Favoriten marschieren im Gleichschritt

Die Favoriten geben sich bei den Oberhausener Hallenstadtmeisterschaften weiterhin keine Blöße. Wie am ersten Tag wurden auch am zweiten Tag die klassenhöchsten Vereine ihrer Favoritenrolle gerecht und zogen in die Final- oder Zwischenrunde ein. Das direkte Ticket zogen unter anderem Titelverteidiger Arminia Klosterhardt und „natürlich auch RWO und der Spielclub 20. Am kommenden Samstag geht es mit der Zwischenrunde in Oberhausen weiter. 

Gruppe 5

Jürgen Grzymski.
Jürgen Grzymski.

In der Gruppe 5 setzte sich der Favorit RWO auch klar und deutlich durch. Dabei hatte gerade SuS 21 an einer Überraschung gerochen, als die Mannschaft von Jürgen Grzymski sich tapfer schlug und im ersten Spiel am Sonntagmorgen sich nur mit 2:4 den Rot-Weißen geschlagen geben musste. „Was wir gerade im ersten Spiel gegen den Favoriten der Gruppe und auch Mitfavoriten auf die Hallenkrone gezeigt haben, war sehr gut. Für mich war klar, dass RWO unsere Gruppe gewinnen wird. Für uns zählte daher nur, unter die ersten Drei zu kommen, um die Zwischenrunde erreichen zu können“, gab Cheftrainer Grzymski am Ende des Tages zu Protkoll. Im zweiten Spiel setzten sich seine Kicker auch souverän mit 3:0 gegen GLI Azzurri durch, das am Ende des Tages auch mit null Punkten aus drei Spielen die Heimreise antreten musste. Im Kampf um Platz Zwei setzte sich die Sportgemeinschaft 92 durch, die auch im direkten Duell gegen SuS 21 knapp mit 2:1 gewann. „Das dritte Spiel war nicht mehr ausschlaggebend, weil wir mindestens Platz Drei schon inne hatten. Ich habe dann die Spieler auf das Parkett geschickt, die bis dato kaum gespielt hatten“, so Grzymski weiter, der sich mit seiner Mannschaft auf die Zwischenrunde freut. „Vielleicht haben wir ja sogar die Chance, noch in die Endrunde zu ziehen. Doch das ist eher Nebensache. Wir sehen die Hallenstadtmeisterschaften sehr locker und es soll vor allem Spaß machen für die Jungs“, so der Übungsleiter weiter, der ansonsten aber nicht viel übrig hat für dieses Turnier. „Seit 20 Jahren ändert sich hier nichts. Ich war auch schon einmal in Bottrop Stadtmeister. Sowohl auf dem Feld als auch in der Halle gewann ich mit dem SV Vonderort - und Oberhausen ist kein Vergleich zu Bottrop. Hier passen mir die zehn Minuten Spielzeit nicht, auch die Organisation ist in der Nachbarstadt besser. Aber auch andere Städte sind uns weiter voraus, in Oberhausen muss sich einiges ändern.“

   Ob Grzymski selbst am nächsten Wochenende dabei ist, konnte er noch gar nicht sagen, da er Dienstag eine Knie-Operation hat.

Gruppe 6

Michael Lorenz.
Michael Lorenz.

    Auch in der Gruppe 6 lief alles nach Plan - zumindest, wenn man sich die Spitze der Platzierungen anschaut. Denn der Titelverteidiger Arminia Klosterhardt gewann alle seine Partien: Vier Spiele, vier Siege. „Wir haben zwölf Punkte geholt, mehr geht nicht. Das Entscheidende war, dass wir Erster werden und uns keine Blöße als Landesligist geben. Wir haben uns zwar spielerisch auch nicht mit Ruhm bekleckert, aber ich hatte teils auch sehr junge Spieler dabei, da wir die angeschlagenen Spieler erst gar nicht in den Kader berufen haben“, so Arminias Cheftrainer Michael Lorenz. Lorenz hatte auch nicht unbedingt mit einer überragenden Glanzleistung gerechnet, weil seine Truppe bereits voll in der Vorbereitung steckt. „Wir haben bisher jeden Tag trainiert, das wird man schon mal in den Knochen merken. Jetzt stehen wir in der Endrunde und alles weitere, was kommt, ist Bonus.“ Wobei Lorenz auch nicht all zu tief stapeln wollte. „Klar wollen wir versuchen auch um den Titel mitzuspielen. Aber es gibt einige starke Teams in der Halle. Wir wollen versuchen das Bestmöglichste in Rahmen unserer Möglichkeiten zu erreichen“, so Lorenz weiter, der zudem auch für den Hobbyligisten SG Oberhaufen ein gutes Wort verlor. „Es waren in der Gruppe sowieso faire Spiele und dazu auch noch ein guter Hobbyligist, der alles reingeschmissen hat und nur knapp gescheitert ist. Ich denke, dass man das ruhig mal lobend erwähnen kann. Ich ziehe auf alle Fälle meinen Hut vor dieser Truppe.“

Michael Buhlmann.
Michael Buhlmann.

