Horst-Emscher 08 feiert Kantersieg

Am Sonntag konnten zwei Gelsenkirchener Klubs auch noch einmal in der Meisterschaft eingreifen und trotzten somit den Witterungsbedingungen, die vielerorts für Spielausfälle gesorgt hatten. Auf Kunstrasen fertigte der Spitzenreiter der Bezirksliga-Gruppe 10, Horst-Emscher 08, seine Gäste ab und feierte ein kleines Schützenfest zur Herbstmeisterschaft. In Gruppe 9 kam Viktoria Resse nicht über ein torloses Unentschieden in Merklinde hinaus. Dabei erlebte Cheftrainer Sander ein „Chaos wie im alten Rom“.

17. Spieltag

Bezirksliga 9

SuS Merklinde - Viktoria Resse 0:0
Bevor das Spiel starten konnte, fanden die Gelsenkirchener ein „Chaos vor, wie im alten Rom. So etwas habe ich noch nicht erlebt“, so Resses Trainer Norbert Sander. Denn es stand nur eine Umkleidekabine zur Verfügung und auch andere Mannschaften mussten diese nutzen, so dass beispielsweise die Taschen an den Spielfeldrand gelegt werden mussten. „Das darf keine Entschuldigung oder kein Alibi für unser Auftreten sein. Aber es hat sicherlich die Konzentration und den Fokus auf das Spiel beeinflusst“, war sich Sander sicher. Die erste Halbzeit verschliefen die Gäste noch. „Wir haben uns nicht richtig darauf eingestellt, dass Merklinde sich im Abstiegskampf befindet. Allerdings hätten wir dann in Halbzeit Zwei alles klar machen müssen, in der wir uns deutlich gesteigert haben“, so Sander. Bei den besten Möglichkeiten scheiterte zunächst Kevin Schäfer aus sechs Metern völlig freistehend am super reagierenden Schlussmann der Gastgeber und nur wenige Minuten später schoss Seldin Malkoc einen Foulelfmeter in der 85. Minute gegen den Außenpfosten, so dass es am Ende beim 0:0 blieb. „Die Tabelle lügt nicht. Wir stehen auf Platz Fünf und sind damit auch sehr zufrieden. Bedenkt man aber, welche Probleme und Umstände wir in dieser Halbserie hatten, dann könnten wir theoretisch sogar ganz oben mitmischen“, glaubt Sander, der sich nun auf ein paar ruhige Tage freut, bevor man am 29. Dezember an einem Hallenturnier vom BVH Dorsten teilnimmt.

Bezirksliga 10

Horst-Emscher 08 - SC Weitmar II 7:1 (5:0)

Der Spitzenreiter hat zum Abschluss des Jahres noch einmal seine Muskeln spielen lassen und die Zweitvertretung vom SC Weitmar 45 deutlich in die Schranken gewiesen. Bereits nach der Halbzeit war das ungleiche Spiel entschieden. „Wir haben von Anfang an Druck gemacht. Weitmar hatte in den ersten 45 Minuten keine einzige Torchance“, war 08-Trainer Jörg Krempicki mit der ersten Hälfte hochzufrieden. In der traf alleine David Zellinski dreimal. Zu einem lupenreinen Hattrick reichte es allerdings nicht, da macht ihm Pierre Nowitzki mit dem zwischenzeitlichen 2:0 ein Strich durch die Rechnung, bevor Ilker Murat Berberoglu kurz vor dem Halbzeitpfiff das 5:0 erzielte. „Ich wollte in der Halbzeit dann noch einmal den Jungs klar machen, so weiter zu spielen. Aber ich kann es ihnen auch nicht verübeln, wenn man nach einer 5:0-Halbzeitführung nicht mehr so hochkonzentriert ist“, gab Krempicki zu Protokoll.

   Sechs Minuten nach Wiederanpfiff gelang den Gästen wenigstens noch der Anschlusstreffer. Da hatte Krempicki bereits dreimal gewechselt, „um anderen nach der deutlichen Führung auch Einsatzchancen zu geben.“ Unter anderem auch dem A-Jugendspieler Tolga Cengelcik, der bereits in der Hinserie ein paar Mal getroffen hatte und auch am Sonntag einen Doppelpack schnürte. Cengelcik steht sinnbildlich für die Mannschaft von Horst-Emscher 08. „Ich hatte wieder sieben oder acht 19-Jährige in der Startelf. Dass es daher so gut läuft, hätte ich nicht gedacht“, ist Krempicki nicht nur mit dem Spiel, sondern auch mit der Hinrunde hochzufrieden. Auch, weil mit Serkan Köse der beste Spieler der Liga, wie Krempicki seinen Schützling bezeichnet, knapp acht Wochen verletzungsbedingt fehlte.

   „Ja, wir wollten oben mitmischen. Wenn man aber bedenkt, dass wir einen komplett neuen Kader haben und keiner aus der Vorsaison mehr da ist, dann ist es umso überraschender und schöner, ganz oben zu stehen“, so Krempicki, der aber warnt. Denn die vielen jungen Spieler konnten unter anderem auch schon in Spielen gegen Jahn Hiesfeld (Sieg gegen Oberligisten) und RWO II (Unentschieden gegen Oberligisten) auf sich aufmerksam machen. „Die Erwartungen steigen zudem auch noch. Wir müssen auf unser Umfeld aufpassen und genau so weitermachen“, fordert Krempicki, der sich nun auf knapp drei Wochen Pause freut, bevor es am 9. Januar wieder mit der Vorbereitung losgeht. Aufgrund der etwas größeren Liga starten die Spiele hier schon wieder Mitte Februar.

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