5 Fragen an ... Patrick Ratzke

In der Winterpause verstärkte sich der B-Ligist DJK Alemannia Gladbeck mit einer Vielzahl an Neuzugängen. Darunter Patrick Ratzke. Der 23-jährige Journalismus-Student wechselte vom PSV Bork aus dem Kreis Lüdinghausen an den Krusenkamp und sprach mit uns über seinen Wechsel, die Unterschiede der beiden Fußballkreise und dem Abstiegskampf der Alemannen. Darüber hinaus verrät uns der Marketingchef der Medienagentur tnrmedia und Ex-Mitarbeiter des Fernsehsenders Sport 1, wie seine sportliche Zukunft aussehen könnte.

5 Fragen an ...

Patrick Ratzke, Spieler bei der DJK Alemannia Gladbeck

Auf'm Platz:Du bist seit der Winterpause ein Neuling in unserem Kreis und hast dich entschlossen deine Schuhe für die stark abstiegsbedrohte Alemannia aus Gladbeck zu schnüren. Wie kam es dazu?

Ratzke: „Ursprünglich komme ich aus dem Kreis Lüdinghausen und habe dort für den A-Ligisten PSV Bork gespielt. Aufgrund meines Studiums an der Westfälischen Hochschule, wohne ich bereits seit zweieinhalb Jahren in Gelsenkirchen-Buer und durch einen Kommilitonen bestand auch der Kontakt zu Gladbeck. Ich war vor einiger Zeit sogar schon beim Training von SG Preußen Gladbeck. Der Wechsel zur Winterpause kam relativ spontan zu Stande. Seit geraumer ist der Trainer der Alemannia, Arkadius Piekorz, ein Freund von mir und er bat mich der Mannschaft beim Ziel Nichtabstieg zu helfen. Zudem konnte ich auch noch Kommilitonen überzeugen das Projekt am Krusenkamp mitanzugehen.“

 

Auf'm Platz:Nach der Hinrunde mit nur einem Punkt auf dem letzten Tabellenplatz fast aussichtslos positioniert, scheint es jetzt bergauf zu gehen. In drei Spielen konnte deine Mannschaft zwei Siege einfahren und einen davon sogar gegen den bis dato ungeschlagenen Spitzenreiter Viktoria Resse II. Wie viel Qualität/Potential steckt in der Truppe beziehungsweise bringst du mit?

Ratzke: „Interessante Frage. Prinzipiell sind meine Qualitäten in Bezug auf die Mannschaft zunächst zweitrangig. Wichtig ist, dass wir als Team funktionieren. Während der Vorbereitungsspiele haben wir versucht an den wichtigen Stellschrauben für den Abstiegskampf zu drehen, den quasi Neuanfang zu beschleunigen und die vielen neuen Spieler zu integrieren. Jetzt ernten wir zumindest im Ansatz die Früchte. Daran müssen wir jetzt anknüpfen und weiter nach vorne schauen. Mit Spielern wie Christopher Lind, Matthias Schwark, Arkadius Piekorz und meiner Wenigkeit haben wir Spieler in unseren Reihen, die zumindest schon Bezirksligaluft geschnuppert haben. Die Erfahrungen und Qualitäten dieser Spieler sind in unserer momentanen Situation ganz klar von Vorteil.“

Patrick Ratzke ist beruflich viel in Europa unterwegs. Foto: Privat
Patrick Ratzke ist beruflich viel in Europa unterwegs. Foto: Privat

Auf'm Platz: Wie bereits erwähnt, kommst du aus dem Kreis Lüdinghausen. Welche Unterschiede siehst du im Vergleich zum Gladbecker Fußball?

Ratzke: „Am auffälligsten sind die kürzeren Strecken zu Auswärtsspielen. In meinem ehemaligen Kreis sind wir gut und gerne 45 Minuten für ein Kreisligaspiel unterwegs gewesen. Bei der Hallenstadtmeisterschaft im Januar ist mir deutlich geworden, wie stark der Konkurrenzkampf zwischen den Gladbecker Mannschaften ist. Im Kreis Lüdinghausen gibt es pro Stadt meist nur zwei Vereine und dadurch ist der Derbycharakter hier in Gladbeck viel ausgeprägter und emotionaler. Verwunderlich finde ich allerdings, dass in Gladbeck häufig gegeneinander anstatt miteinander gearbeitet wird. Des Weiteren sind die vielen Ascheplätze für mich ungewöhnlich, denn zuvor habe ich zu 90 Prozent auf Rasen- oder Kunstrasenplätzen gespielt. Arkadius Piekorz überzeugte mich allerdings mit den Worten: Der Platz am Krusenkamp ist wie ein Kunstrasenplatz nur mit Asche.“

Auf'm Platz: „Auf’m Platz titelte nach dem letzten Spiel „DJK Alemannia setzt dickes Ausrufezeichen.“ Was ist von der Alemannia in dieser Saison noch zu erwarten?“

Ratzke: „So dick war das Ausrufezeichen gar nicht. Vom ungeschlagenen Tabellenführer habe ich deutlich mehr erwartet. Der Gegner kam uns von seiner Spielanlage sehr entgegen und hätte sich nicht beschweren dürfen wenn das Ergebnis deutlich höher ausfällt. Unser Ziel ist jedoch natürlich der Klassenerhalt. Wir dürfen nicht überdrehen und müssen gucken, dass wir auch gegen die kampfstarken Mannschaften der Liga bestehen. Dann bin ich ziemlich zuversichtlich, dass wir in der Tabelle noch zwei, drei Plätze nach oben klettern können. Die Mannschaft ist stark genug, doch schon am Sonntag beim FC Gladbeck II wird sich zeigen, was der Sieg gegen den Tabellenführer wert ist.“

 

Auf'm Platz: Abschließend eine Frage zu deiner sportlichen Zukunft. Wohin zieht es dich, falls die Alemannia doch den Gang in die Kreisliga C antreten muss?

Ratzke: „Obwohl ich nicht davon ausgehe, ist das für mich eher sekundär. Die Absprache mit meinem alten Verein beinhaltet, dass ich nach dem Saisonende zurück zum PSV Bork wechsele. Jedoch spielen dabei noch andere Faktoren eine Rolle. Beruflich bin ich in fast ganz Europa unterwegs und weiß daher nicht, wo es mich nach Beendigung meines Studiums im Sommer hin verschlägt. Sollte meine Zukunft im Umkreis von Gladbeck liegen, könnte ich mir sicher vorstellen, dass ich noch weitere Jahre am Krusenkamp verbringe. Jedoch sicherlich mit dem Ziel mittelfristig in der Kreisliga A zu spielen. Das Umfeld stimmt und die Weichen für eine erfolgreiche Zukunft sind gestellt.“

 

Wir danken Patrick Ratzke für das Gesprüch und wünschen ihm alles Gute für seine Zukunft und viel Erfolg bei der Umsetzung seiner Ziele.

 

Hier geht's zur Übersicht von "5 Fragen an..."!


Kommentar schreiben

Kommentare: 1
  • #1

    kappe drehen (Samstag, 23 März 2013 11:43)

    und zur Maschine werden.