Derbytime bei den Bezirksligisten

Während die Kreisligisten unter der Woche ran mussten, geht es nun auch für die Landes- und Bezirksligisten weiter. Während der VfB beim FC Remscheid endlich mal wieder was Zählbares mitnehmen will, gehen die Wuppertaler-Festwochen für Arminia weiter. In der Bezirksliga Gruppe 9 kommt es zum Bottroper Derby. Derweil trifft der VfR 08 mit GA Möllen erneut auf den Tabellendritten. In der Gruppe 4 reist Safakspor zum Kellerduell nach Essen-Holsterhausen. Für beide zählt nur ein Sieg. Spitzenreiter SC 20 darf sich im Derby gegen BWO keinen Patzer erlauben, da die Nordler nur zwei Zähler weg sind und mit dem SC Frintrop einen vermeintlichen leichten Gegner haben.

Landesliga

VfB Bottrop (6.) - FC Remscheid (13.)

Mangelnde Spielpraxis, fahrlässiges Abwehrverhalten, inkosequentes Zweikampfverhalten und eine schlechte Chancenauswertung. Das waren für VfB-Coach Mevlüt Ata die Faktoren für die Niederlage beim Tabellenersten Spvg. Schonebeck. Es war zugleich die fünfte Saisonniederlage für den ranghöchsten Verein Bottrops, der nun schon seit 360 Minuten auf einen Sieg wartet. Gegen den Tabellendreizehnten FC Remscheid sind die Hausherren, trotz der aktuellen Flaute, in der Favoritenrolle und können mit einem Dreier nicht nur ihre Durststrecke beenden, sondern sich auch gleich für die 1:3-Hinspielniederlage revanchieren. Doch auch die Gäste haben ihr Päckchen zu tragen. Zwar wartet der FC erst seit drei Partien auf einen Sieg, jedoch sprang bei den Gästen auf fremden Plätzen bis auf drei Punkteteilungen nicht mehr heraus.

Anstoß: 15 Uhr

Arminia Klosterhardt (2.) - FSV Vohwinkel Wuppertal (14.)

Der Start ins Sportjahr 2013, er ist dem Oberhausener Landesligisten Arminia Klosterhardt in der Vorwoche beim 2:0-Sieg gegen ASV Wuppertal. „Das war eine unbequeme Aufgabe direkt zum Auftakt“, so Arminen-Trainer Michael Lorenz, den vor dem Spiel einige Personalprobleme geplagt hatten. „Aber wir haben das kämpferisch ordentlich gemacht und die drei Punkte geholt“, so Lorenz weiter. Und der steht mit seinen Schützlingen am Sonntag im Heimspiel gegen Kellerkind Vohwinkel Wuppertal vor der nächsten unangenehmen Aufgabe.

Einsatz fraglich: Philip Bauer.
Einsatz fraglich: Philip Bauer.

„Im Hinspiel haben sie sich als Mannschaft präsentiert, die aggressiv in die Zweikämpfe gegangen ist und besser war, als es der Tabellenstand vermuten lässt“, erinnert sich der Übungsleiter des derzeitigen Tabellen-Zweiten. „Zudem haben sie sich auf einigen Positionen verändert, der 2:1-Sieg der Vorwoche gegen Velbert dürfte ebenfalls das Selbstvertrauen der Wuppertaler gestärkt haben“, ist Lorenz gewarnt. Denn der weiß ganz genau was passieren kann, wenn der Wurm drin ist und in den Köpfen der Kicker der Unterschied in der Tabelle zum Thema wird – gegen Haarzopf wurden die Arminen bereits bestraft, das soll diesmal vermieden werden. Derweil wird im Hintergrund in der Physio-Abteilung fieberhaft daran gearbeitet, dass am Sonntag der eine oder andere Kicker zurück ins Team kommen kann. Mit Wasserstandsmeldungen will sich der Übungsleiter allerdings noch zurückhalten. Nils Rademacher fehlt ohnehin länger, ob Jura Adolf oder Philip Bauer in den Kader stoßen werden, das steht noch in den Sternen. „Wir wollen und werden hier kein Risiko eingehen. Die Jungs haben alle Berufe, in denen sie gebraucht werden, das ist wichtiger“, unterstreicht Lorenz. Und darüber hinaus: Die Jungs, denen in der Vorwoche das Vertrauen geschenkt wurde, haben ihre Sache ordentlich gemacht und geben keinen Grund zum Zweifel, dass am Sonntag etwas nicht passen könnte in der Aufstellung. „Die Jungs haben gezeigt, dass sie Landesliga-Niveau besitzen“, ist Lorenz, der auch am Sonntag wieder A-Jugendliche im Kader haben wird, stolz auf seine Schützlinge. „Dieser interne Konkurrenzkampf tut uns sehr gut, denn schlussendlich entscheidet am Ende immer eins: die Qualität“, so Michael Lorenz.

Anstoß: 15 Uhr

Die weiteren Partien in dieser Liga:

ESC Rellinghausen (7.) - Sportfreunde Niederwenigern (4.)

Tuspo Richrath (12.) - SuS Haarzopf (16.)

SC Velbert (5.) - SSV Sudberg (9.)

Vogelheimer SV (11.) - RW Essen II (3.)

TSV Ronsdorf (10.) - SpVg. Schonnebeck (1.)

SV Burgaltendorf (8.) - ASV Wuppertal (15.)

Bezirksliga - Gruppe 4

Essen Holsterhausen (17.) - TSV Safakspor (16.) 

Mit Essen-Holsterhausen gegen den TSV Safakspor wartet am Sonntag ein echter Abstiegsknaller auf die Fußballanhänger in der Bezirksliga. Für beide Teams gelten am nächsten Spieltag eigentlich nur die drei Punkte. Safakspors Co-Trainer Carsten Kemnitz sieht das Ganze allerdings etwas differenzierter und warnt vor dem Duell eindringlich.

