"Mit Klassenerhalt Traineramt übergeben"

Es steht noch ein Spieltag aus und die Situation ist für SG Preußen Gladbeck III prekärer denn je. Aktuell steht das Team von Trainer 'Heiner' Wroblewski auf dem vorletzten Tabellenplatz, der am Ende der Abstieg bedeuten würde. Wroblewski betonte im Gespräch mit Auf'm Platz jedoch, dass im Schwarz-Gelben Zuversicht hinsichtlich des Klassenerhalts herrsche. Außerdem gab der SG-Coach bekannt, dass er sein Amt als Trainer unabhängig vom Saisonausgang niederlegen werde. 

Von David Wirsch

26 Punkte und Tabellenplatz 15 - so lautet die Bilanz der dritten Mannschaft von SG Preußen Gladbeck in der Kreisliga B und das einen Spieltag vor dem Saisonende. "So viel ich weiß steigen die letzten beiden definitiv ab", so SG-Coach 'Heiner' Wroblewski, was bedeuten würde, dass neben den Sportfreunden Bulmke als Tabellenletzter auch die Elf vom Jahnplatz nur ein Jahr nach dem Aufstieg wieder den Gang zurück in die Kreisliga C antreten müsse. Doch ein Bick auf die Tabelle verrät, dass der Klassenerhalt durchaus noch im Bereich des Möglichen ist.

Heinz-Jürgen Wroblewski.
Heinz-Jürgen Wroblewski.

Neben SG Preußen III kämpfen noch der FC Zrinski und die Sportfreunde Haverkamp um den Verbleib in der Kreisliga B. Beide Mannschaften haben einen Zähler mehr auf dem Konto. Es kommt also alles auf den letzten Spieltag an, bei dem die Preußen allerdings die schlechtesten Karten zu haben scheinen - oder eben auch nicht. Denn die Wroblewski-Elf empfängt an der heimischen Konrad-Adenauer-Alee den bereits seit längerem feststehenden Meister und Aufsteiger Arminia Ückendorf. "Vielleicht kniet sich Ückendorf sich dadurch nicht mehr so rein. Oder aber sie wollen alles daran setzen, die Saison ohne Niederlage abzuschließen", mutmaßt Wroblewski. Die Konkurrenz des FC Zrinski trifft auf die SpVgg. Erle II (11.) und die Sportfreunde treten gegen GW Heßler (8.) an. Demnach hätte die SG-Konkurrenten die vermeintlich leichteren Aufgaben vor der Brust.

    Wie auch in den Bottroper und Oberhausener Ligen spielen die Bezirksligisten das Zünglein an der Waage, wie der SG-Coach erklärt: "Wenn YEG Hassel absteigt, muss der Tabellen-14. in die Relegation. Das bedeutet, dass von den drei genannten Abstiegskandidaten sogar nur eine Mannschaft am Ende jubeln könne. Doch am Jahnplatz herrscht Zuversicht: "Die Hoffnung stirbt zuletzt. Am Dienstag waren 17 Spieler beim Training. Die Jungs wollen alles dafür geben, den Klassenerhalt doch noch zu schaffen", so Wroblewski, der den Grund für das aktuelle Bangen um den Verbleib in der Kreisliga B an der schlechten Hinrunde fest macht: "Hätten wir in der ersten Hälfte der Saison so gespielt und gepunktet, wie in der Rückrunde, hätten wir jetzt mindestens 36 Punkte auf dem Konto und wären gerettet." Doch er betont: "Das ist alles Rechnerei, die keinen Wert hat. Wir brauchen am Sonntag einen Sieg."

   Es kann am Sonntag sogar zu dem Kuriosum kommen, dass alle drei Konkurrenten punktgleich sind und eine Relegation um die Platzierungen spielen müssen, ehe es im Anschluss für den Tabellen-14. zu einer erneuten Relegation kommen kann.

Übernimmt zur neuen Saison das Traineramt bei SGP III: Michael Berger. Foto: SGP
Übernimmt zur neuen Saison das Traineramt bei SGP III: Michael Berger. Foto: SGP

    Unabhängig vom Ausgang am kommenden Sonntag steht jedoch bereits fest, dass es für 'Heiner' Wroblewski die letzte Saison als Trainer bei SG Preußen Gladbeck ist - und das seit geraumer Zeit, wie der scheidende Coach selbst verrät: "Es wurde bereits am Anfang der Saison ausgemacht, dass zur neuen Spielzeit Michael Berger (aktueller A-Jugendtrainer, d.Red.) die Mannschaft übernimmt." Wie es dazu gekommen sei, erklärt er gleich mit: "Wir saßen im Sommer zusammen und ich habe dem Vorstand gesagt, dass, wenn der Verein etwas Neues probieren wolle, ich nicht im Weg stehen würde." Dass der Abschied jedoch nicht ganz leicht fallen wird, weiß auch der SG-Coach selbst: "Ich hatte mit der Mannschaft eine Menge Spaß und viele Spieler haben bereits gesagt, dass sie traurig sind, dass ich aufhöre. Doch ich werde dem Verein nicht komplett den Rücken kehren. Wenn meine Hilfe gebracht wird, bin ich da. Ich werde mit der Mannschaft aber noch einmal einen schönen Abschlussabend haben."

 

Auf'm Platz bedankt sich bei Heinz-Jürgen Wroblewski für das Gespräch und die Zusammenarbeit und wünscht für das Spiel am Sonntag viel Erfolg sowie dem Trainer für die Zukunft alles Gute.

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Kommentare: 2
  • #1

    Klaus (Mittwoch, 05 Juni 2013 18:02)

    Im letzten Jahr nur durch die Unterstützung aus der 1. Mannschaft aufgestiegen, von daher wäre ein Abstieg keine Überraschung und nicht unverdient!

  • #2

    Tuddy (Mittwoch, 05 Juni 2013 23:16)

    Hast tolle Arbeit geleistet.Wünsche dir viel Glück in der Fussballlosen Zeit