TV und ordentlich Pfeffer am Pfälzer Graben

Man kann es drehen und wenden, wie man will: Dieser Sonntag steht ganz im Zeichen der Spitzenspiele der Bezirksliga und Kreisliga A. Sowohl der Pfälzer Graben in Oberhausen als auch die Rheinbabenstraße in Bottrop erwarten ein volles Haus, wenn es um ganz wichtige Spiele für den Aufstieg geht. Derweil hat der VfB Bottrop aufgrund der vielen Spielausfälle fast den Papp auf und will in der Landesliga endlich wieder aufs Feld. Ganz egal auf welchem Untergrund. Die Arminia aus Klosterhardt kann da schon gelassener den Sonntag auf sich zukommen lassen. Dennoch wäre alles andere als ein Heimsieg eine Überraschung.

Landesliga

VfB Bottrop (7.) -  Sprf. Niederwenigern (5.)

Der Rasen im Jahnstadion ist bereits gesperrt und ob auf Asche gespielt werden kann, wollen die Verantwortlichen erst am Sonntag entscheiden. "Das Spiel soll nur ausfallen, wenn es hundertprozentig nicht gehen würde", weiß VfB-Coach Mevlüt Ata.

Das Jahnstadion Bottrop: Der Rasenplatz ist gesperrt und ob auf Asche gespielt werden kann, ist fraglich. Bildquelle: www.leichtathletik-bottrop.de
Das Jahnstadion Bottrop: Der Rasenplatz ist gesperrt und ob auf Asche gespielt werden kann, ist fraglich. Bildquelle: www.leichtathletik-bottrop.de

    Keine optimalen Voraussetzungen beim Landesligisten - auch für den Gast aus Hattingen. "Wenn wir auf Asche spielen müssen, ist es für beide Mannschaften eher schlecht. Aber ich habe keine Lust mehr zu warten. Das ständige Warten und die vielen Laufeinheiten schlagen auf das Gemüt und wir wollen wieder mit dem Knicker arbeiten, denn wir sind ja kein Leichtathletikverein", hofft Ata, dass es schon am Sonntag wieder weitergeht. "Wir brauchen noch so zwei bis drei Spiele, um wieder in die Spur zu kommen. Wir haben am vergangenen Dienstag im Testspiel gesehen, dass uns die Spielpraxis einfach noch fehlt. Wir wollen spielen", so der Coach weiter, der bereits vor einigen Tagen beim VfB seine Zusage für die kommende Saison gegeben hat.

    Im Hinspiel konnten die Bottroper den Gegner klassisch auskontern und so deutlich in Niederwenigern gewinnen. Doch das muss der VfB erstmal wiederholen können, denn selbst Ata schätzt den Gast sehr stark ein und sieht keinen Grund, den Tabellennachbarn deswegen zu unterschätzen. Nico Albert laboriert noch an einer Erkältung und sein Einsatz ist fraglich. Daniel Späth absolvierte bisher nur Laufeinheiten und wird auf der Bank sitzen. Ansonsten kann Mevlüt Ata nahezu aus den Vollen schöpfen.

    "Meine Mission ist beim VfB noch nicht erfüllt. Ich will mit dem Verein noch einiges erreichen", so der Trainer zu seiner Vertragsverlängerung beim Landesligisten mit der Hoffnung, dass er auch seine Mission am kommenden Sonntag auch wieder spielerisch fortsetzen kann.

Anstoß: 15 Uhr 


Arm. Klosterhardt (3.) – SSV Sudberg (11.)

"Das Pokalspiel gegen BWO hat gezeigt, dass wir noch nicht konstant genug und an unsere Grenzen gestoßen sind", so Arminen-Trainer Michael Lorenz im Vorfeld des Heimspiels gegen den Tabellenersten. Doch der Sieg hat den Oberhausenern auch das Selbstvertrauen gegeben, das man braucht, wenn man vom Platz an der Sonne nur sechs Tore entfernt ist. Doch auf diesen Platz schaut die Arminia nicht. Im Vordergrund steht die Weiterentwicklung der jungen Mannschaft und der Infrastruktur des Vereins.

   Nichtsdestotrotz steht Klosterhardt auf einem starken dritten Tabellenplatz, den man nach den 90 Minuten auch weiter inne haben will. Gegen Sudberg wollen die Hausherren ihre starke Heimbilanz von sechs Siegen und zwei Unentschieden weiter ausbauen und weiterhin eine von drei Teams in der Gruppe sein, die zu Hause noch keine Niederlage kassiert haben.

   Neben den üblichen Rekonvaleszenten muss Michael Lorenz um den Einsatz von Simon Hohenberg und Marco Schattauer bangen.

Anstoß: 15 Uhr


Die weiteren Partien in dieser Liga:

FC Remscheid (14.) - SC Velbert (4.) Abgesagt

TSV Ronsdorf (8.) - SuS Haarzopf (16.)

ESC Rellinghausen (6.) - ASV Wuppertal (13.)

Vogelheimer SV (12.) - SV Burgaltendorf  (9.)

Vohwinkel Wuppertal (15.) - Spvg Schonnebeck (1.)

Tuspo Richrath (10.) - RW Essen II (2.)

Bezirksliga - Gruppe 4

Phönix Essen (12.) – Sterkrade-Nord (3.)

Obwohl die Nordler am vergangenen Wochenende spielfrei hatten, war das Team von Trainer Lars Mühlbauer so etwas wie der heimliche Gewinner des Spieltages. Denn sowohl der Tabellenerste SC 20 Oberhausen als auch der Zweitplatzierte TuS Essen-West kamen in der Vorwoche nicht über Unentschieden hinaus. Zwar liegen die Nordler aktuell fünf Punkte hinter dem Tabellenführer und einen Zähler hinter Rang Zwei, doch die Mühlbauer-Elf hat noch ein Spiel mehr zu absolvieren als die Konkurrenz.

   Auch unter der Woche lief es nach Plan für Sterkrade-Nord: Im Pokalspiel gegen GW Holten gelang ein müheloser 9:0-Kantersieg. „Holten hat glaube ich nicht ein einziges Mal auf das Tor geschossen. Wir haben richtig Vollgas gegeben und ich will der Mannschaft ein Riesenkompliment aussprechen.“ Mühlbauer gab zu, dass Holten nicht die Stärke des eigenen Teams hätte. „Aber dennoch muss man erst einmal so gut spielen“, so Mühlbauer weiter.

   Mit einer gehörigen Portion Selbstvertrauen und der Aussicht, dass der Rückstand auf Rang Eins auf zwei Punkte zusammenschrumpfen kann, reisen die Nordler am Sonntag zum Tabellenzwölften SC Phönix Essen, der zwar in der Vorwoche eine Niederlage einstecken musste, aber in den beiden Spielen zuvor sechs Punkte sammelte.

   Im Hinspiel konnte sich das Sterkrade-Team deutlich mit 4:1 durchsetzen und auch am kommenden Sonntag kann die Mühlbauer-Truppe wieder der Gewinner des Spieltages werden (vorausgesetzt man fährt in Essen einen Sieg ein). Denn der Ligaprimus SC 20 muss im Lokalduell bei den SF Königshardt, die auf Rang Vier liegen, antreten, und TuS Essen-West reist zwar zum Tabellenschlusslicht TuS Essen-Holtsterhausen. Doch eben dieser hat in der Winterpause mächtig aufgerüstet und konnte bereits in der Vorwoche dem Tabellenführer SC 20 einen Zähler abknöpfen. Es scheint alles vorbereitet, für einen weiteren Spieltag mit Sterkrade-Nord als "Gewinner".
Anstoß: 11 Uhr


Arm. Klosterhardt II (9.) – TSV Safakspor (16.)

Für Safakspors Carsten Kemnitz rückt das Derby am Sonntag in den Hintergrund. Denn unter der Woche verstarb sein ehemaliger Trainer Toni Puszamszies, dessen Tod in Fußball-Oberhausen für großes Entsetzen gesorgt hat. „Da wird ein Fußballspiel für mich zur Nebensache. Es war zwar eine Erleichterung für ihn, dennoch macht es mich sehr trauig“, so Kemnitz vor dem Spiel bei der Reserve von Arminia Klosterhardt. Trotzdem wollen die Gäste versuchen, das Auswärtsspiel vernünftig zu gestalten. „Wir fahren dahin, um da etwas mitzunehmen. Auch wenn viele denken, dass es doch eh nicht gelingen wird. Wir haben aber letzte Woche beispielsweise auch ein gutes Spiel gegen Königshardt abgeliefert und hätten auch da schon einen Punkt verdient gehabt. Daher wollen wir gegen die Arminia auch gut aussehen.“

Andreas Arold.
Andreas Arold.