   „Man kann Holsterhausen in der derzeitigen Situation eigentlich nicht als Tabellenletzter sehen. Die Mannschaft hat sich in der Winterpause mit fünf Spielern vom Landesligisten Rellinghausen verstärkt und bereits letzten Sonntag unter Beweis gestellt, zu was sie in der Lage ist“, so Kemnitz zu Auf’m Platz. Am letzten Sonntag knüpfte der Tabellenletzte dem Tabellenfünften DJK Adler Frintrop ein 2:2 ab. „Wir haben großen Respekt vor Holsterhausen, das wird ein sehr, sehr schweres Spiel. Gefühlt spielen wir nicht gegen den Tabellenletzten“, so Kemnitz abermals. Zu allem Übel muss er mit seinem Trainerkollegen Özay Aydin einen weiteren Ausfall hinnehmen, da ein Spieler kurzfristig in die Türkei geflogen ist. „Viele Ausfälle dürften wir nicht haben. Aber ich bin da optimistisch, was die Mannschaft angeht, weil wir auch eine sehr gute A-Jugend haben. Wenn wir zudem an die erste Halbzeit von letzter Woche anknüpfen, können wir bestimmt einen Punkt mitnehmen“, gibt sich der neue Mann vom TSV ganz bescheiden. Seinen Optimismus begründet Kemnitz ganz einfach mit den letzten Tagen. „Es waren viele Spieler beim Training und wir haben zudem sehr gut trainiert.“ Falls Safakspor am Sonntag dennoch verliert, will der Co-Trainer dennoch eine kämpfende Mannschaft gesehen haben. „Hoffentlich können wir etwas mitnehmen. Wenn wir verlieren und aber alles gegeben haben, ist es auch nicht so schlimm. Die Welt wird davon nicht untergehen“, versucht der Übungsleiter weiteren Druck von der Mannschaft zu nehmen. 

Anstoß: 11 Uhr

Sterkrade 06/07 (13.) - TuS Essen West (3.)

Nach dem 2:2-Unentschieden beim Tabellenführer SC 20 Oberhausen, steht für die Sterkrader am kommenden Sonntag das nächste Duell gegen einen Aufstiegsanwärter an: Das Team von Trainer Dirk Rovers empfängt den Tabellendritten TuS Essen West, der in der Vorwoche knapp mit 1:0 gegen den Tabellen-14. Union Frintrop gewinnen konnte.

   "Das wird wie schon gegen SC 20 ein Spiel, wo wir nichts zu verlieren haben. Essen West zählt mit zu den Meisterschaftsfavoriten und wir werden wie schon vergangenen Sonntag versuchen, den TuS'lern ein Bein zu stellen", so Dirk Rovers, der auf David Schweitzer verzichten muss, dafür aber mit Marcel Bongers eine weitere Alternative hat. Der Einsatz von Maik Kusenberg hingegen ist aufgrund von Rückenproblemen fraglich.

   "Wir haben durch das 2:2 gegen den SC 20 eine gewisse Euphorie und Portion Selbstvertrauen entfacht bzw. bekommen. Wir können das Spiel gegen Essen West auch kam abwarten, da wir auch mal wieder in einem Heimspiel brillieren und auch den Sterkrader Zuschauern beweisen möchten, dass sich hier einiges tut", spricht Rovers die magere Ausbeute in den bisherigen Heimspielen an. In sieben Heimspielen hagelte es sechs Niederlagen, bei nur einem Sieg. "Da ist ja klar, dass wir die Heimbilanz aufbessern möchten. Am besten möchten wir Sonntag damit anfangen", so Rovers.   

Anstoß: 15 Uhr

BW Oberhausen (8.) - SC 20 Oberhausen (1.) 

Da wartet nicht nur einfach ein Derby am Sonntag auf alle Oberhausener, sondern zudem auch noch ein echter Leckerbissen, der trotz der unterschiedlichen Tabellenkonstellation durchaus auch als Spitzenspiel deklariert werden kann. Das zeigt auch die Aussage des Gäste-Trainers Thorsten Möllmanns vor der Partie: „Wir haben jetzt drei Auswärtspartien hintereinander. Wenn wir davon sieben Punkte holen, bin ich zufrieden. Neun wären weltklasse.“ Dabei rechnet Möllmann selbst vor, dass er am ehesten mit einer Punkteteilung bei den Blau-Weißen am Sonntag rechnet, vor denen er großen Respekt hat.

   Den letzten Sonntag hat Möllmann dagegen auch noch nicht ganz abgehakt. „Etwas enttäuscht sind wir nach wie vor noch nach dem 2:2 gegen Sterkrade 06/07. Mit der schlechten Schiedsrichterleistung müssen wir leben. Aber auch damit, dass wir vorher selbst Schuld waren, nicht das 3 und das 4:1 geschossen zu haben.“ Möllmann nahm die folgende Berichterstattung in der Presse, insbesondere bei der Reviersport, gelassen auf. „Nachdem das alles so aufgebauscht wurde, sind jetzt wahrscheinlich noch mehr Teams noch heißer darauf, uns zu schlagen und uns die erste Saisonniederlage zuzufügen. Daher denke ich, dass es auch Sonntag ein enges Spiel wird, bei dem wir aber auch gut dagegen halten werden.“ Die Gelassenheit nimmt der Cheftrainer auch aus anderen Punkten mit. „Unsere direkten Verfolger spielen beispielsweise noch zweimal gegeneinander und jeweils auch einmal gegen uns. Es ist also noch sehr vieles möglich.“ Die Einsätze von einigen Spielern sind dann aber nicht möglich. Lenz zog sich am Sonntag einen Muskelfaseriss zu, Sohn David Möllmann ist umgeknickt und Nötzel hat einen Handbruch erlitten.

   Solche Probleme hat BWO-Trainer Jörg Lieg nicht, der aber zunächst auch absolut zustimmt, was die Gemütslage betrifft. „Ja, es ist gleichzeitig ein Derby und Spitzenspiel. Daher wäre ein Sieg natürlich umso schöner“, geht der Heimtrainer die Partie gleich forsch an. „Wir müssen von da unten wegkommen, da können wir Punkte gut gebrauchen. Der Spielclub will diese allerdings bestimmt auch haben“, merkt Lieg lachend an. Lieg erinnert sich noch sehr genau an das Hinspiel. „Wir haben nur knapp mit 1:2 verloren. Jetzt sind wir letzten Sonntag gut aus den Startlöchern gekommen (4:0-Sieg bei Safakspor, d. Red.) und werden auch Sonntag mit der nötigen positiven Aggressivität gegen den Spitzenreiter vorgehen.“ Dabei kann Lieg auf alle Spieler zurückgreifen, die auch schon Sonntag dabei waren. Nervös ist Lieg aber trotz alledem nicht. „Klar, wie spielen zu Hause und wollen daher auch etwas bieten. Aber wir sollten uns deswegen jetzt nicht alle verrückt machen.“

Anstoß: 15 Uhr

SF Königshardt (6.) - Adler Frintrop (5.) 

In dieser Partie treffen die direkten Tabellennachbarn aufeinander, die aber mit unterschiedlichen Gemütslagen in das Duell gehen dürften. Denn während die Oberhausener ihr letztes Spiel mit 5:3 in Frohnhausen gewinnen konnten, musste die DJK sich mit einem 2:2 gegen den Tabellenletzten Essen-Holsterhausen begnügen. „Auch wenn sich Holsterhausen verstärkt hat: Wir haben in der Hinrunde dort auch nicht gerade gut gespielt, aber mit 6:2 gewonnen“, stichelt Königshardts Cheftrainer Robert Reichert schon einmal etwas vor dem Duell.

