5 Fragen an ... Mark Brühahn

Der gebürtige Duisburger ist seit knapp 13 Jahren beim Spielclub 20 tätig. Ob als Spieler oder wie beispielsweise ab dieser Saison als der starke Mann in vorderster Front, der Vorstandsvorsitzende des Bezirksligisten. Auch ihm ist es zu verdanken, dass der SC 20 eine so starke Mannschaft zusammen hat und um den Aufstieg in die Landesliga mitspielt. Brühahn spricht im Gespräch mit Auf’m Platz über Aussagen von seinem Trainer Thorsten Möllmann, die aktuelle Lage beim Klub und seine Wünsche.

5 Fragen an ...

Mark Brühahn, 1. Vorsitzender beim SC 20 Oberhausen

Zufällig traf Auf’m Platz den 1. Vorsitzenden vom SC 20 am Sonntagnachmittag beim Bezirksliga-Spiel zwischen VfR 08 Oberhausen und GW Holten. Bei einer Zigarette, bestem Sonnenschein und einem unterhaltsamen Spiel auf dem Grün ergab sich ein angenehmes Gespräch über satte 50 Minuten mit Mark Brühahn, der unweit von der Tiroler Straße wohnt.

Auf’m Platz: Mark, auch wenn gerade dein alter Stürmer Dennis Buchholz zum gefühlten 15. Mal, mal wieder eine 100-prozentige Torchance heute vergeben hat, schaust Du mit einem Lächeln ihm zu, oder?

Brühahn: „Absolut, Dennis ist ein super Stürmer, wir hätten ihn gerne behalten. Er war so lange beim Spielclub, aber unser Trainer konnte ihm vor der Saison keine Stammplatzgarantie geben, deswegen hat er gefragt, ob er wechseln dürfte. Er ist so ein super Junge, dass ich natürlich einverstanden war. Und auch, wenn er hier heute beste Gelegenheiten ausgelassen hat, würde ich ihn gerne im Sommer zurückholen. Fragen werde ich auf alle Fälle, aber ich glaube es wird schwierig, weil er sich hier beim VfR 08 wohlfühlt. Der Verein wird ja auch sehr gut geführt.“

Auf’m Platz: Apropos Trainer. Wie verfolgst Du eigentlich die letzten Monate, in denen viel über Thorsten Möllmann gesprochen wird, auch nicht unbedingt Positives?

Brühahn: „Erst einmal muss man sagen, dass er ein ausgezeichneter Trainer ist und egal, ob wir in der nächsten Saison Bezirksliga oder Landesliga spielen, ich sehr gerne mit ihm weitermachen würde. Thorsten findet gerade auch in den wichtigen Spielen immer die richtigen Worte und auch die richtige Taktik. Aber in den letzten Wochen stehen wir eher etwas auf Kriegsfuß zueinander und wir haben nicht unbedingt immer dieselbe Auffassung vom Spiel und dem Drumherum. Aber das gehört dazu, Meinungsverschiedenheiten bringen einen auch weiter. Ich bin allerdings der Meinung, dass er zu viel Druck auf die Mannschaft aufbaut, wenn er sagt, dass der Aufstieg nur über uns geht und er schon fünf Lastwagen für die Party bestellt hat. Man kann die Jungs auch anders motivieren. Klar will ich jetzt auch aufsteigen, nachdem wir so gut dastehen. Aber vor der Saison war Platz Eins bis Vier das Ziel, da wäre ein Nicht-Aufstieg auch kein Beinbruch gewesen. Da wir aber auch in einem schweren sozialen Umfeld leben und wir aber eigentlich unseren Ruf weiter verbessern wollen, kann ich es nicht immer gut heißen, was alles am Seitenrand gerufen wird.“

Auf’m Platz: Unabhängig von der Ligazugehörigkeit: Ihr habt in der Bezirksliga-Mannschaft einige Kicker, die ohne Probleme höher spielen könnten und es auch schon getan haben, wenn man nur an Ümit Ertural denkt, der schon in der 2. Liga gespielt hat. Könnt ihr alle Spieler halten, selbst wenn ihr in die Landesliga aufsteigt?

Brühahn: „Das werden wir dann sehen, ich hoffe es doch sehr. Keine Frage, es gibt einige Spieler, die ich jetzt aufzählen könnte, die viel höher spielen können. Ich werde jetzt langsam anfangen, die nächste Saison zu planen und dann natürlich als erstes mit Ümit sprechen. Er ist natürlich der Ausnahmespieler in diesem Team. Das Geld wird aber wie schon in dieser Saison nicht ausschlaggebend sein, denn wir sind was die Sponsoren angeht, nicht so auf Rosen gebettet, wie manch anderer Verein. Da müssen wir dann manchmal anders überzeugen. 

Auf’m Platz: Eure Konkurrenten hört man vor den Duellen oft sagen „Wenn der SC eine Schwäche hat, dann in der Defensive“. Würdest Du dem zustimmen? Ist das vielleicht auch der Grund für die bislang durchwachsene Rückrunde?

Brühahn: „Nein, würde ich nicht. Natürlich sind wir ganz besonders stark ab dem Mittelfeld nach vorne besetzt. Aber unsere Abwehrleute haben doch teilweise auch schon viel höher gespielt. Wenn unsere Konkurrenten das so sehen, sollen sie sich mal unsere Anzahl an Gegentoren aus der Hinrunde ansehen. Natürlich war die Rückrunde nicht so stark wie die Hinserie. Wir müssen halt aufpassen, nicht zu viel über Technik zu machen. Kondition und Kraft ist auch oftmals entscheidend. In vielen Ligen entscheiden die Spitzenteams gerade oft auch in der letzten halben Stunde die Spiele. So wie wir es bereits auch schon mehrfach getan haben. 

Auf’m Platz: Im Sommer bekommen laut Deiner Aussage drei weitere Vereine in Oberhausen einen Kunstrasenplatz. Ihr zählt aber nicht zu diesen Dreien.

Brühahn: „Das ist richtig. Wir haben dafür den besten Tennenplatz. Aber es stimmt schon, auch wenn wir mittelfristig mehr erreichen wollen, auch sportlich, muss der gesamte Verein besser aufgestellt werden und auch mehr Jugendmannschaften her. Vielleicht haben wir ja auch ganz großes Glück und bekommen dann 2014 bei der nächsten Vergabe einen Kunstrasenplatz. 

 

Wir bedanken uns bei Mark Brühahn für das Gespräch und wünschen ihm und dem SC 20 Oberhausen alles Gute für die Zukunft!

 

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