   Die Arminia hingegen muss am Sonntag mit einer ungewohnten Rolle umgehen. Denn nach einem miserablen Saisonstart, bei dem man nach den ersten sieben Spielen noch keinen einzigen Dreier auf der Habenseite hatte, hat man mittlerweile eine beachtliche Saison hingelegt und geht als Favorit in das Derby. „Meistens sind wir eigentlich immer eher der Underdog, daher glaube ich, dass es ein schweres Spiel für uns wird“, befürchtet der sportliche Leiter Andreas Arold. Der baut aber insbesondere auf das Hinspiel. „Wir sind in der Bringschuld und müssen Wiedergutmachung betreiben. Doch ich bin gespannt, wie wir uns präsentieren. Denn es wird vom Kopf her sehr schwierig, glaube ich. Wir haben letzte Woche in Frintrop unerwartet gewonnen, nun heißt es nachlegen gegen ein vermeintlich schwächeres Team. Doch ich weiß es auch aus eigener Erfahrung: Kommen südländische Teams einmal ins Rollen, wird es schwierig. Deswegen müssen wir von Anfang an dagegen halten. Wir wollen die drei Punkte von letzter Woche vergolden“, so Arold. Der warnt davor, den Gegner auf die leichte Schulter zu nehmen. „Es wäre fatal vorher sich schon darüber lustig zu machen, wie hoch wir gewinnen. Wir sollten großen Respekt vor dem TSV haben. So viel besser sind wir nämlich auch nicht. Außerdem ist es für Safakspor schon fast die letzte Chance, noch einmal etwas für den Klassenerhalt zu tun.“ Zu viele Sorgen will sich der sportliche Leiter aber auch nicht machen. „Die Mannschaft hat einen sehr guten Charakter und sie weiß auch, dass wir mit einem Sieg einen großen Sprung in der Tabelle machen können. Die Konkurrenten spielen teilweise gegeneinander, da können wir einen großen Schritt Richtung Klassenerhalt machen.“

   Arold selbst muss jetzt wieder ins zweite Glied zurückrücken. Letzte Woche hatte er noch Cheftrainer Christian Dahlbeck an der Seitenlinie vertreten. Dahlbeck verpasste somit nach 15 Jahren zum allerersten Mal ein Meisterschaftsspiel. Ein Novum im Amateurfußball. Neben Dahlbeck gibt es auch noch weitere Veränderungen. „Leider müssen wir Jura Adolf an die erste Mannschaft zurückgeben. Er hat sich bei uns einfach zu sehr für die Landesliga beworben“, scherzt Arold über den Stammspieler der Landesligaelf.

   Man spürt die neue Gelassen- und Zufriedenheit bei den Arminen, die alle Mann an Bord haben. Bei den Gäste steht hinter Selcuk Dede ebenso ein Fragezeichen, wie hinter Kapitän Hamit.

Anstoß: 15 Uhr

 

Sterkrade 06/07 (13.) – Tgd Essen West (14.)

Am kommenden Sonntag kommt es an der Dorstener Straße zu einem Nachbarschaftsduell, wenn man sich die aktuelle Tabelle der Bezirksliga Gruppe 4 vor Augen hält. Sterkrade 06/07 empfängt als Tabellen-13. den -14. Tgd Essen West. Es steht somit für beide Mannschaften eine richtungsweisende Partie an, da die Essener aktuell den ersten Abstiegsplatz belegen und die Truppe von Dirk Rovers mit zwei Zählern mehr als der kommende Gast knapp über dem Strich liegt.

    Unter der Woche unterlagen die Sterkrader im Pokalspiel den Sportfreunden Königshardt mit 0:2. „Wir haben das Spiel hier gerne mitgenommen, aber es bestand von vorneherein kein Zweifel daran, dass unsere Priorität ganz klar auf der Meisterschaft liegt“, gab Trainer Dirk Rovers nach Spielende zu Protokoll.

   Sowohl Sterkrade 06/07 als auch Tgd Essen West konnten am vergangenen Spieltag dreifach punkten: Die Rovers-Elf fuhr bei Adler Osterfeld einen 3:2-Auswärtssieg ein und die Essener gewannen ihr Heimspiel gegen den SV Union Frintrop mit dem gleichen Ergebnis. Beide Mannschaften konnten also Selbstvertrauen tanken und treffen nun in diesem wichtigen und richtungsweisenden Spiel aufeinander. Sollten die Hausherren als Verlierer aus dieser Partie hervorgehen, würden die Essener an den 06/07ern vorbeiziehen und einen Nichtabstiegsplatz einnehmen, während das Team von Dirk Rovers dann unter den Strich fallen würde.

   Im Hinspiel gelang Sterkrader ein knapper 1:0-Erfolg in Essen, das am Sonntag sicherlich auf Revanche aus sein wird.

Anstoß: 15 Uhr


SF Königshardt (4.) – SC 20 Oberhausen (1.)

Der absolute Knaller an diesem Wochenende. Diese Partie ist mitentscheidend für das Aufstiegsrennen für die Landesliga. Da lässt sich sogar der WDR nicht lumpen und schaut am Pfälzer Graben am Sonntag vorbei - allerdings weniger wegen des Spiels, sondern vielmehr wegen des Gäste-Trainers. „Ich wurde Donnerstagabend angerufen und kontaktiert. Für eine Serie über positiv bekloppte Trainer will der WDR auch über mich berichten“, gibt Thorsten Möllmann zu Protokoll. Der Trainer vom Spitzenreiter Spielclub 20 Oberhausen gibt zu, „dass ich 90 Minuten lang an der Linie bekloppt bin. Danach bin ich aber ein ganz normaler, ruhiger Mensch.“

Robert Reichert.
Robert Reichert.

   Es sind solche Aussagen, die wieder viele Kritiker, Neider und Bewunderer auf den Plan rufen werden. Es sind solche Aussagen, die laut Möllmann andere dazu bringen, „ihren Senf dazu geben zu müssen, ohne vorher mit mir gesprochen zu haben“, spielt der Spielclub-Trainer auf eine besondere Situation an. Weil die sportliche Brisanz in dieser Partie nicht schon ausreicht, tun die Cheftrainer in dieser Auseinandersetzung ihr Übriges dazu. Obwohl Robert Reichert schon im Voraus den Wind aus den Segeln nehmen will. „Thorsten meint, ich würde Giftpfeile in Richtung SC 20 schießen, dabei stimmt das doch gar nicht“, erklärt der Cheftrainer der Sportfreunde Königshardt in einem ruhigen Ton. „Ich habe nur meine Meinung zu seinen Äußerungen gesagt und das werde ich doch noch dürfen, oder nicht?“, fragt Reichert rhetorisch. Der Meinungsverschiedenheit dieser beiden Männer gingen Aussagen Möllmanns gegenüber RevierSport aus, in denen Möllmann von der geplanten Aufstiegsfeier samt fünf LKWs - die für mindestens zwei Stunden auch in Sterkrade-Nord und in Essen-West halten werden - und einem Denkmal für sich selbst sprach.

   RevierSport zitierte Reichert, der es „leicht amüsiert und verwundert“ aufgefasst hat. Solche Aussagen findet Reichert „etwas eigenartig. Ich kann die Aussagen nicht nachvollziehen, da er das nach einem 2:2 geäußert hat. Ein anderer Zeitpunkt wäre dafür besser gewesen. Aber so ist er halt", heißt es in der Online-Ausgabe von RevierSport. Da heißt es auch weiter: „Möllmann wird bis zuletzt an den Aufstieg glauben – aber er setzt durch solche Aussagen sein Team enorm unter Durck." Doch nicht nur seinem Team macht Möllmann es durch solche Aussagen schwerer, meint Reichert: "Er provoziert damit auch andere Teams." Die Gegner", so glaubt der Königshardter Coach, "wollen nun erst recht dort gewinnen." 

Thorsten Möllmann.
Thorsten Möllmann.

   Möllmann hält davon nicht viel. „Wir werden Sonntag ja sehen, wie Königshardt nach den 90 Minuten drauf ist. Er sollte erst einmal den Mund halten und mich erst einmal fragen, wie das Gespräch abgelaufen ist und wie diese Aussagen zustande gekommen sind und sich nicht in Belange anderer einmischen. Ich sage auch nichts zu Königshardt, oder soll ich jetzt sagen, dass es keinen schlechteren Zeitpunkt gab, um einen Trainerwechsel zur neuen Saison zu verkünden? Königshardt ist wieder im Aufschwung und dann kommen die Verantwortlichen auf so eine Idee. Hut ab.“ Die Sportfreunde Königshardt hatten vor knapp zwei Wochen bekanntgegeben, dass zur neuen Saison Robert Reichert von Dirk Wißel abgelöst wird.