   Reichert selbst wurde im Laufe des Donnerstages krank und konnte abends auch nicht trainieren. Er hofft aber am Sonntag an der Seitenlinie stehen zu können. Und dann zählt eigentlich nur eines: „Es kann für uns nur noch eine Richtung geben und die heißt nach oben. Von unten kommen wir, nachdem wir den Start in die Saison verpatzt haben“, wird Reichert deutlich und nimmt auch kein Blatt vor dem Mund, dass die Hinrunde mehr als bescheiden lief für den Geheimfavoriten auf den Aufstieg. Doch Reichert weiß auch, dass deswegen die drei Punkte am kommenden Sonntag noch längst nicht für seine Mannschaft reserviert sind. „Wir sind uns bewusst, dass es keine leichte Partie wird, Frintrop steht schon zu Recht so weit oben. Aber wir sind sehr gefestigt und können selbst nach einem Rückstand auch noch einmal zurückkommen. Wir sind nun schon fast zehn Spiele ungeschlagen, wenn man die Pokalpartie hinzunimmt. Wir haben eine Menge Selbstvertrauen“, warnt Reichert den nächsten Gegner.

   Der kommt mit einer bekannten Verstärkung aus der Winterpause. Denn Rene Landers trug in der Hinrunde noch die Farben der Oberhausener. Nun spielt er in Essen bei der DJK. „Wir wollen ihm natürlich ein ganz besonderes Wiedersehen bescheren“, erzählt Reichert mit einem Augenzwinkern. Verzichten muss Reichert allerdings auf David Reuschenbach, der im Urlaub weilt. Reuschenbach fehlte schon bei dieser Hinrundenpartie urlaubsbedingt. Damals verlor Königshardt mit 2:3. Ein schlechtes Omen?

Anstoß: 15 Uhr

Sterkrade-Nord (2.) - SC Frintrop (10.)

Durch den eigenen Sieg am vergangenen Sonntag bei Tgd Essen West und dem Unentschieden des SC 20 Oberhausen, liegen die Nordler nun nur noch zwei Punkte hinter dem Tabellenführer SC 20 auf Rang Zwei. "Ich habe ehrlicherweise nicht damit gerechnet, dass der SC Punkte abgibt. Natürlich schaue ich mit einem Auge darauf was, die Konkurrenz macht. Aber es interessiert mich viel mehr, was meine Mannschaft macht. Solange wir unsere Spiele erfolgreich gestalten, brauchen wir nicht auf andere zu gucken", so Nord-Trainer Lars Mühlbauer. 

   Die weiterhin ungeschlagenen Sterkrade empfangen am kommenden Sonntag den Tabellenzehnten SC Frintrop, der vor seinem ersten Pflichtspiel in diesem Jahr steht, da die Essener in der Vorwoche spielfrei hatten. "Wenn wir an unsere Leistungen anknüpfen, die wir bislang in der Liga gezeigt haben, bin ich sehr optimistisch, dass wir Sonntag die nächsten drei Punkte einfahren", erklärt Mühlbauer, der im Spiel gegen die Essener alle Mann an Bord hat.

   Zu unterschätzen sind die Frintroper aber nicht: 13 ihrer 21 Zähler sammelte der SC auf des Gegners Platz und steht somit auf Rang Sechs der Auswärtstabelle. Im Hinspiel fielen ganze sieben Treffer und die Nordler konnten am Ende knapp mit 4:3 gewinnen. Dadurch dass die ersten Fünf der Liga gerade einmal acht Punkte trennen, sind Fehltritte gegen vermeintlich schwächere Mannschaften wohl kaum erlaubt. Doch dessen sind sich Mühlbauer und sein Team natürlich bewusst. "Wir spielen bislang so souverän. Das gefällt mir richtig", lobt der Nord-Coach abschließend.  
Anstoß: 15 Uhr

Die weiteren Partien in dieser Liga:

Union Frintrop (14.) - Adler Osterfeld (7.)

Arminia Klosterhardt II (9.) - VfB Frohnhausen (11.)

SC Phönix Essen (12.) - Tgd Essen West (15.)

DJK SG Altenessen (4.) -> Spielfrei

Bezirksliga - Gruppe 9

08/29 Friedrichsfeld (6.) - GW Holten (14.)

Nach dem überzeugenden 4:0-Sieg über den TV Voerde am vergangenen Sonntag war die Stimmung bei den Grün-Weißen unter der Woche "natürlich gut", wie Pressesprecher Heiko Baxmann verriet. Doch mit dem kommenden Gegner, Friedrichsfeld 08/29, wartet bereits das nächste Spiel. "Friedrichsfeld wird ein anderes Kaliber als Voerde sein. Wir wollen da natürlich etwas holen. Vielleicht haben wir dadurch einen kleinen Vorteil, dass Friedrichsfeld noch kein Pflichtspiel bestritten hat", so Baxmann.

   Allerdings könnte der vermeintliche Vorteil durch einige Ausfälle revidiert werden: Hakan Kaygisiz, der am vergangenen Sonntag eine Platzwunde davon getragen hat und genäht werden musste, fällt ebenso aus wie Ali Karagöz, der sich das Knie verdreht hat. Hinter dem Einsatz von Manuel Mucha steht zudem ein Fragezichen, da er sich mit Adduktorenproblemen herumplagt. "Die Ausfälle sind natürlich kontraproduktiv und tun schon weh. Nichtsdestotrotz müssen wir zusehen, dass wir nach Möglichkeit auch in Friedrichsfeld punkten", erklärt Heiko Baxmann.

   Friedrichsfeld hat zu Hause erst eine Niederlage hinnehmen müssen, aber dafür auch schon drei Mal die Punkte teilen müssen. Holten ist zudem auf des Gegners Platz noch sieglos. Diese Bilanzen sprechen für Friedrichsfeld. Doch die Holtener dürften mit breiter Brust in die Partie gehen. Bricht die negative Auswärtsserie der Grün-Weißen also am Sonntag?

Anstoß: 15 Uhr

SV Rhenania (5.) - Dostlukspor (8.)

Das spannendste Bottroper Derby an diesem Sonntag steigt wohl "Im Blankenfeld". Beide Teams sind auf Wiedergutmachung aus, was die Brisanz dieser Partie nicht mindern wird. Die Rhenanen wollen sich nach der unglücklichen 1:2-Niederlage gegen den VfR 08 Oberhausen in der Vorwoche rächen, um zu mindestens drei, der von Oliver Dirr geforderten vier Punkte aus den ersten beiden Rückrundenpartien zu holen. Auf der anderen Seite will man die Geschehnisse vom Wochenende vergessen lassen und sich für die Hinspielniederlage (0:2) revanchieren.

