5 Fragen an ... Darius Wala

Er hat zusammen mit Eugen Wojcik vor knapp 13 Jahren den FC Polonia Bottrop  gegründet. Der Grundgedanke war den "polnischen Arbeitern ein Stück Heimat zu geben." In der Zeit hat er viele Höhen und Tiefen erlebt. Neben seiner Arbeit als Vorstandsvorsitzender lässt es sich Darius Wala nicht nehmen, bei akuter Spielernot selbst die Schuhe zu schnüren. Auf'm Platz sprach mit dem 46-Jährigen über die aktuelle Situation und die Zukunft des B-Ligisten.

5 Fragen an ...

Darius Wala, 1. Vorsitzender FC Polonia Bottrop

Auf'm Platz: Hallo Darius, wie kam es im Mai 2000 dazu, dass ihr beide den Verein gegründet habt und was waren eure ersten Schritte?

Wala: Als ich vor 15 Jahren zusammen mit meiner Familie nach Bottrop gezogen bin, haben wir regelmäßig auf einem Bolzplatz gekickt. Bei einem gemeinsamen Abend haben wir, Eugen und ich, den Entschluss gefasst dieses Projekt zu starten. Da wir zu Beginn nicht so gut aufgestellt waren, haben wir uns in der Hobbyliga angemeldet. Nach und nach kamen Leute mit Talent hinzu und so haben wir auch Erfolge gefeiert. Nachdem wir zweimal Meister und einmal Pokalsieger geworden sind, haben wir unser Glück in der Kreisliga gesucht. Es lag auch daran, dass in der Hobbyliga vermehrt Spiele ausgefallen sind, weil die Gegner nicht gekommen sind.

 

Auf'm Platz: Ihr seid jetzt in der neunten Kreisliga-Saison. Wie beurteilst du Eure Bilanz?

Wala: Wir hatten in den acht Jahren natürlich Höhen und Tiefen. Die Höhepunkte waren ganz klar die beiden Aufstiege in die Kreisliga B, der Tiefpunkt, der Abstieg nach zwei Jahren. Wir haben viele Spieler verloren und mussten quasi einen Neustart hinlegen. Einen weiteren Abstieg wollen wir nun verhindern, auch wenn es schwer wird.

 

Auf'm Platz: Da sind wir auch gleich bei der aktuellen Saison. Nach dem souveränen Aufstieg fing es gut an bei euch. Jetzt seid ihr zwei Punkte vor einem Abstiegsplatz entfernt. Was ist los bei Euch?

Wala: Das stimmt. Es fing mehr als positiv bei uns an. Leider kamen zu den zehn Punkten, die wir aus den ersten fünf Spielen geholt haben, keine mehr hinzu. Es kann sein, dass einige Spieler den Unterschied zwischen Kreisliga C und Kreisliga B unterschätzt haben. Nach dem 1:5 gegen Königshardt II hat unser ehemaliger Trainer, Herbert Nowak, dann auch seinen Hut genommen. Da sind einige Probleme in der Mannschaft zusammen gekommen, auch schon bevor Nowak gegangen ist. Unser damaliger Co-Trainer und jetziger Trainer, Adrian Schymon, musste dann erst einmal Aufbauarbeit leisten. Da standen die Ergebnisse nicht so im Vordergrund.

 

Auf'm Platz: Adrian Schymon war drei Jahre Co-Trainer und ist nun schon seit guten vier Monaten Trainer. Wie beurteilst Du seine Arbeit und steht er in der nächsten Saison auch an der Seitenlinie?

Wala: Erst einmal möchte ich ihm und auch den verbliebenden Spielern einen großen Dank ausrichten, dass sie dem Verein treu geblieben sind. Und ja, Adrian bleibt definitiv unser Trainer. Er genießt unser vollstes Vertrauen. Auch in der Mannschaft genießt er großes Ansehen und das trotz seines jungen Alters. Nach dem Abgang von Andreas Nowak, Marvin Spieß und Patrick Boes fehlen drei Stamm- und Führungskräfte die nicht Eins-zu-Eins zu ersetzten sind, doch Adi (Adrian Schymon, d.Red.) tut alles dafür, damit die Mannschaft wieder Erfolg hat. Mit Rafael Milek, Oliver Bogatzki und Martin Nowrocki rücken nun neue Leute in die Führungsrolle. Alle sind ehrgeizig und wollen den Abstieg unbedingt verhindern. Und auch wenn wir die gegen SuS 21 und gegen die Welheimer Löwen verloren haben, bin ich guter Dinge, was den Klassenerhalt betrifft. Es waren zwei starke Spiele von uns, die wir nur sehr unglücklich verloren haben. Wichtig ist, dass wir es schaffen, Konstanz in unser Spiel reinzubringen.

 

Auf'm Platz: Wie sieht Deine Zukunft und die des Vereins aus? Bleiben alle bei einem möglichen Abstieg?

Wala: Ich gehe fest davon aus, dass, wenn wir absteigen sollten, uns der Großteil der Spieler erhalten bleiben wird. Auch Adi wird bleiben. Angst vor Auflösungserscheinungen habe ich nicht. Nichtsdestotrotz wollen und werden wir uns im Sommer nach neuen Spielern umsehen. Da wir aber ein kleiner Verein sind und die Anzahl unserer Sponsoren sich in Grenzen hält, können wir nicht sehr viel bieten. Kameradschaft und Zusammenhalt, das sind die Eigenschaften, die unseren Verein ausmachen. Ein Problem ist auch, dass wir mit den Vereinen, die Kunstrasen haben, nicht mithalten können. Unser Platz war oft gesperrt im letzten Jahr. Kunstrasenplätze kommen bei der Jugend auch deutlich besser an, so dass es mit der Gründung einer Jugendmannschaft natürlich nicht so leicht wird. Wir freuen uns über jeden, der sich entschließt sich unserem Club anzuschließen. Die Leute sollen Spaß haben beim FC Polonia. Was mich persönlich angeht, ich werde dem Verein natürlich ewig treu bleiben. Vorausgesetzt, man will mich ewig hier haben.

 

Wir bedanken uns bei  Darius Wala für das Gespräch und

wünschen ihm und dem FC Polonia Bottrop noch viel Erfolg in dieser Saison!

 

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Fotoquelle: www.bundesliga.pl

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Kommentare: 2
  • #1

    Georg M. (Donnerstag, 07 März 2013 01:40)

    Ich wünsche dem FC Polonia viel Glück und auch Klassenerhalt .Super Kerle sind die vom Polonia sowieso.

  • #2

    Marios (Freitag, 08 März 2013 17:04)

    Ich wünsche dem FC Polonia auch viel viel Glück... TYSKIE forever :-)