   Möllmann weiß, dass er sein Team nicht mehr motivieren braucht. „Die kennen doch den Partyplan von dem bekloppten Trainer. Solch eine Feier wird es lange nicht mehr geben und hat es noch nie gegeben“, so Möllmann weiter, der nicht darauf stolz ist, dass der WDR seinetwegen kommt. Möllmann ist auf andere Dinge stolz. „Sechs Spieler aus der ehemaligen B-Jugend sind Stammspieler. Mein Sohn ist der beste „Sechser“ der Liga und das sage ich nicht, weil er mein Sohn ist. Zudem lebt unser Verein in einem sozialen Brennpunkt und hatte mal einen noch viel schlechteren Ruf. Wir standen ganz dick in der Kreide und haben aber jetzt gar keine Schulden mehr. Ümit Ertural hat vorher in der 2. Liga Verteidiger gespielt und schießt jetzt bei mir als offensiver Mittelfeldspieler 20 Tore. Auf solche Dinge bin ich stolz.“ Möllmann schiebt hinterher: „Wir haben nicht solche Möglichkeiten wie unsere Konkurrenz, wo ein Philip Hollweg allein für seinen Wechsel im Winter zu Essen-West 81 5.000 Euro bekommen soll. So teuer ist unsere komplette Mannschaft. Bei uns gibt es eine Trainingsprämie über 4 Euro. Und wir stehen trotzdem ganz oben.“

Ümit Ertural.
Ümit Ertural.

   Das Sportliche gerät bei all der Brisanz, die um das Spiel herrscht, fast in den Hintergrund. Dabei kann es kaum noch spannender zugehen. Gewinnen die Gastgeber nämlich ihr Spiel, verliert der Spielclub 20 nicht nur sein erstes Saisonspiel. Die Sportfreunde sind dann auch wieder dick im Geschäft um die Mission Landesliga. Genau das ist auch der Plan von Reichert und Co. „Mit einem Heimsieg können wir es oben wieder richtig spannend machen und ich bin mir sicher, dass uns viele Klubs die Daumen drücken, dass es uns gelingt, den SC 20 zu schlagen.“ Doch Reichert warnt, obwohl die sportlichen Voraussetzungen den Gastgeber aktuell etwas vorne sehen. Denn Königshardt hat zuletzt am 7. Oktober 2012 (!) verloren - wohlbemerkt in allen Pflichtspielen, Pokalspiele mit einberechnet. In 2013 gewann man bisher alles, während der SC eher durchwachsen gestartet ist. „Es wird sich zeigen, ob der SC momentan tatsächlich schwächelt. Ich glaube es nicht, sie sind auch weiterhin gut drauf und sie haben die letzten Spiele auch gegen keine schlechten Teams spielen müssen.“ Wohl wahr, denn der Spielclub tritt am Sonntag zum dritten Auswärtsspiel hintereinander an. Möllmann hatte vor Wochen vorgerechnet, dass er aus diesen drei Spielen sieben Punkte holen will. Vier sind es bisher. „Also wollen wir jetzt in Königshardt gewinnen“, stellt Möllmann unmissverständlich klar. Bei den Sportfreunden sind alle Mann an Bord, während Möllmann wohl auf den einen oder anderen Spieler vielleicht verzichten muss. „Ricardo Lenz wird wohl noch drei bis vier Wochen fehlen, mein Sohn hat bereits letzte Woche mit einem angebrochenen Zeh gespielt und Oliver Nötzel hat Mitte der Woche eine Schraube in seinen gebrochenen Arm eingesetzt bekommen. Da muss man abwarten, wie es ihm geht.“ Besonders der Ausfall von Lenz schmerzt dem Gäste-Trainer. „Ohne ihn haben wir fünfmal Unentschieden gespielt, wovon wir mit ihm sicherlich dreimal mindestens gewonnen hätten. Ricardo fehlt uns definitiv hinten drin und ich habe gesagt, dass wenn einer von drei meiner wichtigsten Spieler ausfallen, es für uns schwierig wird. Ricardo ist so einer.“

Kai-Oliver Romboy.
Kai-Oliver Romboy.

   Doch dafür kann Möllmann mit einer anderen Überraschung aufwarten. Denn Mirko Brands trainiert seit letzte Woche wieder mit und wird wohl gegen Königshardt in der Startelf stehen. „Über seine Qualitäten brauchen wir nicht sprechen“, deutet Möllmann an, dass er natürlich eine absolute Verstärkung sein wird. „Mirko wird noch in der Rückrunde Tore schießen, die kein anderer so schießen kann.“ Brands hatte noch vor Ende der Hinrunde im letzten Jahr dem Verein aufgrund mangelnder Spielzeit den Rücken gekehrt. „Er hat Ümit (Ümit Ertural, Kapitän der Mannschaft, d. Red.) gefragt, ob er wohl wieder zurückkommen kann. Da habe ich gesagt, dass jeder eine zweite Chance verdient hat. Die Qualitäten hat er, jetzt muss er sich nur anbieten, zerreißen und Herz beweisen“, so Möllmann über seinen alten und neuen Spieler.

   Das Spitzenspiel ist angerichtet, die Spannung dürfte am Seitenrand spürbar sein, wenn hunderte von Zuschauern am Pfälzer Graben dabei sein werden. Nur einer wird dann fehlen: Ausgerechnet Robert Reichert wird aus privaten Gründen am Sonntag nicht dabei sein können. „Sehr schade, denn ich bin richtig heiß auf das Spiel. Marc (Marc Schwan, sportlicher Leiter, d. Red.) wird mich aber ständig informieren und Kai-Oliver Romboy (Co-Trainer, d. Red.) wird mich am Seitenrand vertreten.“

Anstoß: 15 Uhr


Die weiteren Partien in dieser Liga:

TuS Essen-Holsterhausen (17.) - TuS Essen-West (2.)

Union Frintrop (15.) - SC Frintrop (8.)

BW Oberhauen (10.) - Adler Osterfeld (7.)

DJK SG Altenessen (5.) - DJK Adler Frintrop (6.)

DJK VfB Frohnhausen (11.) -> Spielfrei

Bezirksliga - Gruppe 9

SF Hamborn II (3.) – GW Holten (12.)

Nach der deftigen 0:9-Klatsche im Pokalspiel bei Sterkrade-Nord steht für GW Holten nun wieder der Alltag bevor. "Das Pokalspiel müssen wir ganz schnell abhaken", betonte Holtens Pressesprecher Heiko Baxmann, der bereits unmittelbar nach dem Abpfiff im Pokalviertelfinale die Augen auf den kommenden Sonntag richtete.

    Denn da muss das Team von Trainer Sladan Juko im Rahmen des 19. Spieltags in der Meisterschaft beim aktuellen Tabellendritten Sportfreunde Hamborn antreten. "Die Liga hat absolute Priorität. Der Abstiegskampf ist und wird ohnehin lang und hart", so Baxmann. 

   Im Vergleich zum Pokalabend wird die personelle Konstellation am Sonntag eine andere sein. Fehlten gegen Nord noch sechs Leute und wurden weitere Spieler teilweise noch geschont, stehen Trainer Juko im Hamborn wieder mehr personelle Alternativen zur Verfügung. Doch die Einsätz von Christian Cocco (Rücken), Ali Hazar (Zerrung) und Daniel Verwoerd (Bänderprobleme) sind fraglich. Dafür rückt aller Voraussicht nach Timo Grohmann wieder ins Tor der Grün-Weißen.

   "Wir müssen zusehen, dass wir am Sonntag an die guten Leistungen der letzten Spiele, mit Ausnahme des Pokalspiels, anknüpfen. Wir müssen in der Defensive gut stehen und durch Konter Gefahr ausstrahlen", gibt Baxmann die Marschroute für Sonntag vor.

   Dass die Aufgabe natürlich alles andere als einfach wird, dessen ist man sich im Lager der Grün-Weißen bewusst. "Hamborn wird eine ähnliche Kragenweite wie Friedrichsfeld. Doch gegen eben diesen Gegner haben wir, obwohl wir verloren haben, gut gespielt", so Baxmann, der davon ausgeht, dass sich die Hamborner Reserve mit Spielern aus der 1. Mannschaft verstärken wird: "Das haben sie im Hinspiel auch gemacht." Doch trotz der Hilfe aus der Erstvertretung kamen die Hamborner "nur" zu einem 2:2 in Holten. Das Hinspiel zeigt also: Holten ist am Sonntag trotz der unterschiedlichen Tabellenpositionen keineswegs chancenlos. 
Anstoß: 12.30 Uhr


Rhenania (6.) – TuRa Duisburg (7.)

"Müde bin ich, aber nicht halb so müde wie die Spieler", so die ersten Worte von Rhenanen-Coach Oliver Dirr einen Tag nach dem souveränen 6:0 beim Tabellenletzten HSV Hilal Duisburg. Um 23.30 Uhr sind die Bottroper in der letzten Nacht erst auf heimischen Platz aufgeschlagen, so dass für heute und morgen Regeneration im Vordergrund steht. Denn der Übungsleiter vom frisch gebackenen Tabellenführer weiß, dass am Sonntag ein ganz anderes Kaliber wartet, als das Schlusslicht von Donnerstagabend.

   Zehn Minuten hatten den Rhenanen am gestrigen Tag gereicht, um den neunten Saisonsieg sicher zu stellen. "Das war absoluter Power-Fussball von uns. Wenn wir so rennen und kämpfen, dann bin ich sicher, dass wir das Spiel nicht verlieren werden. Aber wir werden auch nicht in jedem Spiel aus den ersten drei Chancen drei Tore machen", so Dirr, der TuRa am letzten Sonntag persönlich unter die Lupe nahm. "Sie spielen ebenfalls aus Kunstrasen und spielen einen guten und gepflegten Ball. Wir müssen konzentriert zu Werke gehen. Immerhin wollen wir unsere gute Heimserie ausbauen und weiter Spitzenreiter bleiben. Und wenn wir gewinnen, dann bleiben wir bis Gründonnerstag auf jeden Fall Erster."

