RWO gewinnt Leipziger Hallenturnier

RW Oberhausen hat zum Abschluss seiner Hallentour durch Ostdeutschland das Ur-Krostitzer-Masters in der Ernst-Grube-Halle in Leipzig gewonnen. Im Finale besiegte die Mannschaft von Trainer Peter Kunkel Lokalmatador 1. FC Lok Leipzig durch einen Treffer von Kevin Krystofiak mit 1:0. Zuvor hatten sich die "Kleeblätter" als Zweiter der Gruppe A hinter Carl Zeiss Jena für das Halbfinale qualifiziert.

Kevin-Dean Krystofiak erzielte den Siegtreffer im Finale
Kevin-Dean Krystofiak erzielte den Siegtreffer im Finale

Das direkte Duell mit dem Gruppensieger endete 1:1, danach stieß Angelos Eleftheriadis mit seinem 1:0-Siegtreffer gegen den VFC Plauen die Tür zum Halbfinale bereits weit auf. Im dritten Spiel gegen den bereits ausgeschiedenen Regionalligisten ZFC Meuselwitz reichte es zwar trotz zweimaliger Führung nur zu einem 2:2, doch so gingen die Rot-Weißen im Halbfinale zunächst Lok Leipzig aus dem Weg und trafen auf die Auswahl "Bernd Schneider & Friends", die in der Vorrunde gegen die unterklassigen Krostitz und Leipzig-Nordwest zwar technisch brillierte, aber schon im dritten Vorrunden-Spiel gegen Lok (3:3) an ihre konditionellen Grenzen kam. Im Halbfinale sah es dann lange gut aus für RWO, die souverän und abgeklärt aus einer sicheren Deckung heraus spielten und durch Tore von Lekesiz und Caspari bis kurz vor Schluss mit 2:0 vorne lagen, doch Bernd Schneider und Ansgar Brinkmann erzwangen mit ihren Treffern in der Schlußphase das Neunmeterschießen.

Der zuletzt in die Kritik geratene Patrick Nettekoven konnte in der Halle überzeugen
Der zuletzt in die Kritik geratene Patrick Nettekoven konnte in der Halle überzeugen

Hier trafen Gökan Lekesiz und Rhys Tyler für RWO, während Torwart Sebastian Tiszai gleich zwei Schüsse, unter anderem von Ex-Kleeblatt Mike Rietpietsch, abwehren konnte. Im anderen Halbfinale siegte Lok Leipzig ebenfalls nach Neunmeterschießen gegen Jena und zog seinerseits ins Endspiel ein. Auch im Finale ließ sich die Kunkel-Elf vor 1460 Zuschauern, davon natürlich die überragende Mehrheit Lok-Fans, nicht aus der Ruhe bringen. Die zuvor noch wie aufgedreht wirbelnden Gelb/Blauen fanden gegen die sichere Oberhausener Deckung kaum Anspielstationen oder scheiterten am erneut starken Patrick Nettekoven im Tor. So reichte der Treffer von Kevin Krystofiak am Ende zum umjubelten Turniersieg und machte aus dem "moralischen Sieger" von Halle den tatsächlichen Sieger von Leipzig.

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