Identifikation ist das Stichwort

Mannschaftsvorstellung

Die nahe Vergangenheit, sie löst bei den Verantwortlichen des VfB Kirchhellen noch immer etwas Kopfschütteln aus. Nicht viel hatte gefehlt, und die Kicker von der Loewenfeldstraße wären in der abgelaufenen Spielzeit bis in die Kreisliga B gestürzt. Aber mit einer Not-Vollbremsung konnte das Ruder wieder herumgerissen werden. Es hat sich einiges getan in den vergangenen Wochen in Kirchhellen, wo man nun die Weichen in Richtung positiver Zukunft stellen will. Das Stichwort beim VfB: Identifikation.

Mannschaftsvorstellung VfB Kirchhellen

Neue Besen kehren gut, so lässt uns eine alte Weisheit wissen. Zwar haben sich die Verantwortlichen des VfB Kirchhellen erst im Sommer einen neuen Besen zugelegt, der alte Kehrer Klaos Kokott hingegen wurde schon vor geraumer Zeit entsorgt. „Sven Hegmann und ich haben das Treiben aus der Ferne beobachtet und dann gesagt, dass wir zum Wohle des Vereines handeln müssen“, so der zweite Geschäftsführer des VfB, Christian Rommeswinkel, der zugleich auch die Position des Sportlichen Leiters inne hat. Identität, so lautet das neue Motto. „Das ist unser Stichwort“, unterstreicht Rommeswinkel, dass ein ganz neues Wir-Gefühl in den Verein getragen werden soll. „Wir melden in der kommenden Spielzeit 17 Jugendmannschaften. Wir haben also großen und auch guten Nachwuchs hier im eigenen Verein. Natürlich wissen wir, dass wir auch mal einen Spieler von außerhalb werden holen müssen. Aber die Devise lautet, unsere Jungs hier in den Senioren einzubauen, die natürlich wenn sie die Jugend durchlaufen haben bei uns eine ganz andere Bindung zum Verein haben“, so Rommeswinkel. Und der Verein, seine Mitglieder und Fans, könnten und sollen wieder eine ganz andere Bindung zur ersten Mannschaft bekommen.

Sportlicher Leiter des VfB: Christian Rommeswinkel.
Sportlicher Leiter des VfB: Christian Rommeswinkel.

Denn während die VfB-Reserve, überwiegend bestehend aus eigenen Kickern, für großes Zuschauerinteresse sorgte, spielte die Erstvertretung vor beinahe leeren Rängen. Und das nicht nur, weil es sportlich nun alles andere als rund lief. „Hier hatten wir das beste Beispiel dafür, dass die Zuschauer und Fans einfach nicht mehr schlucken wollten, dass teilweise für unsere Verhältnisse teure - und auch alte - Spieler geholt wurden, während der Nachwuchs dann perspektivisch vielleicht etwas auf der Strecke geblieben ist“, redet der Sportliche Leiter Klartext. Im Vorstand hat man sich bereits bestens aufgestellt, Sven Hegmann fungiert als zweiter Vorsitzender und unterstützt gemeinsam mit Werner Stappert den ersten Vorsitzenden Werner Breit. „Wir haben einen großen und tollen Vorstand, bei dem jeder dem anderen Vorstands-Mitglied unter die Arme greift. Das geht vom ersten Vorsitzenden bis hin zu Beisitzern und aber auch der Jugend, mit der hervorragend zusammengearbeitet wird“, so Christian Rommeswinkel. Und da passt dann scheinbar auch der neue Trainer wie die Faust auf´s Auge: Christian Gabmaier. „Christian hat zuvor über viele Jahre eine herausragend gute Arbeit beim BVH Dorsten geleistet. Er hat mit wenig Geld sehr viel erreicht und hat vor allem junge, vereinseigene Spieler geformt und eingebaut. Genau das, was wir suchen - und brauchen“, so Rommeswinkel, der ein langfristiges Ziel verfolgt, wenn er sagt: „In drei Jahren wollen wir wieder in die Bezirksliga aufsteigen!“

Der neue Coach: Christian Gabmaier.
Der neue Coach: Christian Gabmaier.

Und der neue Coach? Der muss sich jetzt so richtig reinknien, denn viel Zeit zur innerlichen Vorbereitung, die hatte Gabmaier eigentlich nicht. „Ich hatte geplant, mindestens ein halbes Jahr Pause zu machen. Aber als diese Anfrage kam, da musste ich einfach zusagen“, so der neue Übungsleiter an der Loewenfeldstraße. Und der hat genau Vorstellungen, wie der VfB künftig auftreten soll. „Fußball spielen. Das ist wichtig. Wir haben nichts davon, wenn unser Keeper Boris nach 90 Minuten einen dicken Oberschenkel von den ganzen weiten Abschlägen hat, und vorne soll uns dann der liebe Gott helfen. Das ist nicht meine Philosophie von Fußball“, so der Coach, der zuvor andere Angebote von Klubs der Umgebung ausgeschlagen hatte. „Es ist eine sehr reizvolle Aufgabe, und im ersten Jahr peilen wir einen einstelligen Tabellenplatz an“, so Gabmaier, der allerdings auf die Dienste von Björn Risthaus (Rhade), Jan Bergemann (Rhade) und Chris Honert (Rhade) wird verzichten müssen. Dafür verstärkt Chris Isaias (Grafenwald) das Gabmaier-Team. „Jetzt werden wir uns in den kommenden Tagen und Wochen beim Training und in den Testspielen finden. Hier wird sich dann auch herausstellen, wer zum Kader der ersten Mannschaft gehören wird“, so der Coach.

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Kommentare: 2
  • #1

    Tuddy (Samstag, 06 Juli 2013 21:43)

    Wünsch euch viel Glück bei eurem Vorhaben,hört sich sehr gut an,und ist mit Sicherheit der richtige Weg!

  • #2

    Pöhler (Dienstag, 09 Juli 2013 13:50)

    Wie gut der Hauptvorstand und die Jungend zusammenarbeiten sieht man ja daran, dass 4 Jugendspieler in die Erste von Grafenwald wechseln!!