   Für Sonntag hat Dirr allerdings einige angeschlagene Spieler zu beklagen. Neben Jan Golombiewski, der sich eine Kapselverletzung und eine Prellung am Ellbogen zugezogen hat, sind die Einsätze von Kevin Wenderdel, Andre Schittko, und Kevin Lachs noch unsicher. Dominik Wenderdel und Marc Schäffler stehen dagegen wieder zu Verfügung. Um auch kein Risiko einzugehen, nahm Dirr den vierfachen Torschützen Pascal Pfeiffer nach einer Stunde heraus. "Das hat ihm natürlich nicht gepasst. Er war stinksauer. Aber er muss ja auch noch in den nächsten Spielen treffen. Da reicht mir auch schon ein 1:0." 

Anstoß: 15 Uhr


GA Möllen (3.) – Dostlukspor (8.)

Dostlukspors Coach Sebastian Stempel war gar nicht mal so unglücklich darüber, dass das Nachholspiel am gestrigen Donnerstag gegen VfR 08 ausgefallen ist. Und auch eine erneute Spielsage würde den Bottroper Übungsleiter nicht übermäßig bedrücken, trotz der englischen Wochen, die dann auf sein Team zu kommen würden. Der Grund für diese Gedankenspiele liegen klar auf der Hand: "Unser Ausfallliste wird einfach nicht kleiner. Ich muss gegen Möllen gleich mehrere Stammspieler ersetzten. Das wird eine Herkulesaufgabe."

   Neben den Rotsündern Samet Güldü und Georges Nassar fehlen Vitali Schreiner, David Molitor, Said Faddahi und Andy Pietrasz. Zudem muss Stempel, der ebenfalls ausfällt, voraussichtlich auch auf Ali Güngör und Marcel Dibowski verzichten. Für das Duell beim Tabellendritten nicht die beste Voraussetzungen. Hinzu kommt, dass der heimische Platz gesperrt ist, sodass Stempel die Wahl zwischen laufen oder Hallentraining hat.

   Nichtsdestotrotz werden die Bottroper die Reise ins 30km entfernte Voerde antreten, denn aufgeben kommt für die Elf von der Beckstraße so gar nicht in Frage. Und obwohl man stark dezimiert antritt, rechnen sich die Gäste dennoch was aus: "Möllen hat eine gute Mannschaft und zählen für mich zum Favoritenkreis. Doch wir sind immer in der Lage was zählbares mitzunehmen. Bei einem Blick auf die Tabelle sieht man, dass es da sehr eng zu geht. Zwischen uns und Spitzenreiter Rhenania liegen gerade einmal sieben Punkte. Das ist im Fussball keine Welt." Doch Dostlukspor darf nicht nur nach oben schauen. Die Spielvereinigung Meiderich hat nur drei Zähler weniger auf dem Konto und wenn es ganz schlecht läuft für die Gäste aus Bottrop, dann droht der Fall auf den zehnten Tabellenplatz.

   Im Hinspiel gab es eine knappe und "unglückliche" 1:2-Niederlage. Es gibt also was wieder gut zu machen für die Gäste.

Anstoß: 15 Uhr


Die weiteren Partien in dieser Liga:

08/29 Friedrichsfeld (1.) - TV Voerde (13.)

Hertha Hamborn (9.) - TSV Bruckhausen (14.)

Genc Osman Duisburg (10.) - SGP Oberlohberg (5.)

Spvgg. Meiderich (11.) - SV Spellen (15.)
VfR 08 Oberhausen (4.) - Hilal Duisburg (16.)

Kreisliga A

VfR 08 Oberhausen II (4.) – SuS 21 Oberhausen  (5.)

Es ist das Duell der Tabellennachbarn. Während die Gäste personell am Stock gehen, aber immerhin unter der Woche Wunden lecken konnten, musste die Reserve vom VfR 08 am Donnerstagabend ein Nachholspiel bestreiten - und heute am Freitagabend noch ein Straftraining hinterher. Denn 08-Trainer Günter Gbür war alles andere als gut gelaunt nach der Niederlage in Bottrop-Ebel am Donnerstagabend. „Das wird Konsequenzen haben“, so Gbür, der das lockere Training für den Tag danach strich. „Über das Spiel werden die Spieler noch etwas zu hören bekommen“, so Gbür weiter, der sich aber freut, dass das nächste Spiel so schnell kommt. Und er ist auch überzeugt davon, dass man dort anders auftreten wird.

Günter Gbür.
Günter Gbür.

    „Auch wenn wir noch immer der Aufsteiger sind, so ist am Sonntag ein Heimsieg Pflicht. Wir haben das Hinspiel verloren - natürlich auch auf Asche, wie schon Donnerstag in Ebel - und wollen uns die verlorenen Punkte wiederholen“, gibt Gbür zu Protokoll. Gbür ist sich sicher, dass die Zuschauer ein anderes Gesicht zu sehen bekommen. „SuS 21 ist auch ein anderes Kaliber, eine sehr starke Mannschaft, die uns alles abverlangen wird.“ Fehlen wird auf Seiten der Gastgeber Rückkehrer Manuel Knobloch. „Dieser Schlingel; er hat mir verheimlich, dass er schon länger Probleme am Fuß hatte und jetzt haben wir den Salat. Er hat eine Entzündung an der Achillessehne und zudem noch Wasser im Fuß oder Knöchel, er wird uns also länger fehlen“, so der Übungsleiter, der Knobloch seit den Bambinis kennt. Gbür selbst wird ebenso fehlen, da er beruflich verhindert ist. Co-Trainer Markus Kotzur wird dann übernehmen.

Jürgen Grzymski.
Jürgen Grzymski.

    Von solchen Problemen würde der Gegenüber Jürgen Grzymski nur träumen. Denn die Gäste gehen wirklich am allerletzten Stock. „Wir pfeifen aus dem letzten Loch. Sowohl die Erst- als auch Zweitvertretung von uns und wir schieben uns die Spieler schon seit Wochen hin und her“, so Grzymski. „Zudem haben beide Teams letzten Sonntag jeweils eine rote Karte bekommen - es wird also nicht besser. Immerhin kehrt aber Dominik Voss nach seiner kurzen Rot-Sperre zurück.“ Ein wichtiger Mann, von dem sich Grzymski wichtige Akzente im Mittelfeld verspricht.

   Man merkt, wo zuletzt auch die Probleme lagen bei SuS 21. „Wir müssen wieder mehr Disziplin zeigen.“ Aber nicht nur das, denn mit dem VfR 08 II kommt ein starker Gegner. „Ja, das wird eine harte Nuss und das auch noch auf Kunstrasen, der nicht gerade unser Lieblings-Geläuf ist“, gibt Grzymski offen zu. Grzymski warnt vor dem nächsten Gegner. „Es ist zwar ein Lokalderby, in dem alles passieren kann. Aber der VfR ist richtig stark. Zu Beginn der Saison war ich noch überrascht. Aber sie haben in der Hinrunde immer mehr überzeugt und spielten mit den besten Fußball der Liga“, spart der Gäste-Trainer nicht mit Lob. „Da sind einige gestandene Fußballer drin, zudem haben sie einen Riesenkader“, beneidet Grzymski seinen Kontrahenten gerade in der jetzigen Situation. Dennoch glaubt dieser, dass es ein gutes Spiel werden könnte. „Im Prinzip geht es ja nur noch um die goldene Ananas. Nichtsdestotrotz ist es ja auch meine Abschiedstour, bevor ich im Sommer zunächst aufhöre und ich will jedes Spiel genießen und am Ende der Saison auch unter den ersten Fünf stehen.“ Will er das, müssen Punkte her. Und vielleicht auch wieder Spieler. Damit sich nicht noch weitere verletzen oder erkälten, wurde sogar extra einmal mit dem Training in dieser Woche ausgesetzt.

Anstoß: 13 Uhr

 

SC 1912 Buschhausen (7.) – SG Osterfeld (6.)

Während es für den einen ein Spiel um die goldene Ananas ist, kann für den anderen in den restlichen 13 Saisonpartien noch viel passieren. Der mit der goldenen Ananas ist SGO-Trainer Hartwig Jondral. "Es spielt der Sechste gegen den Siebten. Für beide geht nach oben und unten nicht mehr allzu viel, da ist die Spannung raus."

