Erst ein Team formen, dann den Klassenerhalt schaffen

17 Partien hat der Aufsteiger aus Ebel noch Zeit, den sofortigen Wiederabstieg zu vermeiden. Mit gerade einmal drei Zählern auf dem Konto wird das ein hartes Stück Arbeit. Um das drohende Fiasko zu vermeiden, haben die Verantwortlichen einen neuen Coach an die Seitenlinie geholt. Herbert Nowak, ehemals FC Polonia, blieb dem Lichtenhorst erhalten und ist nun seit Anfang November im Trainingsbetrieb. Seine bisherige Bilanz: Zwei Spiele - zwei Niederlagen.

Herbert Nowak.
Herbert Nowak.

Das es nur zwei geworden sind, ist unter anderem auch dem Wetter geschuldet. "Es  schneit nun mal im Winter und die Plätze sind dadurch unbespielbar, das ist ja nix neues. Aufgrund der Platzsperrung verschiebt sich alles immer weiter nach hinten. Es wird zu einem Drei-Tage-Rhythmus kommen. Wann willst du da noch trainieren? Besonders schlimm ist es über Ostern. Da wird Sonntag, Gründonnerstag, Ostermontag und wieder Sonntag gespielt", ärgert sich Nowak, der allerdings auch dem Verband eine Teilschuld gibt: "Als wir spielfrei hatten, da wurde in Westfalen gespielt. Die haben schon ein Spiel aus ihrer Rückrunde hinter sich. Bei uns wird es langsam eng. Nach hinten heraus geht es auch nicht, weil dann die Relegationsspiele beginnen."

   Nichtsdestotrotz ist Nowak heiß auf die kommende Rückrunde, auch wenn es mit dem Training bisher mau aussah und das einzige Testspiel mit 1:10 gegen Barisspor verloren ging. Er freut sich besonders aus den vielen Einzelspielern ein Team zu formen. Helfen sollen da die Neuzugängen und Rückkehrer, die sowohl im defensiven als auch im offensiven Bereich den Kader verstärken. Vor allem die Defensive hat Verstärkung nötig, denn die Ebeler stellen mit 74 Gegentoren die Schiessbude der Liga. Um diesen unehrenhaften Titel los werden, installiert Nowak mit Patrick Boes, der von FC Polonia kam, und Andreas Reimann eine neue Doppel-Sechs. Mit Jens Siedlaczek, der sonst im Dienste der Bundeswehr steht, haben die Ebeler nun auch wieder einen richtigen Keeper im Kasten. Offensiv sollen Mert Centinkaya (SV 1911) und Andreas Nowak (FC Polonia) das Angriffsduo um die Bonnemann-Brüder Andreas und Martin unterstützen. Weitere Neulinge sind Marcel Bolik (Essen-West), Levent Memisoglu (reaktiviert) und Sascha Maurer, der nach seinem Kreuzbandriss wieder genesen ist. Coach Herbert Nowak sieht seinen Kader nun bestens besetzt, auch die Alternativen auf der Bank haben somit an Quantität und Qualität zu genommen: "Wir haben einen gesunden Mix aus jungen und alten Spielern. Die erfahrenen müssen die jungen jetzt mit ziehen. Das langfristige Ziel des VfR Ebel sollte sein, von unten wegzukommen und um den Aufstieg mitzuspielen. Es ist auch nicht mein Anspruch da unten rumzugurken." Um diesen Anspruch gerecht zu werden, müssen insbesondere die ersten Partien gewonnen werden. Mit Vorwärts 08, Post Oberhausen und Sterkrade Nord II kommen nun drei Teams, die allesamt mit unten drin stehen. Dass das Duell am morgigen Sonntag ausfällt, kommt Nowak, trotz der möglichen Spiele unter der Woche, gar nicht so ungelegen, denn der VfR hat zahlreiche Verletzte zu beklagen.

    Die Diskrepanzen mit seinem Ex-Club FC Polonia sind Schnee von gestern: "Da gibt es keine Probleme mehr. Es gab eine Aussprache und nun ist alles geklärt. Der Club sagte mir, dass ich jederzeit Herzlich Willkommen sei." Herbert Nowak sieht seine ehemaligen Weggefährten auch bestens aufgestellt und prophezeit ihnen eine starke Rückrunde und den Sprung ins Tabellenmittelfeld.

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