   "Wir wollen die zweite Macht im Bottroper Fussball bleiben. Und das geht nur mit einem Sieg, welcher meine Laune schlagartig steigern würde", so SVR-Coach Oliver Dirr, dessen Stimmung unter der Woche zwar "besser, aber nicht gut wurde." Das aktuell größte Problem, dass seine Mannschaft derzeit hat, ist die Defensive: "Solange wir hinten keine Stabilität reinbringen, haben wir oben nix zu suchen. Ich bin viermal aufgestiegen und habe dabei nie mehr als 25 Gegentore kassiert. Jetzt sind wir schon bei 27 und haben noch die ganze Rückrunde vor uns. Meine große Hoffnung liegt auf unserer guten Heimbilanz und dass wir bei einer Führung in dieser Saison noch nicht verloren haben. Diesen Trend sollten wir aufrecht erhalten. Wir wollen unserem eigenen Publikum was anbieten und nicht nur erfolgreich, sondern auch schön spielen." In einem Atemzug warnt Dirr aber vor dem angeschlagenen Boxer Dostlukspor Bottrop: "Wenn du wenige Minuten vor Schluss führst und der Schiedsrichter die Partie dann abricht, dann würde ich als Spieler vor Wut kochen. Hinzu kommt noch, dass mit Stempel, Nassar und Schreiner drei Stammkräfte ausfallen. Dostlukspor wird versuchen diese Ausfälle zu kompensieren. Wir lassen uns mal überraschen." Verzichten müssen die Hausherren auf Dominik Wenderdel (starke Prellung) und Timo Kleer (Zerrung). Bei Wenderdel haben die Ärzte zwar grünes Licht gegeben, doch Oliver Dirr verzichtet auf den Jungstar, um eine schlimmere Verletzung zu vermeiden. Jan Golombiewski und Marc Schäffler stehen dagegen wieder zu Verfügung.

   Bei den Gästen von der Beckstraße hat sich das Verletzungspech eingeschlichen. Neben den Rekonvaleszenten Christian Jusik, David Molitor und Akin Uzay kommen jetzt noch Sebastian Stempel, Vitali Schreiner und Andre Pietrosch hinzu. Zudem fällt Georges Nassar aufgrund des Platzverweises aus. "Nicht die beste Voraussetzung. Es ist ein wenig ärgerlich, in der Vorbereitung hatten wir keine Probleme. Doch lamentieren bringt nix. Wir fahren nicht nach Rhenania um zu verlieren." Seine Äußerungen von letzter Woche revidiert Stempel inzwischen: "Nachdem was bei der Recherche über den Hamborner Torhüter raus gekommen ist, habe ich meine Ansicht überdacht und nehme zurück was ich gesagt habe." Was das Thema Verlängerung angeht, will Stempel jedoch erst einmal die Saison abwarten und mit Dostlukspor einen vernünftigen Tabellenplatz heraus holen. 

Anstoß: 15 Uhr

GA Möllen (3.) - VfR 08 Oberhausen (2.)

Da jagt ein Spitzenspiel das nächste. Denn nachdem der VfR 08 Oberhausen bereits letzte Woche gegen den Tabellendritten SV Rhenania Bottrop antreten musste und mit 2:1 gewann, wartet nun der neue Tabellendritte GA Möllen. Im sicherlich nicht leichten Auswärtsspiel - Möllen hat erst einmal zu Hause verloren - will VfR-Trainer Jörg Kessen „mit der gleichen Konstellation wie gegen Rhenania“ das Spiel bestreiten. Sprich: „Wir müssen gewappnet sein, da fünf bis sechs Mannschaften aufteigen wollen und können. Wir müssen auch wieder gegen Möllen Zweikämpfe annehmen, eine hohe Laufbereitschaft an den Tag legen und vor allem bis zum Schluss konzentriert bleiben.“

   Insbesondere Letzteres gefiel dem neuen Trainer im letzten Spiel nicht. „Das habe ich in den letzten zehn Minuten komplett vermisst. Wir haben die letzte halbe Stunde gegen Rhenania nicht mehr gut gespielt und das habe ich der Mannschaft auch Anfang der Woche noch einmal gesagt. Die Intensität muss oben bleiben. So ein Glück wie letzte Woche werden wir nicht immer haben. Allerdings ist es auch klar, dass wir vor keiner Mannschaft in dieser Liga Angst haben müssen“, so Kessen zu Auf’m Platz. Kessen baut vor allem darauf, dass Kapitän Marcel Beyer wieder zurück im Kader ist. „Das habe ich ja beispielsweise letzte Woche gar nicht erwähnt. Mit Beyer, Reichert und Brambusch fehlte unser Herzstück gegen Rhenania. Für Reichert kommt das Spiel in Möllen zwar noch eine Woche zu früh. Aber Reichert wird auch wieder dabei sein.“

   Viel Motivation wird der Tabellenzweite, der mit Spitzenreiter Oberlohberg bei einer mehr absolvierten Partie punktgleich ist, nicht brauchen. „Ich habe den Jungs schon gesagt, dass man für solche Spitzenspiele trainiert.“ Damit dürfte wohl alles gesagt und angerichtet sein. 

Anstoß: 15 Uhr

Die weiteren Partien in dieser Liga:

TV Voerde (12.) - SV Spellen (16.) *Bereits Sa, 9. März*

Spvgg. Meiderich (11.) - SGP Oberlohberg (1.)

Genc Osman Duisburg (9.) - TuRa Duisburg (7.)

Hertha Hamborn (10.) - Hilal Duisburg (15.)

SF Hamborn II (4.) - TSV Bruckhausen (13.)

Kreisliga A

Sterkrade-Nord II (13.) - VfR Ebel (16.)

Am 16. Spieltag kommt es zu einem, für beide Teams, richtungsweisenden Spiel an der Lütticherstraße. Während Nord aus zwei Partien schon vier Punkte holte und damit sein Kontostand von acht auf zwölf Zähler verbesserte, schafften es die Gäste aus Bottrop es nicht, den Schwung aus dem 1:1 gegen Adler mitzunehmen und fingen sich gegen Buschhausen einen glattes 0:3 ein. Der VfR hat somit weiterhin nur vier Punkte vorzuweisen und steht, obwohl noch 15 Spieltage zu absolvieren sind, jetzt schon mit dem Rücken zur Wand. Und das Post Oberhausen und Adler Osterfeld II ein beziehungsweise drei Punkte holten, verschärft die Situation für die Nowak-Truppe noch.

