Der Hallen-Rückblick bis zur Finalrunde

Die Finalrunden wurden soeben eröffnet und Auf’m Platz blickt in der Zwischenzeit schon einmal auf das Gespielte zurück. Dabei gab es im Laufe des heutigen Sonntages bereits eine faustdicke Überraschung: Rot-Weiß Oberhausen schied aus der Hauptrunde aus. Dabei hätte in einem dramatischen letzten Gruppenspiel gerade einmal ein Törchen fürs Weiterkommen gereicht. Der Titelverteidiger spielte dagegen bisher souverän, wohingegen der Spielcub 20 in einer an Spannung nicht mehr zu übertreffenden Hauptgruppe IV doch noch im letzten Spiel das Ticket für die Finalrunde zog. Bereits Samstag waren unter anderem die Bezirksligisten GW Holten und Adler Osterfeld ausgeschieden. 

Der Rückblick auf die Zwischenrunden am Samstag

Bereits am gestrigen Samstag fand in der Willy-Jürissen-Halle die Zwischenrunde der Oberhausener Hallenstadtmeisterschaften statt und wartete direkt mit ein paar Überraschungen auf. Denn die Bezirksligisten Adler Osterfeld und GW Holten verabschiedeten sich als Gruppendritter aus ihren jeweiligen Gruppen und durften somit am heutigen Sonntag bei den Haupt- und Finalgruppen nur zuschauen. Adler Osterfeld musste sich in Gruppe A den unterklassigen Klubs von TB Oberhausen und Sterkrade 72 geschlagen geben. TBO rutschte mit drei Siegen aus drei Spielen aalglatt in die Hauptgruppe am Sonntag. Ebenso souverän löste Arminia Lirich sein Ticket in Gruppe B. Auf Platz zwei folgte die Mannschaft von SG Osterfeld, wodurch SuS 21 und TuS 1900 die Segel streichen mussten. Ebenfalls die Segel streichen, mussten BV Osterfeld und SG Oberhausen in der Gruppe C, in der sich Concordia ebenfalls mit der perfekten Punkteausbeute und 1912 Buschhausen  durchsetzten. Am spannendsten war da noch die letzte Gruppe, in der sich schlussendlich Sterkrade 06/07 und Fortuna Alstaden durchsetzen konnten. Dagegen schied neben den bereits angesprochenen Grün-Weißen aus Holten auch die Kicker von RSV Klosterhardt aus. Die Salamon-Truppe verlor nur einmal und wurde dennoch Letzter. Warum und wie die genauen Ergebnisse in der Zwischenrunde am Samstag aussahen, könnt Ihr hier nachlesen.

Der Rückblick auf die Hauptgruppen am Sonntag

Hauptgruppe I

Auch in den Hauptgruppen wurde noch einmal teilweise deutlich die Spreu vom Weizen getrennt. Denn TSV Safakspor ging völlig baden und musste in allen drei Spielen drei Niederlagen hinnehmen. Zudem schoss man auch nur ein mickriges Törchen. Die Truppe dürfte es aber leicht nehmen, schließlich liegt der Fokus voll auf dem anstehenden Abstiegskampf in der Bezirksliga. Arminia Lirich, das am Samstag noch so souverän durch die Zwischenrunde gestapft war, musste den undankbaren dritten Tabellenplatz einnehmen. Das allerdings verdient, schließlich verlor man das direkte Duell gegen den späteren Tabellenzweiten 1912 Buschhauen mit 1:3. Souveräner Sieger wurde VfR 08 Oberhausen mit seinem neuen Trainer Jörg Kessen, der einen Einstand nach Maß feierte. Alle Partien konnten gewonnen werden, nur einen einzigen Gegentreffer musste man hinnehmen - beim 4:1-Erfolg über den Gruppenzweiten 1912 Buschhausen. 

Hauptgruppe II

Wesentlich spannender wurde es da schon in der Hauptgruppe II, in der sich am Ende die vermeintlichen Favoriten und Bezirksligisten Sportfreunde Königshardt und Sterkrade-Nord durchsetzen konnten. Die beiden trafen gleich im ersten Spiel aufeinander und da setzte die Mühlbauer-Truppe gleich eine Duftmarke, als die Sportfreunde glatt mit 3:0 besiegt werden konnten. Doch danach schlich sich ein bisschen Väterchen Leichtigkeit dazwischen und Nord musste noch zweimal die Punkte teilen. Die Königshardt-Truppe von Robert Reichert nutzte die Gunst der Stunde aus, gewann zweimal (unter anderem 5:2 gegen TB Oberhausen) und setzte sich somit noch an die Spitze der Gruppe, in der TBO Dritter und Fortuna Alstaden Vierter wurden. 

Hauptgruppe III

Und 10.45 Uhr wurden die Augen vor allem noch mehr auf das Hallenparkett gerichtet. Denn in der Zwischengruppe III trafen Titelverteidiger Arminia Klosterhardt und Turnier-Mitfavorit Rot-Weiß Oberhausen aufeinander - und das auch noch gleich im allerersten Spiel. Die Arminia stellte dann auch direkt mal klar, wie der Hase lang laufen sollte. Mit 3:1 besiegten die Hallenkicker von Michael Lorenz den Mitfavoriten. Es sollte für RWO der Anfang vom Ende sein. Zwar gewann der klassenhöchste Verein das zweite Gruppenspiel gegen den B-Ligisten Sterkrade 72 mit 4:2, der sich in der Todesgruppe noch wacker schlug. Doch im vorletzten Spiel dieser Gruppe kannte die Dramatik keine Grenzen. Sterkrade 06/07 war punktgleich mit RWO, aber trotzdem in der Tabelle vor den Rot-Weißen. Für weniger begabte Rechenkünstler: RWO musste das direkte Duell gewinnen, um doch noch in die Finalrunde einziehen zu können. Doch die Mannschaft von Dirk Rovers war im direkten Duell sogar die bessere Mannschaft, hatte bis auf die letzten zwei Minuten die besseren Chancen und verdienten sich somit das 0:0, was für lange Gesichter bei dem Favoriten sorgte. Damit war schon die erste dicke Überraschung am Sonntag perfekt. Kaum erwähnenswert: Die Arminia schloss die Gruppe „natürlich“ mit drei Siegen in drei Spielen ab. 

Hauptgruppe IV

Der Spannung die Krone aufgesetzt hat allerdings die letzte Hauptgruppe an dem heutigen Sonntag. Das hätte Steven Spielberg noch nicht einmal besser konstruieren können. Denn vor den letzten beiden Spielen dieser Gruppe konnte jede (!) Mannschaft noch weiterkommen. Zur Überraschung vieler in der Willy-Jürissen-Halle verlor Turniermitfavorit SC 20 Oberhausen gleich das Auftaktspiel gegen Blau-Weiß Oberhausen mit 2:3. Concordia spielte derweil das eigene erste Spiel gegen SG Osterfeld Unentschieden und gewann das nächste hauchdünn mit 1:0 gegen BWO. Da der Spielcub im zweiten Spiel SGO auseinandernahm und 5:1 gewann, war Concordia Erster mit vier Punkten, SC 20 Zweiter mit drei Punkten wie auch BWO. SG Osterfeld hatte zwar nur einen Punkt, hätte aber durch einen Sieg im letzten Spiel gegen BWO ebenfalls noch weiterkommen können. Der Spielclub und BWO machten allerdings kurzen Prozess und gewannen ihre Spiele jeweils mit 3:0, wodurch man sich als Erster (SC 20) und Zweiter (BWO) doch noch für die Endrunde qualifizieren konnte. 

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