Erst einmal kleine Brötchen backen

Mannschaftsvorstellung

Es sollte die perfekte Lösung werden, um in eine unbeschwerte Vorbereitung zu gehen. Michael Schneider sollte der designierte Nachfolger von Jürgen Grzymski werden, der sein Abschied an der Schleuse schon frühzeitig bekannt gab. Doch Anfang Juli überschlugen sich die Ereignisse. Michael Schneider heuerte bei seinem Heimatclub SC 20 Oberhausen an, womit man an der Schleuse zunächst ohne Trainer dastand. Doch nachtragend und sauer auf Schneider ist man nicht bei den 21ern. Im Gegenteil. Man hat sogar Verständnis dafür. Und mit den beiden Mannis Kurka und Brock scheint SuS auch eine längerfristige Lösung gefunden zu haben.

Von Thomas Illguth

Mannschaftsvorstellung SuS 21 Oberhausen

Co-Trainer Manfred Kurka & Trainer Manfred Brock.
Co-Trainer Manfred Kurka & Trainer Manfred Brock.

Da die Gesundheit ja über allem steht, gibt es Neuigkeiten über Jürgen Grzymski. Der 64-jährige ist auf dem Weg der Besserung und befindet sich zurzeit in der Kur, nachdem er vor einigen Wochen einen Herzinfarkt erlitten hatte. An der Schleuse hält man regelmäßig Kontakt mit Grzymski, der seine Elf zum Abschluss der letzten Spielzeit auf einen starken fünften Platz steuerte. Und auch die Zweite, trainiert vom jetzigen Co-Trainer und SuS-Urgestein Manfred Kurka, landete auf einem guten achten Platz. Für Kurka keine Überraschung: „Die Zusammenarbeit zwischen erster und zweiter Mannschaft hat gut geklappt in der letzten Saison. Beide Teams hatten eine schlagkräftige Truppe, die positiv eingestellt waren.“

   In dieser Saison übernimmt Manfred „Manni“ Kurka, dessen Bruder Frank Kurka im Vorstand sitzt, zusammen mit dem anderen „Manni“, Manfred Brock, den A-Ligisten. Die beiden verbindet eine lange Freundschaft, doch der Kontakt zum Klaumerbruch entstand über Frank, mit dem Manfred Brock auch privat viel zu tun hat. Brock, der seit 2006 nicht mehr aktiv war, und sein Cousin Michael Schneider wurden auf der letztjährigen Oberhausener Stadtmeisterschaft angesprochen, ob sie nicht Interesse hätten, die Trainerposten der beiden SuS-Seniorenmannschaft zu übernehmen. Beide zeigten Bereitschaft. Am Ende ging Schneider an die Knappenstraße und Brock blieb (siehe Interview).

   Seit dem 8. Juli ist der A-Ligist unter der Leitung des Trainerduos nun schon in der Vorbereitung. „Es war bis jetzt ein auf und ab. Die erste Trainingswoche war sehr zufriedenstellend, sowohl von der Spieleranzahl als auch von der geleisteten Arbeit. In der zweiten hat es ein wenig geklemmt. Wir hatten viele Absagen. Es fehlten bis zu acht Spieler. Ab der dritten Trainingswoche waren wir wieder zahlreich“, so Brock. Für die kommende Saison haben die Oberhausener einen 18-Mann-Kader zu Verfügung, was für Kurka nicht reicht, denn „sollten Leistungsträger ausfallen, dann wird es sehr schwer für uns“, und deshalb wolle man im Winter auf dem Transfermarkt zuschlagen. Drei bis vier Neue sollen dann kommen, aktuell sind es neun Zugänge, bei ebenso vielen Abgängen. Und auch die Zeit, wo man sich mit ehemaligen Bezirksligaspielern aus der Reserve bedienen konnte, die die Spiel- und Denkweise der Ersten beherrschten, ist vorbei. Denn der B-Ligist erlebte einen kompletten Umbruch. 17 neue Spieler meldeten sich am Klauenbruch an. Trainiert wird die Elf von Hans-Peter von Nuuren, der vom SV Borbeck kommt und eine komplette Elf mit an die Schleuse bringt. Ziel der Reserve ist ein einstelliger Tabellenplatz.