   Für Ebel-Coach Herbert Nowak liegt der Grund für die derzeitige Situation klar auf der Hand: "Uns fehlt einfach die Qualität. Die Jungs reißen sich Woche für Woche den Arsch auf, aber es fehlt einfach die Klasse. Und wenn dann ein Martin Bonnenmann und ein Levent Memisoglu fehlen, dann ist es bei unserem dünn besetzten Kader sehr schwer, diese Ausfälle Eins zu eins zu ersetzen. Mit dem Kader von Donnerstag werden wir es auch gegen Sterkrade sehr, sehr schwer haben." Auch was die Freigabe bzgl. seines Sohnes Andreas betrifft, den Nowak schmerzlich vermisst, sieht es sehr schlecht aus: "Es sind zwar alle Papiere eingereicht worden, aber wohl nicht rechtzeitig. Ich vermute, dass er bis zum Juni gesperrt bleiben wird." Bei einer Niederlage gegen die Oberhausener ist der Zug so gut wie abgefahren, doch aufgeben will und wird Nowak nicht: "Es muss einfach nur mal ein Glücksgefühl kommen. Am besten natürlich ein Sieg am Sonntag oder mal ein Punkt bei einer Mannschaft von oben. Die Mannschaft hat es sich verdient." Glaubt man an Statistiken steht das Duell für die Ebeler unter keinem guten Stern. Noch nie konnte Nowak mit einer seiner Verein an der Lütticherstraße was Zählbares holen. Verzichten muss der VfR auf das Urgestein Mario Washofer, der beruflich verhindert ist.

   Für Sterkrade-Trainer Thorsten Lamers ist der VfR Ebel wie ein angeschlagener Boxer: "Für Ebel ist es wohl die letzte Chance. Bei einer Niederlage gehe ich nicht davon aus, dass sie die Klasse halten können. Das macht die ganze Sache umso brisanter. Wir müssen höllisch aufpassen. Aber wir wollen unseren Trend fortsetzen und können und wollen auch nicht auf drei Punkte verzichten." Lamers lässt es sich auch nicht nehmen, nochmal ein großes Lob an seine Mannschaft für das 3:2 gegen Barisspor auszusprechen: "Ich bin zwar gestern um Jahre gealtert, aber wie die Mannschaft sich nach dem 2:2 Verhalten hat, war großartig. Für uns war die 2:0-Führung ja eine völlig neue Situation. Da sind wir nervös geworden und haben den Ausgleich kassiert. Doch die Spieler haben sofort den Schalter umgelegt und sich nicht schocken lassen. Das stimmt mich mehr als positiv für die nächsten Aufgaben." Beim Tabellenvorletzten muss die Bezirksliga-Reserve auf ihren Libero Sven Kreuzberger (Rote Karte) verzichten, zudem wird wohl Mike Ratkowski in die erste Mannschaft zurückkehren.  

Anstoß: 13 Uhr

SV Fortuna (3.) - Arminia Lirich (9.)

Während die Fortunen unter der Woche über 90 Minuten gefightet haben, konnten die Arminen sich ausruhen, da sie ihre Partie an diesem Spieltag schon Ende November absolviert haben. Doch ob es ein Vorteil für die Oberhausener ist, ist zu bezweifeln, da die Rheinbaben mit jeder Menge Wut im Bauch in die Partie gehen werden.

   Zu groß war die Enttäuschung von Marco Hoffmann und seinen Schützlingen nach der Niederlage beim Spitzenreiter SW Alstaden. So kommt für Sonntag nichts anderes als drei Punkte in Frage. "Wenn wir gewinnen würden wir zwei Punkte gut machen. In der Hinrunde hatten wir nach zwei Spieltagen erst vier Zähler auf dem Konto, am Sonntag wären es dann schon sechs aus den ersten beiden Rückrundenspielen."

   Arminen-Übungsleiter Thorsten Hamm rechnet mit einer sehr schweren Partie, hofft aber das Ergebnis aus dem Hinspiel wiederholen zu können(0:0). Durch den Kunstrasen sieht er die Hausherren leicht im Vorteil, weiß aber auch, dass seine Mannschaft in der Lage ist, sich schnell auf dem ungewohnten Geläuf einzuspielen. "Ich würd es mir wünschen, dass es so läuft wie gegen Concordia. Natürlich nicht vom Ergebnis her, aber da konnten wir den Tabellenzweiten relativ lange in Schach halten und haben erst spät die Gegentore kassiert", so Hamm. Ohne Christian Fänger (Grippe) und Rene Kasper (Aufbautraining) tritt der Tabellenneunte die Reise an die Rheinbabenstraße an. 

Anstoß: 15 Uhr

RSV Klosterhardt (11.) - SG Osterfeld (7.)

"Jetzt kommen die Spiele auf Augenhöhe", blickt Osterfelds Coach Hartwig Jondral auf die nächsten Wochen. Nachdem sich die SG in den vergangenen Tagen mit den Topmannschaften der Liga, dem SV Concordia und dem SV Fortuna, auseinander setzen und Niederlagen einstecken musste, treten die Osterfelder am Sonntag beim RSV Klosterhardt an. Die Rasensportler konnten aus den bisherigen zwei Meisterschaftsspielen nur einen Zähler sammeln. Gegen SW Alstaden gab es eine 0:1-Niederlage und am vergangenen Mittwoch musste man in der 87. Minute den 1:1-Ausgleichstreffer hinnehmen. RSV-Coach Jörg Salamon sprach dabei von zwei verlorenen Punkten: "Wir haben nach der Führung drei bis vier 100 %-ige Chancen, nutzen aber keine."

   Aktuell trennen die RSV'ler und die Osterfelder acht Punkte. Dennoch betont Jondral, dem am Sonntag mit Richter und Konrad zwei Alternativen mehr zur Verfügung stehen werden, dass man keinen Favorit ausmachen könne: "Das ist ein Spiel auf Augenhöhe, bei dem die Tagesform entscheiden wird." Auch der Blick auf die Heim- bzw. Auswärtstabelle bestätigt Jondrals Prognose: Der RSV konnte bislang erst einen Heimsieg einfahren und auch die Osterfelder konnten sich auf des Gegners erst einmal über einen Dreier freuen.

    Auch RSV-Coach Jörg Salamon erwartet daher ein enges Spiel, dennoch wolle man den ersten Sieg im neuen Jahr einfahren: "Wir wollen die verlorenen Punkte von Donnerstag zurückholen."

   "Wir wollen so schnell wie möglich die 40-Punkte-Marke knacken. Dafür dass wir als Abstiegskandidat Nummer Eins gehandelt wurden, machen wir das bislang ganz gut", so Jondral, der vor allem noch einmal die Unterstützung aus der Alt-Herren-Abteilung loben erwähnte: "Die Spieler stellen sich immer zur Verfügung. Am Mittwoch machte beispielsweise Michael Kettler ein sehr gutes Spiel. Klar würde man als Trainer gerne auf eine 2. Mannschaft oder eine A-Jugend zurückgreifen. Doch ich bin erst einmal froh, dass die Zusammenarbeit mit der Alt-Herren-Anteilung so gut läuft."

