Sascha Reimann kein Trainer mehr

Was sich Anfang der Woche angedeutet hatte, wurde nun bestätigt: Sascha Reimann ist nicht mehr länger Trainer von Wacker Gladbecks Zweitvertretung. "Wir haben uns einvernehmlich getrennt", so Alexander Jagielski heute zu Auf'm Platz. Die Mannschaft wurde am Dienstagabend über die Entscheidung informiert, am Mittwochabend standen schon die Nachfolger Reimanns auf dem Trainigsplatz. Der geschasste Trainer nahm es laut des sportlichen Leiters sportlich und zeigte Verständnis für die Entscheidung. 

Am Ende war die sportliche Situation ausschlaggebend. Der B-Ligist ist in akuter Abstiegsgefahr und steht auf dem vorletzten Tabellenplatz. Bis zum Tabellenletzten, Adler Ellinghorst II, ist es nur ein mageres Pünktchen - keine gute Bilanz für Reimann, der seit letzten Sommer in seinem ersten Seniorenjahr als Trainer tätig war. Vorher hatte er die A-Jugend von Wacker trainiert. 

   Alleine in der Rückrunde setzte es für die Reimann-Elf in fünf Spielen vier Niederlagen. Jagielski nahm den Ex-Trainer allerdings auch ein bisschen in Schutz. "Wenn du unten stehst, läuft einfach nicht viel für dich. Am letzten Sonntag läuft noch die erste Minute, als erst unsere Chance noch auf der Linie geklärt wird und im direkten Gegenzug fangen wir uns das 0:1", so der sportliche Leiter, der glaubt, dass die direkten Konkurrenten um DJK Alemannia, Adler Ellinghorst II und VfL Resse aber sicherlich auch noch patzen werden. Andererseits mahnt Jagielski auch: "Wir spielen noch gegen die Topmannschaften von ganz oben. Das wird natürlich nicht einfach, aber wir wollten jetzt noch einmal ein Zeichen setzen und alles probieren, um die Klasse noch zu halten." Jagielski wies alle Spekulationen zurück, dass Reimann schon mit den Gedanken bei seinem neuen Verein SuS Schwarz-Blau Gladbeck wäre, zu dem Reimann im Sommer wechseln wird. "Da gab es gar keine Probleme mit. Sascha wird auch Spieler der Alt Herren bleiben und hat sich auch als Spieler der Zweitvertretung jetzt weiter angeboten. Er will ja selbst nicht, dass die Mannschaft absteigt."

   Reimanns Nachfolger stehen auch schon fest. Sebastian Schwarz und Ümit Uluc, die ab Sommer Reimann ablösen sollten, begannen mit ihrer Arbeit bereits am Mittwochabend mit der ersten Trainingseinheit. "Es waren auch 15 Spieler da, das sah ordentlich aus. Es fehlen nur noch sieben", so Jagielski, der optimistisch klang, das Ziel Klassenerhalt noch zu packen. Dafür bedarf es aber einer deutlichen Leistungssteigerung. Vier Siege bei 16 Niederlagen in 20 Spielen sprechen eine deutliche Sprache. Und wie viele schlussendlich absteigen, steht auch noch in den Sternen. Es gibt für das neue Trainer-Duo wesentlich angenehmere Startaufgaben.

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