   Wenn es um die Zielsetzung in der Kreisliga A geht, herrscht Zurückhaltung bei den Mannis. „Platz Fünf und die 50 Punkte der letzten Saison sind nur schwer zu toppen. Das war schon ein ordentlicher Wert für die Kreisliga. Ein einstelliger Rang zur Saisonende ist schon wünschenswert, also auch mit Platz Neun wären wir sehr zufrieden. Wir freuen uns jetzt auf viele Oberhausener Derbys“, so Kurka.

Auf'm Platz sprach mit Trainer Manfred Brock

Trainer Manfred Brock.
Trainer Manfred Brock.

Auf’m Platz: „Das Trainerkarussel hat sich in diesem im Sommer in Oberhausen ja ordentlich gedreht. Auch der Name Manfred Brock kursierte da herum und sorgte für Schlagzeilen. Erst Trainer der SuS-Reserve, dann mit Michael Schneider zum SC 20 und nun bist du Trainer der "Ersten" von SuS 21 Oberhausen. Das Hin und Her sorgte für viel Verwunderung. Klärst du uns bitte auf?“ 

Brock: „Zu allererst: Ich hatte weder dem SC20 zu noch SuS 21 abgesagt. Michael (Michael Schneider, Anm. d. Red.) und ich wurden im letzten Sommer vom Frank Kurka angesprochen. Allerdings waren es nur lose Gespräche, doch die Bereitschaft von unserer Seite war da. Im Februar wurden die Gespräche dann konkreter und wir beide haben zugesagt. Als Ende Juni dann die große Bombe platzte und Thorsten Möllmann seinen Wechsel zum BWO bekannt gab, wurden wir vom Rüdiger Henze, ehemaliger Spielkamerad beim SC 20, an einem Samstag angerufen. Es ging darum, dass man als Ehemalige von SC 20 zusammen halten soll. Zwei Tage später kam es dann zum Treffen an der Knappenstraße. Da Michael und ich eine große Vergangenheit mit dem Spielclub haben, sollten wir beziehungsweise der Michael der Nachfolger vom Thorsten Möllmann werden. Michael wollte mich an seiner Seite haben und wir beiden waren nicht abgeneigt, baten aber bis Donnerstag um Bedenkzeit, da wir ja noch Zeit bräuchten, um mit SuS zu reden. Am gleichen Abend rief mich Frank Kurka (2. Vorsitzender von SuS, d. Red.) an. Er hatte das wohl über die Gerüchteküche mitbekommen und mich gefragt, ob man bei SuS nach einem neuen Trainerduo suchen müsste. Nachdem ich eine Nacht drüber geschlafen habe, habe ich ihm gesagt, dass ich bei SuS bleibe. Michael hat sich für den Spielclub entschieden, wo ich der Meinung bin, dass sie sehr gut aufgestellt sind mit ihm. Es ist eine Herzensangelegenheit für ihn.“ 

 

Auf’m Platz: „Warum hast du dich letztendlich für SuS entschieden?“ 

Brock: „Da gibt es mehrere Faktoren. Zum einen, weil ich an der Schleuse schon zugesagt habe. Ich bin mit Manfred und Frank Kurka schon jahrelang befreundet und da wollte ich zu meinem Wort halten und die beiden nicht enttäuschen. Des Weiteren brauchte ich eine Luftveränderung. Ich war immer nur für den SC 20 Oberhausen aktiv. Man will sich ja auch nicht vorhalten lassen, dass man nie richtig rausgekommen ist aus dem Verein. SuS 21 ist ein sehr familiärer Verein und da will ich ein Teil von sein. Und wie schon erwähnt, der Spielclub hat mit dem Michael einen super Mann an seiner Seite. Er kommt auch ohne mich klar.“ 

 