Anstoß: 15 Uhr

SV Vorwärts (15.) - SW Alstaden (1.)

David gegen Goliath, Greuther Fürth gegen Bayern München oder San Marino gegen Spanien. Es gibt viele Vergleiche, die auf dieses Duell an der Paßstraße zutreffen. Während die Gäste der Bezirksliga Woche für Woche immer näher kommen, wird die Luft bei den 08-ern immer dünner. Und so ist der Favorit hier nicht schwer auszumachen. Allerdings gab es im Hinspiel ein knappes 1:0 für die Schwarz-Weißen und in den letzten beiden Duellen bei den Bottropern gab es für den Spitzenreiter nichts zu holen.

   Doch für SWA-Trainer Guido Contrino ist die Marschroute klar: "Wenn wir in Vorwärts nicht gewinnen, dann war der Sieg gegen Fortuna nichts wert. Wir wollen unsere Serie weiter fortsetzen." Und die ist mit der maximalen Punkteausbeute aus 15 Spielen mehr als überragend. Der letzte A-Ligist, der ungeschlagen in die Bezirksliga aufgestiegen ist, war GW Holten, die vor zwei Jahren mit 24 Siegen und sechs Unentschieden souverän erste wurden.

   Klaus Kisters, Geschäftsführer bei den Hausherren, sieht die Sache sehr ernüchternd: "Unsere Prioritäten müssen wir woanders setzen. Wir wollen die Punkte nicht verschenken, aber wenn es nichts zu holen gibt, dann bricht für usn die Welt nicht auseinander. Da muss man realistisch sein." Zusätzlich zu der eh schon der dünnen Personaldecke, muss Trainer Ralf Höner jetzt auch noch auf Alex Martin verzichten, der sich gegen SuS  21 eine Rote Karte eingefangen hat. 

Anstoß: 15 Uhr

Barisspor (10.) - VfR 08 Oberhausen II (5.)

Nach zwei absolvierten Rückrundenpartien stehen diese beiden Teams im unteren Drittel. Während der VfR immerhin noch ein Punkt gegen Nord einfachen konnte, stehen die Bottroper mit zwei Niederlagen und einem Torverhältnis von 2:16 auf dem letzten Tabellenplatz. Nun kommt es zum Aufeinandertreffen, bei dem der Druck bei den Hausherren wesentlich höher liegt.

   Zwar haben die Bottroper gute neun Punkte Vorsprung auf einem Abstiegsplatz, der sich zwar am Wochenende voraussichtlich nicht verkleinern wird, doch Coach Mustafa Taspinar warnt davor, diese Situation auf die leichte Schulter zu nehmen: "Die Mannschaften von unten fangen so langsam an ihre Spiele in Form zu kommen und ihre Spiele zu gewinnen. Wenn man da ein-, zwei- oder dreimal verliert, dann steckst du schnell mit unten drin. Das müssen wir verhindern." Für Sonntag setzt Taspinar auf den Heimvorteil und peilt, auch durch eine offensivere Ausrichtung, drei Zähler ein. "In dieser Liga gibt es für mich keine Mannschaft, außer vielleicht Concordia, die eine Übermacht hat", so Taspinar.

   VfR-Trainer Günter Gbur sieht die magere Ausbeute aus den letzten beiden Partien eher gelassen: "Wir haben uns ein komfortables Polster in der Hinrunde aufgebaut, dass uns diese Ergebnisse nicht umhauen. Für mich zählen die ersten drei bis vier Partien noch zur Vorbereitung. Nichtsdestotrotz wollen wir was mitnehmen aus Barisspor."

Anstoß: 15 Uhr

SV Concordia (2.) - GA Sterkrade (8.) 

Die englische Woche geht unermüdlich weiter und nachdem die Concordia noch am Mittwoch im Einsatz war, geht es Sonntag direkt wieder auf’m Platz. Mit dem Tabellenachten GA Sterkrade wartet eine vermeintlich leichtere Aufgabe auf den Gastgeber - will man zumindest auf den ersten Blick meinen. Doch weit gefehlt. Beide Seiten sind sich einig, dass es ein enges Match werden dürfte.

   So erinnerte beispielsweise Concordias Manolo Dente nur zu gerne an das Hinspiel. „Wir haben zwar 4:1 gewonnen. Aber wir haben nur gewonnen, weil wir effizienter waren. GA Sterkrade war ein brutal starker Gegner, der es uns extrem schwer gemacht hat. Daher gehe ich stark davon aus, dass es Sonntag auch ein sehr schweres Spiel wird.“ Und die Gäste? Trainer Michael Buhlmann hat das Auswärtsspiel auch noch längst nicht abgehakt, auch wenn die Concordia bis auf ein Unentschieden bisher alles gewonnen hat. „Wir fahren da bestimmt nicht hin, um uns in die Hose zu machen und wieder ohne Punkte nach Hause zu fahren. Derbys sind immer spezielle Spiele und ich kann mich auch noch sehr gut an das Hinspiel erinnern, als wir nach 20 Minuten eigentlich hätten mit 3:0 führen müssen. Wir haben dann zwar 1:4 verloren. Aber verstecken brauchen wir uns am Sonntag sicherlich nicht“, so Buhlmann zu Auf’m Platz. Buhlmann glaubt deswegen eine Chance auch zu haben, „weil wir befreit aufspielen können. Der Druck liegt bei der Concordia, die keine Punkte im Aufstiegskampf abgeben darf. Wir dagegen können das Aufstiegsrennen noch spannend machen, wenn wir der SVC Punkte abjagen.“

   Der Gästetrainer unterstreicht, dass man eh noch etwas gut zu machen hat. „Wir wollen noch Fünfter werden, das ist unser Minimalziel. Die Hinrunde ist nicht so positiv gelaufen, wie wir uns das erhofft hatten, deswegen wollen wir jetzt in der Rückrunde noch einmal ordentlich Gas geben.“ Dabei kann Buhlmann auf denselben Kader zurückgreifen, wie schon im letzten Spiel, als man Barisspor Bottrop überraschend deutlich mit 13:0 (!) vom Platz fegte. „Da stimmte sicherlich auch das ein oder andere beim Gegner nicht. Aber man muss in der Kreisliga A auch erst einmal 13 Tore schießen“, so Buhlmann weiter. Bei Concordia sieht auch alles so aus, wie noch am Mittwoch. „Wir geben uns einfach weiter bescheiden und wollen auf dem Boden bleiben. Es wird sicherlich kein leichtes Spiel und wir werden wieder alles geben müssen, wenn wir punkten wollen“, hält Dente tatsächlich den Ball auch weiterhin gerne flach.