   Gemeint ist damit allerdings nicht, dass die Osterfelder die restliche Saison nur noch mit halber Kraft spielen werden. Das oberstes Ziel der SGO war der Klassenerhalt, den sie mit 29 Punkten und dem sechsten Tabellenplatz, so Jondral, auf jeden Fall schon sicher haben. "Mit dem bisher Erreichten strafen wir unseren Kritiker Lügen. Wir galten als Abstiegskandidat Nummer Eins. Dem haben wir getrotzt. Uns ist der Umbruch nach zwei Fast-Abstiegen gut gelungen. Alles andere, was jetzt noch kommt, ist Bonus. Unsere Stimmung in der Mannschaft ist mehr als nur gut, so dass uns selbst eine Niederlage nicht umwerfen würde. Die Mannschaft zieht gut mit und geht mit Spaß und Ehrgeiz zur Sache. Mein persönliches Ziel sind 40 Punkte und wir haben auch noch ein Auge auf den vierten Tabellenplatz." Und dieser ist für die SGO nur noch drei Zähler entfernt. Diese sollen am besten am kommenden Sonntag an der Simrockstraße eingefahren werden. Da VfR 08 II (4.) auf SuS 21 (5.) trifft, springen die Osterfelder bei einem eigenen Sieg, unabhängig vom Ausgang der anderen Partie, auf den fünften Tabellenrang. Neben der Aussicht auf Tabellenplatz Fünf, hat die Jondral-Elf noch eine weiteren Grund zu siegen. Denn die Kicker der Osterfelder kassieren eine Siegprämie, welche postwendend in die Saisonabschlussfahrt investiert werden soll. Gefüllt werden muss die Kasse aber ohne die beiden Neuzugänge Steve Richter und Marco Moik. Zudem fällt Sebastian Ochs aus, der zu Saisonbeginn vom BW Fuhlenbrock kam.

   Was die Bedeutung dieser Partie angeht, so ist Andre Nowak, Coach der Hausherren, anderer Meinung als sein Pendant aus Osterfeld: "Ich bin da noch etwas skeptisch. Klar stehen wir aktuell nicht so schlecht da, doch ich habe immer ein Auge noch unten. Im Fussball kann viel passieren. Wir wollen uns aber weiter absetzten und das geht am besten mit einem Sieg am Sonntag." Für Nowak ist es allerdings nicht irgendeine Partie, denn der Buschhausener war viele Jahre als Trainer und Spieler an der Wittekindstraße aktiv. Des Weiteren kickt er noch in der Alt Herren-Mannschaft des Tabellensechsten. Doch diese Tatsache muss am Sonntag muss 90 Minuten ausgeblendet werden. Vor allem, weil Nowak auf zahlreiche Spieler verzichten muss. Neben den üblichen Ausfällen werden auch noch Christian Thönnissen und Christopher Mahnkopf fehlen, so dass Nowak auf die Reserve zurückgreifen muss. 
Anstoß: 15 Uhr


Adler Osterfeld II (10.) – SW Alstaden (1.)

Nach dem Last-Minute-Sieg bei Post Oberhausen (3:2) empfängt die Reserve von Adler Osterfeld am kommenden Sonntag niemand Geringeren als den aktuellen und bislang so souveränen Ligaprimus SW Alstaden. Dabei hatte sich Osterfeld Coach Thorsten Jablonski in der Vorwoche bereits mit einem Unentschieden angefreundet, als in der 90. Minute trotz zuvor zweier Platzverweise gegen den Adler doch noch der Siegtreffer fiel. 

    Das noch immer punktverlustfreie Team von Trainer Guido Contrino reist mit mittlerweile 17 Siegen in Serie an und will diese natürlich nach Möglichkeit ausbauen. "Sonst bekommen meine Jungs ja oft was auf die Mütze, heute muss ich alle ausdrücklich loben. Wir haben das Spiel von der ersten bis zur letzten Minute dominiert und Buschhausen teilweise sogar an die Wand gespielt“, beschrieb Contrino das Spiel gegen den SC 1912 Buschhausen, welches die Alstadener hochverdient mit 5:2 für sich entscheiden konnten.

    Doch während sowohl die Osterfelder als auch die Alstadener am vergangenen Sonntag jeweils einen Sieg einfahren konnten, gab es auch für beide Teams jeweils einen Wermutstropfen. Denn beide Mannschaften mussten in der Vorwoche jeweils einen Platzverweis hinnehmen, so dass am kommenden Sonntag Robert Binda auf Alstaden-Seite und Osterfeld-Akteur Dennis Roskiewicz aufgrund ihrer roten Karten nicht mitwirken dürfen.

   Nichtsdestotrotz geht die Contrino-Elf als klarer Favorit in dieses Spiel. Während die Punkteausbeute der von Thorsten Jablonski trainierten Adler-Reserve gerade einmal 19 Punkte beträgt, haben die Schwarz-Weißen bereits 51 Zähler auf dem Konto. Doch wie sagt man so schön? Das Spiel beginnt beim Stande von 0:0. Ohnehin haben die Osterfelder zu Hause erst zweimal verloren und in sechs Heimspielen bereits 25 Mal getroffen. Chancenlos werden die Hausherren nicht sein, auch wenn mit SW Alstaden das absolute Schwergewicht der Liga anreisen wird, das bislang noch ohne Punktverlust ist. Ändert sich das vielleicht am Sonntag?

Anstoß: 15 Uhr


Sterkrade-Nord II (11.) -  Post Oberhausen (14.)

Als "ein absolut wichtiges und richtungsweisendes Spiel" sieht Thorsten Lamers, Coach der Hausherren, das Duell gegen den Tabellenvierzehnten. Betont aber auch, dass der größere Druck auf der Seite von Post liegt, was die ganze Sache für Sterkrade natürlich noch gefährlicher macht. Denn während die Bezirksliga-Reserve in diesem Jahr acht von maximal zwölf Punkten holte und sich damit ein Polster von neun Zählern erarbeiten konnte, stehen die Gäste, vor allem nach dem Sieg der Ebeler am Vortag, mit dem Rücken zu Wand.

   "Wir wollen unsere gute Serie von vier Spielen ohne Niederlage natürlich auch halten und zudem nicht den Anschluss verlieren. Post ist ein unangenehmer Gegner. Die haben eine orthodoxe Spielweise, was nicht negativ gemeint ist. Vielmehr will ich damit sagen, dass es für jeden Gegner schwer ist, das Spiel von Post zu durchschauen. Sie gehen couragiert, aggressiv und mit großem Wille zu Werke. Sie besitzen eine sehr gute Moral. Das wird kein Selbstläufer für uns. Erst recht nicht nach dem Sieg vom VfR Ebel. Viele Niederlagen darf sich Post nicht mehr erlauben", warnt Coach Lamers und erinnert nur ungern an das Hinspiel. Damals haben die Sterkrader mit 1:0 geführt, ehe man sich den Schneid hat abkaufen lassen und mit 1:3 unterging. Da war die auch die Personaldecke so dünn, dass Thorsten Lamers selbst die Schuhe schnüren musste. "Das wird uns nicht nochmal passieren. Wir wollen unsere Chance nutzen. Wir müssen von Beginn an gegenhalten und ihnen die Lust am Spiel nehmen", so Lamers weiter, der, bis auf Kevin Fiedler, alle Mann an Bord hat.

   Damit hat Lamers eigentlich schon alles zur Situation der Gäste gesagt. Erst einen Zähler holte die Tapinos-Truppe in diesem noch jungem Jahr. Und da der VfR Ebel gestern gewonnen und man selbst auch im direkten Duell gegen Vorwärts 08 verloren hat, wird die Luft immer dünner. Sollte Post seine 13. Saisonniederlage kassieren und Ebel in Barisspor gewinnen, dann kommt es am Ostermontag zum Showdown am Lichtenhorst. Das will Christoph Tapinos mit allen Mittel vermeiden. Problem ist nur, dass ihm nicht alle Mittel zu Verfügung stehen. Denn mit Dustin Wagner, Kevin Böhmfeldt und Tom Lewerenz fehlen drei Stammspieler aufgrund einer Rotsperre. Dustin Böhmfeldt und Isak Ramadaini sind fraglich. Das Glück habe in den letzten Spiel gefehlt, so Tapinos, der Nord schon in der Hinrunde für eine sehr gute Mannschaft hielt, die mit den Zugängen aus der Ersten natürlich noch einmal ordentlich Qualität dazu bekommen haben.

Anstoß: 15 Uhr


Barisspor (12.) - VfR Ebel (16.)

Ähnlich viel Brisanz wie Nord II gegen Post verspricht die Partie an der Welheimer Straße. Vom Papier her geht die Favoritenrolle eindeutig an die Hausherren. Neun Punkte Vorsprung sprechen eine klare Sprache. Zwar gab es 2013 noch keinen einzigen Punkt, doch auch knappe Niederlagen wie gegen Concordia (0:2), Sterkrade-Nord II (2:3) und VfR 08 II (1:2) zeigen, dass der Tabellenzwölfte nicht so einfach zu schlagen ist. Doch die Gäste aus Ebel fahren mit enorm breiter Brust nach Barisspor. Denn während diese gegen den Tabellenvierten verloren haben, feierte der VfR Ebel am gestrigen Donnerstag gegen die 08er einen überraschenden, aber hochverdienten 2:0-Sieg.

