„Niederlage ist mir egal“

Der SV Zweckel verlor schon fast wie erwartet mit einer B-Elf im Halbfinale des Kreispokals beim SC Hassel mit 0:4 (0:1). Damit verpassten es die Gladbecker zum dritten Mal hintereinander in den DFB-Pokal auf Verbandsebene, kurz Krombacher-Pokal, einzuziehen. Cheftrainer Günter Appelt machte am Mittwochabend seine Ankündigung wahr, dass man die Startelf nicht wiedererkennen würde und ließ sogar unter anderem sechs Spieler aus der Reserve und den eigenen Co-Trainer spielen.

Von Raphael Wiesweg

Kreispokal, Halbfinale

SC Hassel (Westfalenliga 2) - SV Zweckel (Westfalenliga 2) 4:0 (1:0)

Beide Teams kannten sich bereits aus dem Effeff, da man in derselben Westfalenliga-Staffel unterwegs ist. Erst vor knapp zehn Tagen trafen beide Vereine noch in der Meisterschaft aufeinander, als dort auch der SC Hassel mit 1:0 knapp die Oberhand behielt. Die beiden Aufsteiger SC Hassel und der SV Zweckel stehen in der Liga glänzend da und haben jeweils als Tabellenerster (SV Zweckel) und Tabellenvierter mit nur drei Punkten Rückstand zur Spitze (SC Hassel) zwei Spieltage vor Schluss den Aufstieg in greifbarer Nähe.

   Logisch, dass beide Cheftrainer im Vorfeld also bereits ankündigten, nicht die erste Elf spielen lassen zu wollen. „Der SC ist mit seinem Westfalenliga-Kader angetreten, während wir allein sechs Spieler aus der Reserve haben spielen lassen und unser Co-Trainer Marc Bahl hat sogar auch noch gespielt“, gab Zweckels Cheftrainer Günter Appelt nach dem Spiel zu Protokoll. Tatsächlich hatte Appelt niemanden von Anfang an aufgeboten, der auch am Sonntag in der Meisterschaft spielte. Daher nahm der Gladbecker Übungsleiter die Niederlage auch locker hin. „Die Niederlage ist mir egal, uns ist die Meisterschaft wichtig, wo wir die ganz große Sensation schaffen können“, spielte Appelt darauf an, dass man als Aufsteiger es aktuell selbst in der Hand hat, den direkten Durchmarsch in die Oberliga zu packen. „Mein Blick richtet sich schon wieder auf Sonntag, der wichtiger ist, als das Pokal-Spiel.“ Die B-Elf vom SVZ zog sich dabei noch achtbar aus der Affäre, auch wenn das Endergebnis natürlich deutlich ausfiel. „Ich kann der Mannschaft gar keinen Vorwurf machen, im Gegenteil. Die, die gespielt haben, haben alles gegeben“, zeigte sich Appelt trotz des Pokalaus‘ zufrieden. Beim SC Hassel avancierte Torjäger Miko Rogwoski zum absoluten Matchwinner. Der Stürmer schoss die Gladbecker mit seinen vier Treffern im Alleingang ab und sorgte dafür, dass das Team um Trainer Michael Schrank nun im Krombacher-Pokal auf attraktive Lose hoffen kann.

Tore: 1:0/2:0/3:0/4:0 Mike Rogowski (18./FE/76./82./83.)

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