Anstoß: 15 Uhr

Die weiteren Partien in dieser Liga:

SC 1912 (6.) - Post Oberhausen (14.)

Adler Osterfeld II (12.) - SuS 21 (4.)

Kreisliga B - Gruppe 1

SV 1911 (3.) - Dostlukspor II (4.)

Duell der beiden direkten Tabellenkonkurrenten. Die 1911er wollen auf den zweiten Tabellenplatz mit einem Sieg und fremder Hilfe - TUS Buschhausen müsste BW Oberhausen Punkte abknöpfen - ist es möglich. Dostlukspor Bottrop will den Tabellenplatz der 1911er einnehmen, ein Unentschieden würde reichen, dann sind die Mannschaften zwar punktgleich, doch momentan verschreiben die Gäste ein besseres Torverhältnis.

   Spannend wird das Spiel allemal und die beiden Mannschaften stehen auf Augenhöhe. Doch die Gäste aus dem Volkspark gehen mit einem kleinen Vorteil in die Partie, denn die 1911er plagen Personalprobleme. "Christopher Schröter und Marcel Jelitto fallen beide aus, da sie für vier Wochen im Urlaub sind. Somit müssen die Spieler der zweiten Reihe jetzt zeigen, was sie können.", verriet der Trainer der Platzherren, Ralf Quabeck. Dostlukspor Trainer Nejdet Arslan hingegen kann aus dem Vollen schöpfen:"Wir haben keine verletzten, alle Spieler sind am Sonntag an Bord."

   Doch auch mit den Personalsorgen wollen die Gastgeber die Höchstleistung abrufen. "Es wird schon schwer gegen Dostlukspor, doch wir wollen gucken, dass wir weiterhin oben mitspielen und wollen Zuhause natürlich punkten", so der Trainer der 1911er. Und auch die Gäste erhoffen sich Punkte und werden es den Platzherren nicht einfach machen. "Wir wollen ganz klar auf Sieg spielen. Die 11er sind nicht schlecht, doch wir sind auch nicht schwach. Allerdings kommt es immer auf die Tagesform an." 

Anstoß: 15 Uhr

Die weiteren Partien in dieser Liga:

BW Oberhausen II - TuS Buschhausen

SC 1912 Buschhausen II - Adler Oberhausen

Barisspor II - Arminia Klosterhardt III

SV Concordia II - Fortuna Alstaden

BV Osterfeld - Arminia Lirich II

PSV Oberhausen - SG Oberhausen 92

SV Vonderort - TSV Safakspor II

Kreisliga B - Gruppe 2

Sterkrade 06/07 II (16.) - BW Fuhlenbrock (2.)

Abstiegskandidat trifft auf Aufstiegskandidat am Sonntagmittag. Die Rollen sind klar verteilt. Die Fuhlenbrocker gehen als klarer Favorit in die Partie und blicken auf eine erfolgreiche Woche zurück. Nach dem 5:1-Sieg gegen den FC Polonia am Donnerstagabend wollen die Fuhlenbrocker auch gegen den Tabellenletzten punkten. Und alles spricht für die Bottroper, die Oberhausener unterlagen am Mittwochabend dem SC Viktoria mit 3:5 und die Niederlage ist schwer zu verarbeiten, zudem sieht es in der Tabelle gar nicht gut aus für die Oberhausener, denn sie befinden sich zurzeit auf dem letzten Tabellenplatz und würden somit direkt absteigen. Wenn sie in der kommenden Saison weiterhin in der Kreisliga B kicken wollen, dann müssen die ersten Punkte her. Doch ob man gegen die starken Fuhlenbrocker punkten kann?

   Die Bottroper wollen dem Spitzenreiter an den Fersen bleiben und den Abstand wieder bis auf einen Zähler verkürzen, drei Punkte würden auch dem Bottroper Trainer Andre Hülsmann ins Konzept passen: "Wir wollen nach Möglichkeit drei Punkte und wenn wir alle fit sind und einen guten Lauf haben, dann holen wir diese auch."

    Zudem stehen dem Trainer alle Spieler zu Verfügung und es sind keine Ausfälle zu kompensieren. Wenn die Oberhausener mithalten wollen, muss sich die Leistung im Vergleich zu den letzten Wochen erheblich steigern. Sie werden es alles andere als leicht haben. 

Anstoß: 13 Uhr

VfB Bottrop II (5.) - SC Viktoria (6.)

Die beiden direkten Tabellenkonkurrenten treffen aufeinander und beide wollen punkten. Mit einem Sieg und einem Patzer der SUS 21 Oberhausen Reserve, würden die Platzherren den vierten Tabellenrang erklimmen. Sollten die Gäste das Rennen machen, nehmen sie den Tabellenplatz der Vfber ein. In den Spielen unter der Woche überzeugten beide Mannschaften mit guter Leistung. Die Gäste setzten sich am Mittwochabend gegen Sterkrade 06/07 II mit 5:3 durch und auch die VfBer holten am Donnerstagabend drei Punkte, mit einem 4:1-Sieg gegen die BVO-Reserve. Die Mannschaften stehen nicht umsonst im oberen Tabellendrittel und sind so gut wie gleichwertig, sodass es für beide Mannschaften sehr schwer wird das Spiel für sich zu entscheiden.

   Doch der Trainer der Platzherren denkt, dass die Viktorianer einen kleinen Vorteil haben. "Die Viktorianer sind im Moment gang gut, wir haben zwar auch einen guten Lauf, aber obwohl wir Zuhause spielen, denke ich sind die Gäste ein wenig favorisiert", verriet der Trainer von VfB Bottrop. Dies könnte daran liegen, dass die Platzherren viele Ausfälle kompensieren müssen und der Kader sehr geschrumpft ist.

   Trotz alledem wird es auch für Viktoria kein Selbstläufer, denn auch mit einem kleineren Kader und einigen Ausfällen, werden die Platzherren auf Sieg spielen.

Anstoß: 13 Uhr

Batenbrocker Ruhrpott Kicker (11.) - Welheimer Löwen (10.)

Und noch ein Duell zweier Tabellenkonkurrenten. Derzeit sind beide Mannschaften punktgleich in der Tabelle und die Löwen haben lediglich ein besseres Torverhältnis zu verschreiben. Das soll sich allerdings ändern und beide Mannschaften wollen punkten.  Die Ansage von dem Gästetrainer Thomas "Netzer" Ochojski ist deutlich: "Wir wollen voll auf Sieg spielen." Doch die Batenbrocker werden es den Löwen nicht leicht machen, ähnlich wie im Hinspiel wollen sich die Platzherren wieder gegen die Löwen durchsetzten und auf der eigenen Platzanlage punkte holen. Löwentrainer "Netzer" hat das Hinspiel in keiner guten Erinnerung: "Im Hinspiel waren wir die bessere Mannschaft und haben trotzdem verloren, deshalb haben wir jetzt was gut zu machen." 

