Job nachgedacht hat, bat er um eine Woche Bedenkzeit. Das Ergebnis ist bekannt.

   In seiner letzten Saison als aktiver Spieler reichte es für die Arminia nur zu Platz neun. Kinowski, der mit acht Toren bester Torschütze war, erklärt die Gründe: „Eigentlich war ja ein einstelliger Saisonplatz unser Ziel. Es wäre aber mehr drin gewesen, aber wir bekamen einfach keine Konstanz in unsere Saison. Wenn wir mal ein, zwei Spiele gewonnen haben, haben wir uns wie Götter verhalten und sind viel zu überheblich an die Sache heran gegangen. Uns fehlte auch ein richtiger Knipser.“ Mit 56 Toren stellten die Liricher die viertschlechteste Offensive der Liga. Nur Vorwärts 08, Post Oberhausen und Sterkrade-Nord II waren schlechter.

   Aktuell umfasst sein Kader 28 Leute, den Kinowski aber auch noch auf 23 schrumpfen will. Gehen soll jedoch keiner mehr, stattdessen wird die Reserve unterstützt. Mit dessen Trainer Hannes Hoppe versteht sich der 39-Jährige sehr gut und lobt die Zusammenarbeit: „Wenn alle fit sind, werden wir immer mal wieder Spieler runter geben, damit sie auf ihre Einsatzzeiten kommen. Aber andersherum weiß ich auch, dass ich auf die Reserve immer wieder zurückgreifen kann, sollte mal Not am Mann sein.“

   Los geht es am 25. August mit einem „Heimspiel“ bei Fortuna Alstaden. Eigentlich sollte die Fortuna ja auf die Platzanlage der Arminia wechseln, da diese aber zwei Kunstrasenplätze bekommen, werden die Liricher ihre ersten Partien dort bestreiten. Nach Fertigstellung geht es wieder zurück an die Dachsstraße. Im Gepäck auch eine weitere Seniorenmannschaft, denn die Drittvertretung von SW Alstaden wechselt komplett nach Lirich und tritt dort als vierte Mannschaft an.

Auf'm Platz sprach mit Trainer Christian Kinowski

Trainer Christian Kinowski.
Trainer Christian Kinowski.

Auf’m Platz: „Hallo Christian. Du bist nun schon seit drei Wochen im Amt. Was hat sich für dich verändert gegenüber der letzten Saison verändert?“

Kinowski: „Neben der alleinigen Verantwortung habe ich natürlich mehr Arbeit als vorher. Da ich in den letzten Jahren auch als Spieler fungiert habe, hat Thorsten den Großteil der Arbeit gemacht. Mit Christian Hattert habe ich einen super Mann an meiner Seite, der wie ich den spielenden Co-Trainer macht. Ansonsten gibt es keine großen Veränderungen. Ich habe in den drei Jahren viel von Thorsten gelernt und werde auch einiges übernehmen. Klar, man hat auch immer seine eigenen Vorstellung und Ideen, aber ich werde den Verein, die Mannschaft und die Abläufe jetzt nicht komplett umkrempeln.“

 

Auf’m Platz: „Wie läuft denn die Vorbereitung bei euch?“

Kinowski: „Da kann ich mich nicht beschweren, es macht sehr viel Spaß. Die Jungs ziehen super mit. Ich bin ja kein Fremder für die Mannschaft. Mir ist wichtig, dass wir Spaß in die Sache kriegen und die Spieler zum Training kommen, weil sie wollen und nicht weil sie müssen. Da ich ja selber gespielt habe, weiß ich worauf es ankommt, was man gerne macht, was man nicht gerne macht und was gemacht werden muss. Und durch die acht Neuzugänge beziehungsweise den größeren Kader kann ich nun endlich auch auf die Trainingsbeteiligung eingehen und nach Leistung aufstellen. In der Vorsaison war es ja oft der Fall, dass die gespielt haben, die gerade fit waren.“

 

Auf’m Platz: „Wo wollt ihr am Saisonende stehen?“

Kinowski: „Ich will in meinem ersten Jahr vernünftig abschneiden, also mindestens Platz neun, das muss mit dem Team drin sein. Da es in dieser Gruppe im schlimmsten Fall sechs Absteiger geben könnte, würde ja der elfte Platz schon nicht mehr reichen. Mit der Verpflichtung von Daniel Coers, der in GW Hamborn 18 Tore erzielte, sind wir auch viel flexibler im Angriff. Langfristig gesehen, will ich mit der Arminia oben angreifen. Vor drei Jahren waren wir Herbstmeister, seitdem ging es stetig bergab. Ich will wieder Sonntag zum Spiel fahren und mich freuen wenn es kribbelt, weil es um die oberen Plätze geht.“

Transfers

Zugänge

       

Abgänge

Friedhelm Gäbler (Espanol Oberhausen)

       

Timo Jochmann (eigene Reserve)

Daniel Gad (eigene A-Jugend)

       

Marco Kybranz (Beruf)

Alessandro Murtino (eigene A-Jugend)

         

Ertunc Turan (eigene A-Jugend)

         

Christoph Joosten (eigene A-Jugend)

         

Daniel Coers (Gelb-Weiß Hamborn)

         

Onur Bakici (VfL Rheinhausen)

         

Yassif Nadir (VfL Sondernheim)

         

Mannschaftsfoto folgt noch

Kader

Tor:

Sven Hartmann, Oliver Moseler, Niclas Schmidt

 

Abwehr:

Onur Bakici, Daniel Gad, Friedemann Gäbler, Tobias Golombek, Mathias Henkemeyer, Benjamin Kulessa, Yassir Nadif, Alexander Oepping, Nico Retzerau, Christian Sauerländer

 

Mittelfeld:

Markus Blandfort, Maurce Akjeebo, Christian Fänger, Marjan Jetvic, Christoph Joosten, Rene Kasper, Ekrem Özdemir, Kosta Papadopolous, Ertunc Turan, Pascal Witt

 

Angriff:

Domenico Calderone, Daniel Coers, Bejamin Euskirchen, Alessandro Murtinu, Benjamin Schmidt

 

-> Hier geht es zu Arminia Lirich bei Auf'm Platz <-

 

Kommentar schreiben

Kommentare: 5
  • #1

    Rapha (Samstag, 10 August 2013 13:14)

    Ich wünsche Dir und der Truppe viel Erfolg!!!

  • #2

    Ramos (Samstag, 10 August 2013 19:33)

    Marco Kybranz ist nach meinem Wissenstand zu seinem alten Verein Adler Oberhausen zurück.

  • #3

    Stefan Zbocna (Samstag, 10 August 2013 23:53)

    Viel Glück Christian und alles Gute du machst das schon !!!!!!!Lg Stefan Zbocna

  • #4

    Carsten Kemnitz (Sonntag, 11 August 2013 19:51)

    Alles gute Christian für die neue Saison.

  • #5

    Marco Allekotte (Montag, 12 August 2013 11:37)

    Auch ich wünsche Dir viel Erfolg, auch wenn das leider nur für 28 Spiele der kommenden Saison gelten kann! ;-)