Zukunftsweichen sind gestellt

Nach dem Abstieg aus der Bezirksliga vollzog der VfB Kirchhellen einen Umbruch. Klaus Kokott, vorher vier Jahre Trainer der Reserve, übernahm das Amt. Es wurde auf die Jugend gesetzt und Drei-Jahres-Plan aufgestellt. Spätestens in der Saison 2014/15 wolle man oben ein Wörtchen mitreden. An dem Plan hat sich bis zum heutigen Tage nichts geändert, nur der Trainer ist ein neuer. Christian Gabmaier, zuvor elf Jahre beim BVH Dorsten, wird ab dem Sommer die Geschicke des A-Ligisten leiten. Und auch im Managementbereich gab es eine Umstrukturierung.

Von Thomas Illguth

Sven Hegmann ist die neue Kraft im Vorstand. Er wurde auf der Jahreshauptversammlung Mitte April zum zweiten Vorsitzenden gewählt und unterstützt somit Werner Stappert, ebenfalls zweiter Vorsitzender, und Werner Breit, den ersten Vorsitzenden. Als erste Tätigkeit wurde eine sportliche Leitung installiert. Besetzt wurde diese neue Position von jemand, der sich beim VfB Kirchhellen bestens auskennt: Christian Rommeswinkel. Rommeswinkel, vorher zweiter Geschäftsführer, ist nun neuer Ansprechpartner für Spieler, Trainer und die Presse. Zudem kümmert sich Rommeswinkel mit um die Neuzugänge. „Da arbeiten wir eng mit dem Vorstand zusammen. Die Zeiten sind vorbei, wo der Trainer die Spieler an Bord holt. Entweder gehe ich auf Vorschlag des Trainers die Spieler „scouten“ oder ich schlage selbst Spieler vor. Dann setzte ich mich mit Ernst Westphal, Werner Stappert und Sven Hegmann zusammen und wir treffen eine gemeinsame Entscheidung.“

Christian Rommeswinkel. Foto: VfB.
Christian Rommeswinkel. Foto: VfB.

   Die erste wichtige Entscheidung fiel bereits zwei Wochen nach der Jahreshauptversammlung. Klaus Kokott wurde Ende April von seinen Pflichten als Übungsleiter entbunden. „Es war eine rein sportliche Entscheidung. Unser Ziel war ein einstelliger Tabellenplatz. Er hatte mit dem Abstieg aus der Bezirksliga natürlich keine einfache Aufgabe. Und es fing auch nicht so schlecht an für uns, doch als wir gesehen haben, dass wir uns von unserem sportlichen Ziel entfernen, haben wir aus den Partien gegen SC Hassel II und TuS Rotthausen II sechs Punkte gefordert. Als wir mit Mühe und Not uns ein 2:2 gegen Hassel II, die Tabellenletzter waren und auch noch sind, erkämpft hatten, mussten wir die Reißleine ziehen. Wir hatten das Gefühl, dass Klaus die Mannschaft nicht mehr erreicht und da mussten wir reagieren“, so Rommeswinkel, der als Interimstrainer eingesprungen ist. Neben der Trainingsleitung, machte er sich auch auf die Suche nach einen neuem Coach. Gefunden hat man Christian Gabmaier, der jedoch nicht die erste Wahl war, wie Rommeswinkel erklärt: „Wir haben uns mit Sebastian Stempel (Trainer Dostlukspor, Anm. d. Red.) und Guido Contrino (Trainer SW Alstaden, Anm. d. Red.) getroffen. Von Sebastian Stempel wussten wir, dass er ein sehr, sehr ehrgeiziger Trainer ist, der immer oben mitspielen will. Da unsere kurzfristigen Planungen jedoch anders aussehen und wir nicht bereit waren, fünf bis sechs neue Spieler zu holen und Dostlukspor dann auf seine Wünsche eingegangen ist, hatte sich das erledigt. Bein Contrino war es der Aufstieg, der „dazwischen“ kam. Und bei Gabmaier wussten wir, dass er überlegte, ein Jahr Pause zu machen. Da haben wir zugeschlagen. Wir wollten einen der für Kontinuität und Jugendarbeit steht und da ist er genau der richtige Mann. Er kann aus wenig viel machen und lässt einen modernen Fussball spielen. Unsere große Jugendarbeit, der große Vorstand und das tolle Umfeld haben ihn schließlich überzeugt.“

   Auch für die Reserve-Mannschaft gibt es einen neuen Mann. Als Timo Bachmeier den Vorstand informierte, dass er sich mehr Zeit für die Familie wünsche und auch beruflich mehr eingespannt war, musste man nicht lange suchen. Andre Vooren, Spieler der Alten Herren und Trainer der F-Junioren, sagte sofort zu. Auch der Personalie kann Rommeswinkel nur gutes entnehmen: „Ich kenne Andre schon sehr lange. Er hat früher mit meinem Bruder zusammen gespielt. Und seine Vita spricht für sich.“ Vooren war als Spieler für RWO, Adler Oberhausen und BV Altenessen aktiv.

   Und so geht der VfB Kirchhellen ab der kommenden Saison mit zwei neuen Trainer in die Saison. Eilig hat man es nicht an der Löwenfeldstraße. „Es wird ein Weilchen dauern, bis sich alles gefunden hat. In der Vorbereitungsphase werden die A-Jugend, die Zweite und die Erste zusammen trainieren. Christian und Andre entscheiden dann in aller Ruhe, wer für in die Reserve kommt und wer in die erste Mannschaft. Da uns Christoph Zeidler, als Co-Trainer für die Erste erhalten bleibt, hat Christian Gabmaier einen an seiner Seite, der die Mannschaft kennt“, stellt Rommeswinkel klar.

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