    Und wie wichtig der Sieg für die Mannschaft und dem Trainer, unabhängig von den drei Punkten, war, konnte man erkennen, wenn man nach Spielschluss noch auf der Platzanlage "am Lichtenhorst"  geblieben wäre. Bis 23 Uhr saßen Spieler, Trainer und Fans noch zusammen und feierten den zweiten Saisonsieg. Vier Punkte holte der VfR nun schon in der Rückrunde und damit einen mehr als in der gesamten Hinrunde. "Der Heimsieg war absolut verdient. Wir waren in vielen Dingen überlegen. Dass sind natürlich Punkte die nicht eingeplant sind, die wir aber sehr gerne mitnehmen", freute sich Gäste-Trainer Herbert Nowak und warnt zugleich vor zu großer Euphorie: "Ich muss aufpassen, dass mit hier keiner abhebt. Es ist wichtig, dass wir gegen Barisspor von Beginn an konzentriert zu Werke gehen und uns nicht vom Sieg gegen 08 blenden lassen. Wir haben in 23 Tagen sieben Meisterschaftsspiele. Da bleibt nicht viel Zeit für Träumereien. Dennoch bin ich zuversichtlich, dass wir was mitnehmen können." Zu erklären ist das Leistungshoch der Ebeler mit der Aussprache, die unter der Woche stattfand. Dort hat Nowak der Mannschaft in einer freundlichen Atmosphäre seinen Standpunkt und seine Ziele  klar gemacht. "Die Aussprache hat gefruchtet. Die Mannschaft hat das erste Mal seit Wochen wieder richtig Spaß. Vielleicht gelingt es uns sogar, die Rote Laterne am Wochenende abzugeben."

   Die Hausherren um Coach Mustafa Taspinar sind definitiv gewarnt: "Ebel wird Blut geleckt haben. Wir dürfen uns nicht mehr viele Ausrutscher erlauben, dass muss der Mannschaft bewusst sein. Wir wollen die drei Punkte auf jeden Fall behalten." Mit Ramazan Bayram und Hüssein Sado fehlen zwei wichtige Spieler im Abstiegskampf. Ceyhan Karadayi, Top-Torjäger von Barisspor, steht dagegen wieder zur Stelle.

Anstoß: 15 Uhr


SV Fortuna (3.) - Concordia (2.)

 Dieses Spiel wird am Sonntag ein Zuschauermagnet sein, sofern das Wetter mitspielt. Der Tabellendritte empfängt den Tabellenzweiten und die Rollen sind klar verteilt. Denn wollen die Bottroper diese Saison noch mindestens Zweiter werden, sind sie in dieser Partie schon fast zum Siegen verdammt. So sieht es auch Concordias Manolo Dente, der zumindest in einem Punkt den kommenden Gegner „richtig scheiße“ findet. „Die sind Zweiter, nur fünf Punkte hinter uns und haben eine super Mannschaft, vor der wir großen Respekt haben. Natürlich finde ich daher Fortuna nicht gut“, erzählt Dente mit einem Lachen, denn ansonsten spricht er von den Bottropern nur in den höchsten Tönen. „Scherz beiseite: Die große Stärke vom SV Fortuna ist die Mannschaft. Sie haben nicht die überragenden Einzelakteure, sie kommen über das Kollektiv und das macht sie schwerer berechenbar. Wir können uns nicht nur auf ein, zwei Spieler konzentrieren“, so Dente, der dann dennoch ein paar Ausnahmen erwähnt. „Der Danny Große-Beck ist eine Rakete im Tor, Norman Hassenrück ist für mich mit der beste Verteidiger der Liga und mit Tim Strickerschmidt und Pierre Weyerhorst sind sie in der Offensive auch gut bestückt“, zeigt der Concorde, dass er seine Hausaufgaben gemacht hat und den nächsten Gegner gut kennt.

Manolo Dente.
Manolo Dente.

   Dente weiß ganz genau, dass sein Team sich keine Niederlage erlauben darf. „Aber Fortuna ja noch viel weniger, das ist ja das Schöne. Fortuna muss schon fast mit offenem Visier spielen. Es ist ein Heimspiel, jeder aus der Liga und ich glaube sie selbst auch, haben sie vor der Saison als Aufstiegsfavorit gesehen und es ist schon fast die letzte Chance für sie, würde ich behaupten. Wir fahren mit einem 0:0 dahin und wenn wir mit einem Punkt wiederkommen, hat sich nichts geändert. Im Gegenteil, wir haben dann eher gewonnen als Fortuna“, so Dente weiter, der betont, dass es auf die Defensive ankommen wird. „Wir spielen gegen die zweitbeste Offensive, da müssen wir gut dagegen halten“, weiß Dente. Ob er auch weiß, dass es gegen die mit Abstand beste Defensive geht? Fortuna kassierte bisher gerade einmal acht (!) Gegentreffer in 17 Spielen - rekordverdächtig. „Wenn ein Team es schaffen kann, gegen Fortuna ein Tor zu schießen, dann am ehesten wir. Unsere Offensive ist, würde ich behaupten, am besten bestückt von allen Teams in der Liga.“ Wie es geht, zeigten die Oberhausener zumindest schon im Hinspiel. Da trennten sich beide 1:1 Unentschieden. Und Sonntag? Die Gäste können fast auf den kompletten Kader zurückgreifen. Einen Ausfall wird es nur geben. Doch der fällt doppelt ins Gewicht und schmerzt dem Tabellenzweiten sehr. Denn die Saison für Marco Schermann, einer der beiden „Sechser“ und laut Dente auf seiner Position einer der Besten in der Kreisliga A, ist wohl frühzeitig beendet. 

   Auch Fortunas Trainer Marco Hoffmann hat einen definitiven Ausfall zu verzeichnen, der ihn alles andere als glücklich macht. „Sebastian Schumann hat den Härtetest im Abschlusstraining nicht bestanden, das wird für Sonntag nichts. Wir haben auch noch mehrere angeschlagene Spieler, allerdings will ich das gar nicht in den Vordergrund stellen“, so Hoffmann, der sich für den Notfall schon Gedanken gemacht hat. „Falls noch weitere Spieler ausfallen, haben wir einen Plan B“, so der Fortunen-Coach weiter. Welche Bedeutung unter anderem ein Schumann hat, zeigt die Tatsache, dass bereits der VfB Bottrop Interesse angemeldet hat, den Spieler eventuell verpflichten zu wollen. Ebenso steht auch Thilo Grollmann im Fokus des Landesligisten, weswegen Hoffmann momentan neben dem Training alle Hände voll zu tun hat. „Man merkt, dass es in die heiße Phase geht. Nicht nur bei uns, sondern auch bei anderen Vereinen, die manche Planungen für die neue Saison perfekt machen wollen. Deswegen müssen auch wir vorbauen und mit vielen Leuten Gespräche führen, da drei, maximal vier Jungs von uns Angebote anderer Klubs haben. Aber das sind nur Randerscheinungen, wenn man bedenkt, welch’ wichtiges Spiel wir am Sonntag vor der Brust haben. Wir planen sowieso erst einmal realistisch und deswegen natürlich auch für die Kreisliga A.“

Marco Hoffmann.
Marco Hoffmann.

   Wohl wahr, dass ein wichtiges Spiel wartet, denn den Bottropern ist bewusst, welche Partie sie vor der Brust haben. „Wir wollen nicht zu viel Druck aufbauen, denn wir haben alles noch selbst in der Hand. Natürlich sind fünf Punkte Rückstand auch nicht einfach und wir haben das Aufstiegsrennen noch nicht abgehakt. Aber wir werden konzentriert uns auf das Heimspiel vorbereiten und dann mal schauen, was dabei herumkommt. Bei einem Unentschieden geht die Welt aber auch nicht unter, denn auch danach weiß Concordia, dass wir noch im Nacken sitzen und sie sich keinen Ausrutscher wie beispielsweise gegen Glück-Auf Sterkrade leisten dürfen“, so Hoffmann, der bewusst von einem Ausrutscher spricht. „Concordia spielt eine richtig, richtig gute Saison und sehr konstant. Deswegen glaube ich, dass die Niederlage gegen GA Sterkrade nur ein Ausrutscher war. Sie bestätigen ansonsten nämlich Woche für Woche, dass sie zu Recht da oben stehen und bestätigen meinen Eindruck aus dem letzten Sommer.“ Hoffmann hatte vor der Spielzeit neben seiner Mannschaft Buschhausen, SW Alstaden und eben SV Concordia auf dem Zettel für das Aufstiegsrennen. Und wie Dente hat auch Hoffmann seine Hausaufgaben gemacht und warnt vor gewissen Spielern. „Spieler wie Obermeyer, Menne, Okon oder Kaulmann können den Unterschied machen – richtig gute Kicker“, so der Cheftrainer der Bottroper. Doch Hoffmann will sich auf die eigenen Stärken besinnen. „Wir haben ein Heimspiel und wir müssen ihnen unser Spiel aufdrücken, sie müssen unsere Spielweise fressen“, sagt Hoffmann in einem ruhigen Ton und weist auf die letzten Wochen hin: „Gegen SGO und GA Sterkrade hatte unsere Offensive eine sehr gute Struktur und wir haben neben sehr überzeugenden Siegen auch noch zu Null gespielt. Das gibt weiter Auftrieb“, so Hoffmann, der aber vor allem eines am Sonntag verhindern will. „Verlieren wir, ist der Aufstiegszug abgefahren.“

Anstoß: 15 Uhr


Die weiteren Partien in dieser Liga:

Vorwärts 08 (15.) – Arm. Lirich (9.)

