„Absolutes Traditionsturnier“

Das traditionsreichste Oberhausener Turnier fand am 6. Januar mal wieder in der Willy-Jürissen-Halle statt. Blau-Weiß Oberhausen-Lirich lud wie eh und je zum Budenzauber ein. Neben zahlreichen ranghohen Klubs aus der eigenen Stadt, war unter anderem auch Langenbochum zu Gast. Am Ende setzte sich der Bezirksliga-Spitzenreiter SC 20 im Finale knapp gegen Arminia Klosterhardt durch und verteidigte somit seinen Titel aus dem Vorjahr. Es war schon der zweite Hallenturniersieg für den Spielclub in dieser Winterpause!

Frank Kielczewski vom BWO weiß schon gar nicht mehr, seit wann genau dieses Turnier ausgerichtet wird. So traditionsreich ist es. „Ich bin jetzt 51 und ich habe Fußball bis fast Mitte 30 gespielt. Als ich noch Seniorenfußball gespielt habe, da habe ich schon an unserem Turnier teilgenommen“, so der 1. Vorsitzende und zugleich Hauptorganisator zum abgelaufenen Turnier. Kielczewski konnte ein positives Fazit ziehen. „Es sind mal wieder ein paar mehr Zuschauer da gewesen als letztes Jahr. Zwar war die Halle nicht ausverkauft, aber wir sind alle absolut zufrieden, wie alles abgelaufen ist“, sparte der starke Mann vom BWO nicht mit Lob. „Jeder hat seine Aufgaben toll erfüllt und das Schönste ist, dass nichts passiert ist. Außer einer Platzwunde keine schlimmen Verletzungen und keine roten Karten.“

   Den sportlichen Höhepunkt setzte der Spielclub 20. Die Mannschaft von Trainer Thorsten Möllmann scheint für die Hallenstadtmeisterschaften, die in einer guten Woche in Oberhausen beginnen, absolut gerüstet. Es war schon der zweite Turniersieg in einer Halle in der Winterpause. Im Finale erzielten Ümit Ertural und Sevcet Türk die Treffer zur Führung. Stefan Schattauer konnte nur noch verkürzen. Ertural war es auch, der im Anschluss an das Turnier zum besten Spieler des Sonntages gewählt wurde. Der unterlegene Finalist aus Klosterhardt konnte sich immerhin auch über zwei Auszeichnungen freuen. Wie von Auf’m Platz bereits vor vier Tagen berichtet, wurde der neue Arminen-Schlussmann Kai Hanysek zum besten Torhüter und Nils Rademacher wurde mit fünf Treffern  zum besten Torschützen gewählt.

   In Gruppe A hatten sich neben dem Gastgeber auch Adler Osterfeld, Westfalia Langenbochum, Buschhausen 1912, Sterkrade 06/07 zum Budenzauber getroffen, während in Gruppe B Arminia Klosterhardt, SW Alstaden, Spielclub 20 und SuS 21 sowie Arminia Lirich aufeinander trafen. Während die Arminia in Gruppe A noch das Duell in der Gruppe gegen den Spielclub für sich entscheiden und somit Platz Eins noch vor dem SC 20 belegen konnte, setzten sich in Gruppe B Adler Osterfeld und etwas überraschend Buschhausen 1912 durch, die Dank der mehr geschossenen Tore den Vergleich gegen die punktgleichen Gastgeber von Blau-Weiß Oberhausen gewannen und sich somit als Zweitplatzierter für das Halbfinale qualifizierten. Dort setzte es dann aber gegen den von Michael Lorenz betreuten Landesligisten eine knappe, aber hochverdiente 1:2-Niederlage. Martin Liedert hatte zwischenzeitlich die Führung von Danny Steinmetz ausgeglichen, bevor im direkten Gegenzug aber Richard Salm seine Farben wieder in Führung und auch somit zum Sieg schoss.

   Im anderen Halbfinale ging es da schon enger zu. Zwar ging der Favorit SC 20 durch Ertural in Führung. Aber Adler Osterfeld konnte in Überzahl in Person von Pierre Schmitz ausgleichen. Als alle schon mit einem Neunmeterschießen rechneten, legte Ertural uneigennützig noch einmal quer und Sascha Möllmann konnte kurz vor dem Ertönen der Schlusssirene das viel umjubelte 2:1 erzielen. 

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