Auf’m Platz: „Was hast du dir vorgenommen?“ 

Brock: „Wir wollen hier was aufbauen und so weit kommen, dass wir in zwei bis drei Jahren oben mitspielen können. Durch die vielen Absteiger aus der Bezirks- und Landesliga wird es in den nächsten Jahren immer schwerer aufzusteigen. Doch davon sind wir weit entfernt. Leider sind uns mit dem Abgang vom Michael zum SC 20 einige Spieler abgesprungen, so dass wir in der Winterpause noch den einen oder anderen holen wollen. Vor allem ein richtiger Knipser fehlt uns. Da wir leider keinen Kunstrasen haben, wird es schwer für uns, die Spieler zu überzeugen an die Schleuse zu wechseln. Doch zum Glück habe ich den Manni Kurka an meiner Seite, der schon seit 13 Jahren als Trainer aktiv ist und einige ehemalige Jugendspieler überzeugen konnte. Wir wollen den Jungs mit dem guten Umfeld den Verein schmackhaft machen, denn finanziell können wir keine großen Sprünge machen.“

Transfers

Zugänge

       

Abgänge

Burak Özyasar (SC 20 Oberhausen)

       

Murid Popal

Farid Asimi (BVA Alten-Essen)

       

Daniel Karsjens

Dave Feind (SV Kray 04)

       

Sven Pester

Eren Kelle (ESC Rellinghausen)

       

Eric Lissouck (alle unbekannt)

Dennis Siegel (Union Frintrop)

       

Rene Nettelbeck (SW Alstaden)

Sascha Demarino (SG Osterfeld)

       

Marcel Krause (TB Oberhausen)

Marcel Keultjes (TB Oberhausen)

       

Timmi Arendt (TB Oberhausen)

Timo Preuß (TB Oberhausen)

       

Pascal Pleger (TB Oberhausen)

David Brock (SC 20 Oberhausen)

       

Tobias Hassenpflug (TB Oberhausen)

Kader

Tor:

Carsten Grzymski, Sascha Demarino, Sascha Lange

 

Abwehr:

Tim Heidbüchel, Thomas Frank, Andre Krämer, Jens Volkmer, Dennis Kolbitsch, Marvin Ornot, Timo Preuß, Dennis Siegel

 

Mittelfeld:

Daniel Laux, Michael Froese, Erin Kelle, Farrid Assimi, David Brock, Björn Bäumer, Dominik Voss

 

Angriff:

Andre Lange, Marcel Keultjes, Dave Feind, Vladimir Fech

 

-> Hier geht es zu SuS 21 Oberhausen bei Auf'm Platz <-

 

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Kommentare: 7
  • #1

    Ramos (Donnerstag, 01 August 2013 22:36)

    Viel Glück als Trainer (Mennosch) und in deiner neuen Umgebung !

  • #2

    Interesse ? (Freitag, 02 August 2013 00:51)

    Ist der Kader komplett voll oder kann man zum
    Probetraining kommen.?

  • #3

    curaz (Freitag, 02 August 2013 14:57)

    Ja sicher geh hin junge. Die können da jede Hilfe gebrauchen. Haben doch nur nen 14 mann Kader und davon sind 7 totale unbekannte...

  • #4

    sc20 (Freitag, 02 August 2013 17:29)

    Absteiger Nummer eins wann hört der brock den wieder auf wenn es nicht laüft

  • #5

    Western (Samstag, 03 August 2013 19:40)

    SUS weder die erste noch die zweite wird absteigen

  • #6

    Fachmann? (Montag, 05 August 2013 17:59)

    Western muss dann ja mal ein unglaublicher Fachmann sein. Denn wie sonst erklärt es sich für Laien wie uns normalos das die zweite von sus nicht absteigen wird. Immerhin ist die komplette zweite der letzten Jahre nicht mehr im Verein und eine komplett neue zweite geholt worden. Es ist aber nicht irgendeine Mannschaft sondern die Truppe von Pep van wuuren die ihr Glück schon vor zwei jahren an der schleuse versucht hat und irgendwann aufgrund fehlender Beitragszahlung und absoluter Erfolglosigkeit vom Hof gejagt wurde. Nicht nur bei der schleuse auch bei anderen Vereinen in essen sind sie wegen der gleichen Eigenschaften geflogen... Sorry aber schleuse 2 Absteiger Nummer 1

  • #7

    die wahre nummer 6 (Freitag, 09 August 2013 01:09)

    der manni sieht immer noch gut aus