   In der vergangenen Woche unterlagen die Batenbrocker trotz kämpferischer Leistung, dem Aufstiegskandidaten BW Fuhlenbrock mit 5:2. Die Gäste hingegen besiegten den FC Polonia mit 4:3. An den Sieg wollen die Löwen anknüpfen. Aber trotz der Niederlage haben die Batenbrocker sich gut präsentiert und wollen sich diese Woche für die letzte Niederlage rächen. 

   Mit einem kleinen Vorteil gehen die Platzherren ins Rennen, denn der Kader der Welheimer wird immer kleiner. "Wir haben so viele Ausfälle, dass wir mit Leuten aus der Zweiten auffüllen müssen." Allerdings soll das keine Ausrede sein, denn Trainer Ochojski ist von seiner Truppe überzeugt: "Wir wollen die Rückrunde weiterhin erfolgreich gestalten und haben trotz der Ausfälle elf sehr gute Leute auf dem Platz und wir rechnen uns Chancen aus."

Anstoß: 15 Uhr

SSV 51 (15.) - FC Sterkrade 72 (1.)

Der Abstiegskampf geht weiter und mit bereits zwei Niederlagen im Rücken, gegen Glück-Auf Sterkrade und der Rhenania Bottrop Reserve sieht es nicht gut aus für das Kellerkind. Und jetzt müssen die Gastgeber auch noch gegen den Spitzenreiter ran. Die Oberhausener gehen als klarer Favorit in die Partie, auch nach der deutlichen Niederlage am Dienstagabend gegen die Sportfreunde aus Königshardt, spricht alles für die Oberhausener. Denn die Platzherren konnten bis zum jetzigen Zeitpunkt nicht überzeugen. Außerdem ist es für die Oberhausener ein Pflichtsieg, denn sie wollen den Abstand auf die Tabellenkonkurrenten wieder vergrößern und an der Tabellenspitze bleiben. 

   Trainer der Bottroper, Hendrik Biegiesch, hofft darauf, dass die Mannschaft viel Disziplin aufbringt. " Wir werden unser Bestes geben und alles tun, was in unserer Macht steht, wir müssen mit viel Disziplin und Erhgeiz an die Sache gehen und wollen uns nicht abschlachten lassen."

   Das der Spitzenreiter über den Abstiegskandidaten stolpert ist sehr unwahrscheinlich, doch im Fußball ist bekannterweise alles möglich. Doch die Platzherren gehen als klarer Außenseiter in die Partie und werden es alles andere als leicht haben. 

   Gäste-Trainer Ahmed Mohamad hat klare Vorstellungen für kommenden Sonntag: "Ich erwarte eine Reaktion von meiner Mannschaft nach der Niederlage gegen Königshardt II." Allerdings muss Mohamad erst einmal und wohlmöglich auch länger auf Kapitän Mourad Ouldaly verzichten, der sich im letzten Spiel eine schwere Verletzung an der Schulter zugezogen hat. Ein MRT steht hier noch aus. Außerdem wird auch Mukki Oztürk ausfallen. "Jetzt müssen halt die Spieler sich im Kader anbieten und zeigen, was sie können, die sonst weniger spielen", fordert der Cheftrainer.  

Anstoß: 15 Uhr

Die weiteren Partien in dieser Liga:

SV Fortuna II - TB Oberhausen

SV Rhenania II - BV Osterfeld II

FC Polonia - GA Sterkrade II

SF Königshardt II - SuS 21 Oberhausen II

Kommentar schreiben

Kommentare: 11
  • #1

    Willi (Freitag, 08 März 2013 20:23)

    Im Bericht Rhenania gegen dostlukspor ist es falsch dargestellt das Rhenania Revanche will, denn sie haben das Hinspiel 2:0 gewonnen und nicht wie im Bericht steht dostlukspor:)!!!

  • #2

    mop (Freitag, 08 März 2013 22:26)

    Biegisch pack schon mal den Rechenschieber aus !!

  • #3

    vfb (Freitag, 08 März 2013 22:50)

    Nr 9 von fc Remscheid ist gesperrt also kopf hoch.

  • #4

    übernommen (Samstag, 09 März 2013 00:11)

    An aufm Platz Team finde es schlecht das jetzt nur noch vereinzelte vorberichte geschrieben werden und die anderen nicht mehr erwähnt werden,wusste man vorher das mehr Arbeit auf euch zu kommen wird für mich persönlich gibt es einen dicken minus punkt

  • #5

    SSV51 (Samstag, 09 März 2013 08:59)

    Henne deine Manschaft bricht doch ausseinander woran das wohl liegt ?

  • #6

    Hellseher (Samstag, 09 März 2013 09:32)

    Morgen gewinnt der Henne mit seiner Truppe ganz locker. Wer das nicht glaubt ist selbst dran Schuld. Auch wenn es am Ende nur die Erfahrung ist aber er gewinnt Henne mach SSV eingefallen und Hör auf.

  • #7

    @ebel (Samstag, 09 März 2013 18:05)

    Also nach den beiden Spielen, die ich jetzt gesehen habe könnt ihr ohne Mario nicht viel reißen hinten.Es sei den, der Levent wir spielen. Gluck auf und ein gutes Spiel.Komme Sonntag wieder gucken

  • #8

    UDO (Samstag, 09 März 2013 18:16)

    Ebel kann froh sein das es noch Urgesteine wie Mario Washofer,Pascal Falk,Andre Reimann gibt, sonst wäre der Verein schon zwei mal dicht. Aber wehe die Jungs brauchen mal ein paar neue Fussballschuhe. Dann werden sie mit dem Arsch nicht angeschaut.

  • #9

    Leser (Samstag, 09 März 2013 22:05)

    Ja irgendwie sind die Berichte auch anders ?! Schreibt da immer jemand anderes ?

  • #10

    an Stempel (Samstag, 09 März 2013 22:55)

    "Nachdem was bei der Recherche über den Hamborner Torhüter raus gekommen ist, habe ich meine Ansicht überdacht und nehme zurück was ich gesagt habe"
    WAS IST DAS DENN SIND WIR HIER IM KINDERGARTEN DACHTE DU BIST ERFAHREN GENUG ABER SIEHT NICHT SO AUS
    DAS IST KEIN SPIELPLATZ MEIN FREUND WENN MANN SO WAS SAGST MUSS MANN AUCH KLAR TEXT DAHINTER STEHEN

  • #11

    Pogrebnyak (Sonntag, 10 März 2013 09:58)

    Echt arm vom aufm platz team dauernd von diesen ruhrpott kickern zu berichten !!! vorallem ist es wahrlich kein topspiel der kreisliga b gegen welheimer löwen echt lachhaft