Hobbyliga blickt in die Zukunft

Die Bottroper Hobbyliga betreibt den Spielbetrieb in dieser Spielzeit mit nur mehr zehn aktuellen Mannschaften (inklusiv der Alten Herren des BSV 69 Bottrop). Die Verantwortlichen, so auch der 2.Vorsitzende Frank Honysz, geben alles dafür, damit auch in Zukunft den Mannschaften ein attraktiver Spielbetrieb geboten werden kann. Der Hobbyligafußball hat sich seit der Gründung stetig weiterentwickelt - in der Bottroper Hobbyliga wird auf immer höherem Niveau Fußball gespielt. Die Sport Schlümpfe, welche die Hobbyliga bei der HSM Bottrop Anfang Januar vertreten haben, konnten die Halle rocken und begeisterten die Zuschauer. Doch es ist schwierig neue Mitglieder zu gewinnen. Frank Honysz verriet Auf'm Platz, was die Hobbyliga ausmacht.

2.Vorsitzender Frank Honysz.
2.Vorsitzender Frank Honysz.

Die Hobbyliga wurde vor über 30 Jahren gegründet und bot zur Spitzenzeit über 40 Mannschaften mit mehr als 1200 Mitgliedern auf. Der Zulauf an jungen Spielern erklärte sich unter anderem auch dadurch, dass viele Vereine nicht mehrere Reserveteams gleichzeitig betreiben wollten oder konnten. Jungen Spielern, die dadurch in den Erst- oder Zweitmannschaften ihres Vereins nicht zum Zuge kamen, wurde in der Hobbyliga ermöglicht ihrem Hobby – dem Fußball – nachzugehen. Doch der Trend entwickelte sich gegenläufig. „Einige Vereine in Bottrop setzen jetzt wieder auf Drittmannschaften, Fortuna Bottrop meldete in dieser Saison sogar eine vierte Mannschaft. Vielen Spielern wird so die Möglichkeit geboten, bei den Vereinen zu spielen, in denen sie aufgewachsen sind“, erklärt der 2. Vorsitzende der Hobbyliga, Frank Honysz. Der Zulauf an jungen Leuten fehlt den Hobbyligamannschaften und immer mehr Spieler zieht es zu den Vereinen aus dem Kreis, doch die Verantwortlichen wollen den Spielbetrieb aufrecht erhalten und bemühen sich, neue Spieler an die Hobbyliga zu binden. „Mit dem neuen Vereinsheim im Rücken bieten wir den Spielern und ihren Familien eine Anlaufstelle an der Neustraße. Einen Treffpunkt, an dem Zusammenhalt und die Gemütlichkeit des Vereinslebens gelebt werden kann. So bekommen wir unter Umständen auch weiteren Kontakt zu den Familien und können so versuchen, Familienmitglieder zum Fußballspielen zu bewegen“, so Honysz weiter. Doch auch Mannschaften aus der Hobbyliga zieht es in den Kreis, der RW Fuhlenbrock spielt seit der letzten Saison nicht mehr in der Hobbyliga und die Mannschaft hat den Schritt gewagt, in den Kreis 10 zu wechseln. Allerdings haben andere Mannschaften nicht vor nachzuziehen: „Wir sind im ständigen Kontakt zu den Mannschaften und keiner hat die Absicht in absehbarer Zeit in den Kreis zu wechseln“, verrät Honysz.

Die Sport-Schlümpfe begeisterten die Halle.
Die Sport-Schlümpfe begeisterten die Halle.

   Weitere Maßnahmen sind geplant, um zum Beispiel ältere Hobbyligaspieler wieder stärker in den Verein einzubinden. So versucht der Vorstand für die Alt-Herren im Sommer ein U40- oder U50-Turnier zu organisieren. Die Turniere kommen bei vielen sehr gut an. „Wir haben schon Zusagen und das spricht für uns“, freut sich der 2.Vorsitzende bereits.

    Anders als in manchen Fußballkreisen, ist der Umgang in der Hobbyliga familiärer und fairer. Die Hobbyliga hat zwar ein eigenes Schiedsgericht, jedoch musste in den letzten zwei Jahren keine einzige Sitzung einberufen werden, da die Spiele im Großen und Ganzen sehr fair verlaufen. „Man hört immer wieder davon, dass Schiedsrichter, Spieler oder Verantwortliche beleidigt oder geschlagen werden. Das haben wir in der Hobbyliga nicht, der Umgang ist respektvoll und fair“, macht Frank Honysz deutlich. Neue Spieler finden in der Hobbyliga garantiert ein passendes Umfeld für sich. „Jede Mannschaft hat ihre eigene Mentalität und jede Mannschaft macht was anderes aus. Die Irish Soccer beispielsweise setzen überwiegend auf junge Leute, die sich auch privat treffen und sehr gut verstehen.“ Die Mannschaften schicken keine Spieler weg und jeder ist herzlich willkommen. Auch Mannschaften aus dem Umfeld würden sich gerne der Hobbyliga anschließen. Es kommen immer wieder Anfragen aus Oberhausen, Gladbeck oder Gelsenkirchen, jedoch haben diese meisten nicht genügend Spieler, um einen regelmäßigen Spielbetrieb zu bestreiten und um die Saison zu bestehen. Auch wollen viele Mannschaften auf die Kontrolle verzichten: „Viele würden gerne unkontrolliert und ohne Spielerpässe spielen wollen, dass lassen wir aber nicht zu“, unterstreicht Honysz. Und der Fußball steht in der Hobbyliga im Fokus - und wird immer besser, die Mannschaften sind nicht zu unterschätzen. Die Schlümpfe 76 verzauberten bei der Bottroper HSM die ganze Halle und zogen souverän in die Zwischenrunde ein. Das Niveau des Fußballs wird immer höher. Und der 2.Vorsitzende blickt optimistisch in die Zukunft: „Ich denke wir sind auf einem guten Weg und tun alles dafür, um den Spielbetrieb aufrecht zu erhalten!“

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