Stauder bleibt konsequent auf Erfolgskurs

Die Privatbrauerei Jacob Stauder blickt auf ein erfolgreiches Jahr 2012 zurück. Das gaben die beiden Geschäftsführer Dr. Thomas Stauder und Axel Stauder im Rahmen des Jahres-Pressegesprächs des Essener Familienunternehmens bekannt. So ist die Marke Stauder um 2,5 Prozent gewachsen, allein bei den Flaschenbieren (inkl. Fassbrause) verzeichnete Stauder einen Anstieg um 6 Prozent. Der deutsche Biermarkt ging im gleichen Zeitraum um 2,1 Prozent zurück. „Unser Wachstum gegen den Markttrend zeigt eindeutig, dass unsere Strategien greifen“, gaben die Cousins stolz zu Protokoll. „Gleichzeitig motiviert es uns enorm, die gute Markposition von Stauder weiter auszubauen.“

Thomas und Axel Stauder mit der Fassbrause.
Thomas und Axel Stauder mit der Fassbrause.

Großer Erfolgsfaktor war dabei die Stauder Fassbrause Zitrone. Die Markteinführung übertraf klar die Erwartungen, sodass Stauder hier bereits im September 2012 die Planzahlen für das komplette Jahr erreichte. Auch aus diesem Grund brachte das Familienunternehmen Anfang Januar mit der Fassbrause Apfel-Rhabarber ein zweites Produkt aus dem Bereich der alkoholfreien Erfrischungsgetränke heraus. „Der Start lief in den ersten drei Monaten sogar noch besser als bei der Fassbrause Zitrone. Und das keineswegs zu Lasten des Vorgängers“, freute sich Axel Stauder.

 

Kernprodukt von Stauder bleibt gleichwohl das Pils, das ebenfalls einen Anstieg um 0,2 Prozent verzeichnete. Das ist umso bemerkenswerter, da der Bierkonsum in Deutschland nach wie vor rückläufig ist. „Mit unseren Marketing-Aktivitäten haben wir erfolgreich unsere wichtigsten Werte übermittelt, nämlich Qualität und unsere Verwurzelung als Familienunternehmen in die Region“, betonte Dr. Thomas Stauder. „Deswegen ist es eine fast schon logische Entscheidung, den Bereich Werbung und Marketing noch weiter auszubauen.“

So soll allein die Plakatwerbung in diesem Jahr mehr als verdoppelt werden, „Hauptdarsteller“ bleiben die Herren Stauder auf dem mittlerweile kultverdächtigen grünen Sofa. Hinzu kommen zahlreiche weitere Aktionen wie die „Stauder Sofa-Tour“ oder „Stauder am Zapfhahn“, wo sich die beiden Brauerei-Chefs persönlich in Kneipen an den Zapfhahn stellen. „Für uns ist der enge Draht zu unseren Kunden ein wichtiger Bestandteil unseres Konzepts“, erklärte Dr. Thomas Stauder. „Wir sind eine Brauerei zum Anfassen. Das unterscheidet uns klar von den Konzernbieren.“

 

Gefördert wird die Fortsetzung der Stauder-Offensive auch durch die Unternehmensanleihe, die im November mit einem Emissionserlös von 10 Millionen Euro erfolgreich an der Börse Frankfurt begeben wurde. „Unser wichtigster Grund für diesen Schritt waren Investitionen in den Bereichen Marketing, Logistik und Technologie. Daneben werden auch die bisherigen Bankverbindlichkeiten damit abgelöst“, berichtete Dr. Thomas Stauder. Einziger „Wermutstropfen“ waren die anfallenden Kosten im Zusammenhang der Emission, die Stauder komplett im vergangenen Jahr verarbeitet hat. „Dadurch haben wir 2012 trotz eines positiven operativen Ergebnisses unter dem Strich mit einem Minus beendet. Aber das war eine bewusste Entscheidung. Wir haben in eine erfolgreiche Zukunft investiert, von der wir mehr denn je überzeugt sind“, so die beiden Brauereichefs.