RSV Klosterhardt (13.) – GA Sterkrade (8.)

Kreisliga B - Gruppe 1

Barisspor II (16.) – Dostlukspor II (4.)

SV Vonderort (9.) - TuS Buschhausen (7.)

SV 1911 (3.) - Adler Oberhausen (13.)

BW Oberhausen II (2.) - Arminia Lirich II (10.)

SC 1912 Buschhausen II (6.) - SG Oberhausen (5.)

BV Osterfeld (12.) - SV Concordia II (14.)

PSV Oberhausen (15.) - Fortuna Alstaden (1.)

A.Klosterhardt III (8.) - TSV Safakspor II (11.)

Kreisliga B - Gruppe 2

VfB Bottrop II (5.) - BW Fuhlenbrock (3.)

Die Gäste aus Fuhlenbrock wollen wieder auf Tabellenrang Zwei, doch dafür müssten sie heute punkten und hoffen, dass die Sportfreunde aus Königshardt gegen die Fortunen-Reserve Punkte liegen lassen. In der vergangenen Woche haben die Gäste nur ein 0:0 gegen den TB Oberhausen erspielen können und somit den Anschluss nach oben verloren, doch noch ist nichts entschieden und das Rennen um den Aufstiegsplatz geht weiter. Doch wenn die Fuhlenbrocker an den oberen Tabellenplätzen dran bleiben und die beiden Konkurrenten nicht ziehen lassen wollen, muss ein Sieg her. BWF-Coach Andre Hülsmann, der auf den kompletten Kader zurückgreifen kann, gibt die Marschroute vor: "Nach dem 0:0 gegen TBO ist die Mannschaft gefordert, wir haben unglücklich zwei Punkte liegen lassen, jetzt müssen wir ein anderes Gesicht zeigen." 

   Doch die Platzherren sind ebenfalls heiß auf das Spiel und nach dem 3:3-Unentschieden gegen den SV Fortuna II wollen die VfBer weiter punkten. Fuhlenbrock geht als Favorit in die Partie, doch die Platzherren sollte man nicht unterschätzen und sollten sie den Favoriten bezwingen können, würden sie den fünften Tabellenplatz festigen.

Anstoß: 13 Uhr


SV Fortuna II (7.) - Spfr. Königshardt II (2.)

Die Rheinbaben empfangen den Tabellenzweiten aus Königshardt, der als Favorit in das Spiel geht. Doch abschreiben lassen sich die Fortunen nicht und in den vergangenen Spielen konnten sie einige Mannschaften ärgern und ihnen Punkte abknöpfen. Zudem gehen die Fortunen nach dem spektakulärem 6:5-Sieg unter der Woche gegen die Batenbrocker Ruhrpott Kicker mit breiter Brust ins Spiel, denn in diesem Spiel haben die Platzherren gezeigt, dass sie auch nach einem Rückstand noch Fußballspielen und ein Spiel drehen können. Die Gastgeber wollen mit TB Oberhausen die Plätze tauschen und auf den sechsten Tabellenrang klettern, doch dafür müsste ein Dreier her und die TBO-Reserve müsste gegen den SSV51 Punkte liegen lassen, doch unmöglich ist es nicht. 

   Allerdings werden die Sportsfreunde aus Oberhausen voll auf Sieg spielen, denn sie wollen weiterhin vor den Fuhlenbrockern auf dem zweiten Tabellenrang bleiben und könnten sogar auf den Sonnenplatz rutschen. Dafür müsste der Spitzenreiter aus Sterkrade gegen SUS 21 patzen. Doch beide Mannschaften konzentrieren sich auf sich und gehen mit viel Ehrgeiz in die Partie. 

Anstoß: 13 Uhr


Rhenania II (9.) -  Viktoria 21 (8.)

Ein Duell zweier direkter Tabellenkonkurrenten im Blankenfeld. Die Platzherren wollen endlich wieder Punkten und sich von den Niederlagen erholen. Vergangenen Spieltag unterlagen die Rhenanen der SuS 21-Reserve mit 1:4, und schon in den vergangenen Spielen konnten die Vorsätze nicht in die Tat umgesetzt werden, doch das Spiel gegen Viktoria soll wieder Licht ins Dunkle bringen. "Wir müssen langsam wieder die Spur finden und werden versuchen drei Punkte zu holen und Katriniok, den Torschützen der Viktorianer, auszuschalten. Wir haben junge Spieler, die fast immer spielen, wir spielen oftmals viel zu unattraktiv, aber es soll wieder besser werden", so Ralf van Niersen, der Coach der Rhenanen. Und mit drei Punkten würden die Rhenanen den Gästen näher kommen und in der Tabelle punktgleich mit diesen stehen. Doch auch einige Personalprobleme plagen die Platzherren, unter anderem muss der Rhenanencoach auf den Stammtorwart verzichten, der am Sonntag nicht auf dem Fußballfeld sein wird, sondern das Tanzbein auf einer Hochzeit schwingen wird. Allerdings soll das kein Problem werden: "Wir haben Personalsorgen, aber das soll keine Entschuldigung sein, die Sorgen haben andere Mannschaften auch", ergänzt van Niersen. 

   Doch auch die Gäste sind "heiß auf das Spiel", verrät deren Trainer Matthias Pech. Mit einem Dreier könnten die Viktorianer auf den siebten Tabellenplatz rutschen, doch dafür müsste auch die Fortunen-Reserve gegen die Sportfreunde aus Königshardt patzen, denn  momentan befinden sich die Fortunen auf dem siebten Tabellenrang, die Pech-Elf hat zählt allerdings 25 Punkte und ist somit punktgleich mit den Fortunen. Das letzte Spiel der Gäste ist schon vergessen, auch wenn sie in diesem 5:3 gegen Sterkrade 06/07 II gewinnen konnten. Die Partie ist nämlich schon drei Wochen her, die letzten beiden Meisterschaftsspiele der Gäste mussten ausfallen. Doch trotz der langen Spielpause soll es am Sonntag laufen und Pech hofft auf einen Sieg: "Die Rhenanen haben derzeit ein leichte Schwächephase, ich hoffe wir können diese nutzen und die Rhenanen erholen sich nicht all zu gut, denn wir wollen mit drei Punkten wieder nach Hause fahren. Doch trotz des schlechten Laufs, sollte man die Mannschaft nicht unterschätzen und das tun wir auch nicht." 

   Somit ist Spannung garantiert und beide Trainer wollen nur eines - drei Punkte. 

Anstoß: 13 Uhr


SSV 51 (15.) - BV Osterfeld II (12.)

Kellerduell in Bottrop: Das Kellerkind von der Klopriesstraße empfängt den Tabellenzwölften. Die Platzherren wollen in der kommenden Saison nicht in der Kreisliga C kicken und wollen deshalb die ersten Punkte gegen den Abstieg holen. In den letzten Spielen konnten die Welheimer keine Punkte auf ihrem Konto gutschreiben, vergangenen Spieltag hatten die Platzherren Spielpause. Doch im letzten Spiel gegen den Spitzenreiter Sterkrade 72 überzeugten die 51er mit guter Leistung und machten es dem Tabellenersten richtig schwer, doch die Oberhausener konnten sich trotzdem durchsetzen und 1:0 gewinnen. Für die Bottroper war dies die dritte Niederlage im dritten Spiel, gegen die Gäste aus Osterfeld soll es wieder besser laufen und der Trainer der Platzherren, Hendrik Biegiesch, ist guter Dinge. "Viele Verletzte sind wieder dabei und wir müssen nicht wieder mit dem letzten Aufgebot auflaufen. Diesmal werden wir offensiver agieren als zuletzt und wie gegen die 72er mit Kampf in das Spiel gehen - und wir wollen die drei Punkte zu Hause holen", so der Trainer der 51er, der seit der Winterpause der Chef der Grün-Weißen ist. 

   Und wenn die Welheimer noch an den Klassenerhalt glauben, dann müssen die drei Punkte auch her. Sollten die Platzherren das Spiel machen, bleiben sie trotzdem auf dem 15. Tabellenplatz und sie können mit einem Dreier nur ein wenig an den14. Tabellenplatz heranrücken. Sollte die Glück-Auf Sterkrade Reserve, die den 14. Tabellenplatz belegt, gegen Sterkrade 06/07 patzen, dann könnten die Gastgeber bis auf einen Punkt an den 14. Tabellenplatz heranrücken, doch von den Nichtabstiegsplätzen sind die Welheimer noch Welten entfernt. 