    Ganz knapp gescheitert ist hingegen die Mannschaft von Glück-Auf Sterkrade. Den Jungs von Michael Buhlmann fehlte am Ende nur ein Tor. Allerdings hatte man auch gegen den späteren Drittplatzierten TuS Buschhausen das direkte Duell mit 0:1 verloren und so landete man auf dem undankbaren vierten Platz. Buhlmann selbst war allerdings alles andere als sauer oder enttäuscht. Im Gegenteil. „Für uns sind die Hallenturniere immer einfach Just for Fun. Wir haben uns als Mannschaft heute auch erst das erste Mal getroffen und steigen auch erst Donnerstag in die Wintervorbereitung ein“, so Buhlmann, der sich deswegen irgendwo auch glücklich schätzen konnte, keine Rücksicht auf das kommende Wochenende, wenn die Zwischen- und Finalrunden steigen, nehmen zu müssen. „Klar wollten die Jungs jedes Spiel gewinnen. Aber mit einer Mischung aus A-Jugendlichen und Spielern aus der Zweit- und Erstvertretung hat es am Ende dann nicht sollen sein. Wir genießen dann unsere verspätete Vereinsfeier am kommenden Samstagabend und freuen uns auch darüber, dass heute alles glatt gegangen ist, sich keiner verletzt hat oder gesperrt wurde. Unser Hauptaugenmerk liegt ab kommenden Donnerstag ganz klar auf der Meisterschaft“, so Buhlmann abschließend.

   Neben Gruppensieger Arminia Klosterhardt und dem erwähnten Drittplatzierten TuS Buschhausen, komplettiert der SC Buschhausen die Teams, die in die Zwischen- beziehungsweise Endrunde eingezogen sind. Mit sieben Punkten konnte man die anderen Teams hinter der Arminia auch deutlich distanzieren - und das trotz eines abschließenden negativen Torverhältnisses von 5:6!

Gruppe 7

Dirk Rovers.
Dirk Rovers.

    Vorweg: Der Club Emek hatte in der Gruppe 7 nicht den Hauch einer Chance. Nach insgesamt drei Spielen standen null Punkte auf der Habenseite, wie auch ein deutliches Torverhältniss von 0:14! Ähnlich deutlich setzte sich der Mitfavorit Spielcub 20 in dieser Gruppe durch. Die Mannschaft von Trainer Thorsten Möllmann wurde ihrer Favoritenrolle gerecht und gewann alle Spiele. Auf Platz Zwei folgte die Rovers-Truppe von 06/07 und auf Platz Drei der B-Ligist Sterkrade 72. SC 20-Co-Trainer Waldemar Bauer: „Das erste Spiel gegen 06/07 war enger (2:3, d. Red.), aber die anderen beiden Spiele waren schon deutlicher. Wir haben zum Ende hin viel durchgewechselt, sonst wäre es gegen Emek glaube ich auch sehr deutlich geworden (2:0, d. Red.). Wir wollen das Endergebnis in dieser Gruppe aber auch nicht zu hoch hängen, schließlich haben auch unterklassige Teams mitgewirkt. Und auch, wenn wir Sterkrade 72 mit 7:0 geschlagen haben, muss man sagen, dass der B-Ligist besser war, als das Ergebnis es aussagt. Auf alle Fälle sind wir froh, direkt in die Endrunde eingezogen zu sein, worauf wir im Vorfeld gehofft hatten.“

   Sein Gegenüber, Dirk Rovers, war nicht unbedingt zufrieden. „Unser zweiter Platz täuscht über unsere gezeigten Leistungen hinweg. Wir haben uns bis auf das erste Spiel gegen den Spielclub - wo wir uns die drei Dinger selbst reingelegt haben - sehr, sehr schwer getan. Wir müssen einfach aufpassen, denn unterklassige Teams können in der Halle auch gut kicken. Jetzt wollen wir auch in die Finalrunden und was dann alles dazu kommt, wäre ein Zückerchen“, so Rovers abschließend.

Gruppe 8

Jörg Lieg.
Jörg Lieg.

    In der Gruppe 8 gab es auch nicht nur zufriedene Gesichter. Zwar setzte sich hier der vermeintliche Favorit BWO auch als Erster durch. Doch Cheftrainer Jörg Lieg war alles andere als einverstanden mit den gezeigten Leistungen. „Ganz ehrlich? Das erste Spiel war noch besser als bei unserem eigenen Turnier vor ein paar Wochen. Aber was dann vor allem im zweiten Spiel los war, war unglaublich und da kann ich nur an die Einstellung aller Spieler appellieren, als wir nur 1:1 gegen Fortuna Alstaden gespielt haben. Da wurde so ein Lari-Fari gespielt, da habe ich das Kotzen auf der Bank bekommen. Manche denken, sie wären die Größten und die Stars, dabei fällt man genau dann auch gegen die vermeintlich Kleinen schon einmal auf die Schnauze. Unsere Konstanz fehlte einfach. Wir haben die Qualität, aber wir müssen sie auch abrufen. Wenn nicht, dann kann und werde ich auch eine ganz andere Schiene fahren“, so Lieg.

   Der Post SV schied dagegen sang- und klanglos aus. Keinen einzigen Punkt sammelte die Truppe von Christoph Tapions und ging mit einem Torverhälnits von 3:8 und Platz Vier von Vier nach Hause. 

Impressionen Tag 2

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Kommentare: 3
  • #1

    Zuschauer (Montag, 21 Januar 2013 14:13)

    Ich verstehe Herrn Lieg nicht. Lässt seine sogenannten "Topstars" spielen und blamiert sich um ein Haar. Jetzt kann man den Holle verstehen warum er gegangen ist bei der Truppe. Vorallem hat der Lieg eine gute Zweite Mannschaft mit guten Spielern die mal ne Chance verdient hätten. Denkt man an den Toptorjäger der zweiten.

  • #2

    Oberhausener (Dienstag, 22 Januar 2013 17:29)

    wer ist denn der toptorjäger der zweiten :) ??

  • #3

    ex spielmacher der zweiten (Donnerstag, 24 Januar 2013 12:52)

    Wenn der Willi nicht beim Post sv auf gehört hätte dann würde es bei euch keine zweite mehr geben wer soll von denn spielern denn in der ersten spielen kein einziger: Der einzige der bei euch in der ersten noch spielen könnte ist euer trainer selber .