Gespräche zur Zukunft diese Woche

Was geschieht mit den Seniorenmannschaften, ja gar mit dem Verein Adler Osterfeld nach dieser Saison? Finanzielle Probleme beim Hauptsponsor Heinrich Becker dürften dafür sorgen, dass zumindest Großteile der Bezirksliga-Mannschaft dem Klub den Rücken kehren werden, wie auch der Vorstandsvorsitzende Frank Neuwirth im Gespräch mit Auf'm Platz befürchtet. Dennoch besteht noch Hoffnung für die Fortsetzung mit zwei Seniorenteams, wie auch Neuwirth unterstreicht, der zum Ende dieser Woche sich zu Gesprächen mit dem Sponsor treffen will.

Von Raphael Wiesweg

 

"Zu dem Unternehmen Heinrich Becker werde ich mich nicht äußern. Das steht mir nicht zu und kenne keine Details, wie es um sie bestellt ist. Aber man liest natürlich auch die lokale Presse und daher wissen wir, dass nicht unbedingt alles auf Rosen gebettet ist", gibt Neuwirth völlig offen, ehrlich und in einem ruhigen Ton zu. Bislang ist Heinrich Becker der Hauptsponsor von Adler Osterfeld gewesen, dem Oberhausener Klub, der unter anderem zwei Seniorenmannschaften beschäftigt. Die Erstvertretung stieg letztes Jahr in die Bezirksliga ab, spielte in dieser Saison insgesamt eine gute Rolle, wobei es nie für den Aufstiegskampf und die damit sofortige Rückkehr in die Landesliga reichte. Zum Ende werden zudem noch manche Spieler an die Reserve abgegeben, damit diese in der Kreisliga A den Klassenerhalt packt, wonach es derzeit auch sehr gut aussieht. "Wenn die Reserve den Klassenerhalt packt, haben wir unsere Saisonziele erreicht und sind mit dieser Spielzeit auch gar nicht so unzufrieden", schildert Neuwirth die aktuelle sportliche Lage. 

 

Doch Neuwirth weiß auch, dass sich - völlig unabhängig vom Ausgang der Gespräche mit dem Sponsor Becker - im Sommer vieles ändern wird. "Zwei Spieler haben mit mir persönlich gesprochen und mitgeteilt, dass sie den Verein lassen werden, sonst niemand. Aber hinter vorgehaltener Hand hört man natürlich einiges, wer noch den Klub verlassen wird und ich selbst gehe auch davon aus, dass noch einige uns verlassen werden", gibt Neuwrith unumwunden zu. Zu viele Spieler haben das Potential, noch höher zu spielen, als in der Bezirksliga. "Unser Ziel ist es dennoch, auch in der nächsten Saison zwei Seniorenmannschaften zu stellen. Aber, und das muss man auch ganz deutlich sagen, macht es nur Sinn, wenn man für die Bezirksliga auch eine konkurrenzfähige Mannschaft zusammenbekommen würde, wobei ich mir auch das trotz bevorstehender Abgänge gut vorstellen kann. Allerdings treffe ich diese Entscheidungen ja auch nicht alleine, die müssen wir im Verein gemeinsam treffen." 

 

Die Mannschaft in der Kreisliga A wird wohl, so wie aussieht, größtenteils zusammenbleiben. Ob allerdings der Trainer der Erstvertretung, Achim Mawick, bleiben wird, ist fraglich, obwohl Mawick schon einige Jahre an der Siepenstraße arbeitet. Schon gegenüber Auf'm Platz offenbarte Mawick, dass nach der Saison alles möglich sei und man die Gespräche abwarten müsse. Auch Neuwirth gibt zu, dass man offen miteinander umgeht. "Ich hätte absolutes Verständnis dafür, wenn Achim sich anderweitig auch umschaut oder geht, wenn er andere gute Angebote bekommt. Das ist sein gutes Recht", so der Vorstandsvorsitzende weiter. Erste konkrete Pläne wird es wohl ab nächster Woche geben können, da Ende dieser Woche Neuwirth sich mit dem Vorstand des Sponsors treffen will. "Ich habe mir zwei Tage freigenommen, um auch extra solche Dinge nun anzugehen", so Neuwirth. Es warten spannende Wochen auf Adler Osterfeld.

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