   Und die Oberhausener spielen auch noch mit und werden den Platzherren nicht die Punkte schenken. Doch auch die Oberhausener würden mit drei Punkten auf dem 12. Tabellenplatz bleiben, könnten allerdings den Abstand auf den 11. Tabellenplatz verkürzen und das ist wichtig für die Oberhausener, damit sie erst gar nicht in den Tabellenkeller hineingeraten. In ihrem letzten Spiel, ärgerten sie den Tabellenführer aus Sterkrade 72, unterlagen aber mit 2:4. Doch gegen Mannschaften, die etwa auf Augenhöhe stehen, soll es für die Oberhausener wieder besser laufen. 

Anstoß: 15 Uhr


Batenbrocker Ruhrpott Kicker (10.) -  Polonia (13.)

Und noch ein Duell aus dem unterem Tabellendrittel steht bevor. Die Platzherren können den einstelligen Tabellenplatz mit einem Sieg und einer Niederlage der Rhenanen klar machen und würden dies auch gerne. Nach der spannenden und unglücklichen Niederlagen gegen die Fortunen, mit 5:6, soll es gegen Polonia anders aussehen. Die Batenbrocker haben nur ein Ziel - den Sieg. "Gegen Polonia ist verlieren verboten", so der 2. Vorsitzende David Wirsch. 

   Jedoch will auch der Gastgeber die Punkte und mit einem Dreier könnten die Gäste wieder einen Schritt gegen den Abstieg machen. Vielleicht haben die Gäste einen Vorteil dadurch, dass bei den Batenbrockern Sven Sommerfeld, der Rot gesperrt ist, und Marc Wiesmann verletzungsbedingt ausfallen werden. Und auch der Einsatz von Christian Rödel ist noch fraglich. Allerdings soll das die Platzherren nicht hindern, denn die Gastgeber wissen was ihnen bevorsteht: "Wir stehen vor richtungsweisenden Wochen", so David Wirsch weiter, und es soll ja nicht in die falsche Richtung gehen. 

   Doch die beiden Mannschaften stehen sich auf Augenhöhe und werden sich beiden gegenseitig nichts schenken. Polonia wird an den letzten Heimsieg gegen Glück-Auf Sterkrade anknüpfen wollen und weiter gegen den Abstieg und die Abstiegsränge spielen. 

Anstoß: 15 Uhr


FC Sterkrade 72 (1.) - SuS 21 Oberhausen II (4.)

Da wartet ein echter Gradmesser auf die Gastgeber, die sich zuletzt nicht wirklich von der allerstärksten Seite zeigten. Das nahm auch die Konkurrenz wahr und rückt Sterkrade 72 immer mehr auf die Pelle. Gerade einmal drei Punkte liegen zwischen Platz Eins und Platz Drei, der Dreikampf zwischen Sterkrade 72, Königshardt II und Blau-Weiß Fuhlenbrock ist im vollen Gange. Wird es am Sonntag noch spannender, wenn die Reserve von SuS 21 gewinnt und dadurch ebenfalls noch ein Wörtchen in Sachen Aufstieg mitreden könnte?

   Sterkrades Trainer Ahmed Mohamad sind die letzten Wochen auch ein leichter Dorn im Auge. "Ich muss ehrlich sagen, dass meine Mannschaft als Tabellenführer mehr zeigen muss, als zuletzt. Zurzeit bin ich mit der Leistung gar nicht zufrieden - wenigstens holen wir trotzdem Punkte." Vor dem nächsten Gegner warnt Mohamad deswegen auch: "Wenn wir Sonntag gegen SuS 21 II nicht von der ersten Minute an wach sind, werden sie uns das Leben richtig schwer machen." Und Mohamad muss wie praktisch an jedem Spieltag in dieser Saison wieder auf einige Spieler verzichten. "Unser Torwart Nico Gatzka wird uns mit einem Muskelfaseriss mindestens acht Wochen noch fehlen. Zudem fehlen Mohamed Bahhadi und unser Kapitän Mourad Ouldaly rotgesperrt." Immerhin: Nach einer "Denkpause", wie Mohamad es beschreibt, kehrt Juan Maye wieder zurück ins Team. "Wollen wir am Ende das Ding schaffen, müssen wir lernen, cool zu bleiben", so Mohamad abschließend.

Anstoß: 15 Uhr


Die weiteren Partien in dieser Liga:

TB Oberhausen (6.) - RW Welheimer Löwen (11.)

Sterkrade 06/07 II (16.) - GA Sterkrade II (14.)

Kommentar schreiben

Kommentare: 16
  • #1

    Neutraler Oberhausener. (Freitag, 22 März 2013 16:12)

    Der Möllmann macht da weiter wo er aufgehört hat. Seine Spieler bekommen 4 Euro Trainingsgeld und sonst nix!! Ja ne is klar. Da weiss und kenne ich aber andere summen. Der labert einfach nur Unsinn!!!!
    Und reichert stichelt erst in Richtung sc20 und dann ist er Sonntag gar nicht da. Das finde ich geht auch gar nicht!!!! Allen viel Erfolg am Wochenende.

  • #2

    Oberhausener (Freitag, 22 März 2013 17:44)

    http://www.reviersport.de/226542---holsterhausen-van-doren-widerlegt-moellmanns-aussagen.html

  • #3

    Geht's noch?? (Freitag, 22 März 2013 18:13)

    "Unsere Offensive ist, würde ich behaupten, am besten bestückt von allen Teams in der Liga."

    Tickt der Dente noch ganz sauber?? Alstaden hat 15 Tore mehr geschossen und nicht ein Stürmer von Concordia hätte auch nur den Hauch einer Chance bei SWA zu spielen

  • #4

    Huber2302 (Freitag, 22 März 2013 23:13)

    Da fragt man sich doch wozu wir unsere GEZ-Gebühren zahlen, um solch einen Trainer auch noch im Fernsehen zu sehen... Gehts noch WDR. Das reicht ja so schon....

  • #5

    Latte09 (Samstag, 23 März 2013 00:03)

    Vfb 3:0
    SvR 1:3
    Dsb Verliert 4:1
    Fortuna 2:0
    Ebel steigt ab

  • #6

    Bottroper (Samstag, 23 März 2013 10:22)

    Aus Bottroper Sicht gewinnt Fortuna klar und Concordia endet über kurz oder lang nur im Mittelfeld.
    Ich mach wir wenig Sorgen um Fortuna, die steigen als zweiter auf.

  • #7

    Wetter (Samstag, 23 März 2013 10:29)

    Hoffentlich fallen nicht wieder Spiele aus

  • #8

    Fan (Samstag, 23 März 2013 12:31)

    Also im Mittelfeld wird Concordia nicht mehr landen aber mit dem Aufstieg wird eng. Bin mir ganz sicher das sie morgen in Fortuna verlieren und dann sind es noch 2 Punkte und die müssen noch zweimal gegen swa spielen was auch nicht ganz so leicht ist. Ich sag aber auch Fortuna steigt auf. Die werden sogar noch erster!!!!!!

  • #9

    Ebel vs Rest der Liga (Samstag, 23 März 2013 15:28)

    Ich bin mir sicher das Barisspor morgen wieder alle Leute an Bord hat.Hoffe die Ebler können morgen wieder ein Zeichen setzen und min 1 Punkt mitnehmen. Ich drücke euch morgen die Daumen und hoffe das ihr die rote Laterne abgeben können. VIEL GLÜCK..

  • #10

    Schalke-Fan (Samstag, 23 März 2013 18:14)

    Herr Dente versteht wirklich nichts vom Fussball, vielleicht sollte er mal die Concordia-Brille absetzen...

  • #11

    Exler (Samstag, 23 März 2013 21:56)

    Manolo ist ein fairer Sportsmann und alle die ihn richtig kennen wissen das.
    Aber hier laufen ja einige Vollpfosten rum.
    Neid kriegt man nicht geschenkt und den hat sich Manolo und der SV Concordia erarbeitet.In diesem Sinne faire und angenehme Spiele.

  • #12

    Locker bleiben (Samstag, 23 März 2013 23:50)

    Beruhigt euch alle mal ;)
    Wer spielt denn bei Alstaden so großartiges,der bei Concordia jemanden das Wasser reichen kann?
    Concordia schlägt alstaden!!!

  • #13

    @dente (Sonntag, 24 März 2013 01:18)

    Man war das schön letzte Woche kein Statement von dem ahnungslosen lesen zu müssen.
    Warum sind die dann nicht erster wenn sie doch den besten 6er und den besten Sturm haben???
    Lächerlich hoch zehn

  • #14

    Concordia (Sonntag, 24 März 2013 12:00)

    Größenwahn kann nur schaden. Bleibt auf dem Teppich . Ihr habt eine gute A-Liga Mannschaft mehr auch nicht. Altstaden und Fortuna sind halt einen Tick besser.

  • #15

    Oberhausener (Sonntag, 24 März 2013 18:46)

    Ihr bottroper Hegels habt ihr Ahnung von fussball,habt ihr heute gesehen das Fortuna concordia schlägt??? Macht am besten ne eigene liga auf!!!!

  • #16

    concordia (Sonntag, 24 März 2013 19:18)

    Am ende der saison werden wir sehen wer erster ist!